Bundesamt für Naturschutz

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Ein Netzwerk an Strategien für die biologische Vielfalt


Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) steht nicht für sich allein. Sie ist eingebettet in den internationalen Biodiversitätskontext und die Biodiversitätsstrategie der EU und hat Bezüge zu anderen nationalen Strategien.

Die NBS baut auf internationalen Strategien auf:

  • Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity - CBD) ist das weltweit umfassendste Abkommen zum Schutz der Natur und der Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen. Das Abkommen ruft alle 196 Vertragsparteien dazu auf, eigene Strategien, Pläne oder Programme zur biologischen Vielfalt zu entwickeln oder bestehende Dokumente entsprechend anzupassen. Die deutsche Strategie zur biologischen Vielfalt setzt diese Forderung um. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der CBD (englisch) und auf den Seiten des BfN und des BMU.
  • Die Biodiversitätsstrategie der Europäischen Kommission von 2011 enthält sechs Ziele, mit denen bis 2020 der Zustand der Biodiversität in Europa verbessert werden soll. Zudem definiert sie auch eine Langfristvision für 2050. Im Jahr 2015 hat die EU-Kommission eine Halbzeitbewertung vorgenommen. Weitere Informationen auf der Website der EU-Kommission (englisch) und auf den Seiten des BMU.

Die NBS ist die Grundlage für weitere Strategien:

  • Strategien der Bundesländer: Die Mitglieder der Umweltministerkonferenz haben 2008 in der sog. "Mainzer Erklärung zur biologischen Vielfalt" dokumentiert, dass die Bundesländer die NBS unterstützen. Dazu gehört gegebenenfalls auch die Entwicklung eigener Strategien oder Programme. Mittlerweile haben fast alle Bundesländer eigene Strategien und Aktionspläne vorgelegt. Mehr Informationen über die Länderstrategien finden Sie hier.
  • Naturschutzsstrategie für Bundesflächen: Die "Strategie zur vorbildlichen Berücksichtigung von Biodiversitätsbelangen auf allen Flächen des Bundes" (StrÖff) dient der Umsetzung einiger Ziele der NBS. Sie legt Maßnahmen und Programme fest, mit denen die Biodiversität auf allen Flächen des Bundes geschützt, erhalten und gefördert werden soll. Die Strategie zum Download finden Sie hier. Auf den Seiten des BMU zum Thema erhalten Sie weitere Informationen.

Auch andere Strategien haben die biologische Vielfalt im Blick:

  • Die Agrobiodiversitätsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) steht unter dem Motto „schützen und nützen“. Danach soll die Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft einen größeren Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt mit ihren natürlichen Ressourcen leisten. Die Strategie zum Download.
  • Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie: Mit der zweiten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie von 2017 setzt die Bundesregierung die "Agenda 2030" der Vereinten Nationen um, in der sich die Vereinten Nationen 17 globale Ziele gesetzt haben (Sustainable Development Goals, SDG), die sie bis zum Jahr 2030 erreichen wollen.
  • Die Nationale Meeresstrategie: Mit der Nationalen Meeresstrategie verfügt die Bundesregierung seit 2008 über ein Gesamtkonzept zum Schutz von Nord- und Ostsee. Die Strategie orientiert sich an der Meeresstrategie der Europäischen Union.

  • Strategien zum Klimawandel: Die Bundesregierung hat verschiedene Strategien und Aktionspläne zur Bekämpfung des und zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet: Die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel, den Aktionsplan Anpassung und den Klimaschutzplan 2050.


Eine Frage der Ethik: Biodiversitätsstrategien im Vergleich


Zwei Marienkäfer auf Blatt

Unter umweltethischen Gesichtspunkten vergleicht eine Studie des BfN die europäischen Biodiversitätsstrategien aus Deutschland, Östereich, der Schweiz und der EU. Die Studie wurde unter dem Titel "Prudence, Justice and the Good Life: A typology of ethical reasoning in selected European national biodiversity strategies" von der IUCN herausgegeben.

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Each Contracting Party shall, in accordance with its particular conditions and capabilities ... develop national strategies, plans or programmes for the conservation and sustainable use of biological diversity ... (CBD, Artikel 6)