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Schutz und Förderung der Mopsfledermaus in Deutschland


Mischwald ist der Lebensraum der Mopsfledermaus. © Markus Dietz
Mischwald ist der Lebensraum der Mopsfledermaus. © Markus Dietz
Barbastella barbastellus - Mopsfledermaus. © Markus Dietz
Barbastella barbastellus - Mopsfledermaus. © Markus Dietz
Spaltenquartier der Mopsfledermaus. © Markus Dietz
Spaltenquartier der Mopsfledermaus. ©  Markus Dietz

Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ist schwerpunktmäßig in den Wäldern von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen sowie randlich in Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Da sich Deutschland im Zentrum des europäischen Verbreitungsgebiets der waldbewohnenden Fledermausart befindet, stellen Schutz und Vernetzung der Populationen eine wichtige Aufgabe dar.

In den 1950er bis 1970er Jahren kam es zu dramatischen Bestandseinbrüchen der Mopsfledermaus, die bis zum Aussterben der Art in den westlichen Bundesländern und in Westeuropa führten. Ursache war zum einen ein verringertes Nahrungsangebot, hervorgerufen durch die Intensivierung der Landwirtschaft und dem damit verbundenem Pestizideinsatz. Zum anderen kam es aufgrund der Devastierung der Wälder nach dem Krieg zu großen Quartiersverlusten. Die seltene Fledermausart überlebte nur in wenigen Reliktgebieten. Der bundesweite Erhaltungszustand der Art wurde daher als ungünstig eingestuft.

Das vorliegende Projekt hat sich zum Ziel gesetzt die Mopsfledermaus und ihren Lebensraum zukünftig besser zu schützen und zu fördern. Daher nimmt die bundesweite Analyse der Verbreitung und ein daraus abzuleitendes Habitatmodell eine zentrale Rolle im Projekt ein. Das Projektgebiet deckt hierfür den Verbreitungsraum der Mopsfledermaus in Deutschland ab und bezieht sowohl die Verbreitungszentren als auch die -ränder mit ein. Eine genetische Analyse der Populationsstruktur wird begleitend durchgeführt. Untersuchungen zur Lebensraumnutzung stellen die Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von flächenscharfen Schutzmaßnahmen in den Modellregionen dar. Die Maßnahmen sollen gemeinsam mit verschiedenen Nutzergruppen, insbesondere öffentliche und private Waldbesitzer, etabliert und für die bundesweite Umsetzung in der Fläche dokumentiert werden. Ein Schwerpunkt des Projektes bildet die bundesweite und regionale Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, um haupt- und ehrenamtlichen Akteure weiterzubilden und zu vernetzen. In einem „Handbuch Mopsfledermaus“ soll das praxisrelevante Wissen zum Schutz der Art und die Ergebnisse des Verbundvorhabens zusammengetragen werden.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Verantwortungsarten

Bundesland: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen

Laufzeit: 31.12.2018 - 31.12.2024

Gesamt-Finanzvolumen: 5,44 Mio. €

Projektträger: Stiftung FLEDERMAUS

Verbundpartner: Naturstiftung David, NABU-Landesverbände Baden-Württemberg und Niedersachsen, Universität Greifswald

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Bayerischer Naturschutzfonds, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Deutsche Wildtierstiftung, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Bauen, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg

Webseite: in Vorbereitung

Ansprechpartner:

Markus Melber
Stiftung FLEDERMAUS
Schmidtstedter Straße 30a
99084 Erfurt

Tel: +49 361 2655985
E-Mail: markus.melber@stiftung-fledermaus.de

Letzte Änderung: 05.04.2019

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