Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



ProInsekt – Wanderausstellung zur Faszination Insekten und ihrem Bestandsrückgang


Umweltbildung beim Geo-Tag (© Mareen Gerisch)
Ein Kind mit roter Kape und ein Mann beugen sich über eine Kescher am Gewässerrand.
Seltene Heuschrecke: die Heideschrecke (Gampsocleis glabra) (© Martin Husemann, CeNak)
Heideschrecke sitzt auf trockenem Gras
Modell eines Plattbauchs (Libelulla depressa) (© Julia Stoess)
Modell einer Plattbauch-Libelle sitzt an einem Zweig

Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Zahl der Insektenarten und vor allem die Populationsgrößen deutlich zurückgehen. Die Strukturverarmung unserer Agrarlandschaft, Habitatverlust und Habitatfragmentierung gelten als Hauptursachen des allgemeinen Artenrückgangs.

Wissenschaft verständlich für alle

Der Verlust von Biodiversität und vor allem das Insektensterben sind zentrale Themen des Naturschutzes und der Umweltbildung. Nichtsdestotrotz sind viele der wissenschaftlichen Hintergründe nicht für die Allgemeinheit aufbereitet. Aus diesem Grund konzipiert und erstellt das Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg gemeinsam mit norddeutschen naturkundlichen Museen und Sammlungen eine Wanderausstellung, die den Rückgang der Insekten in Deutschland zum Thema hat und die wissenschaftlichen Hintergründe allgemeinverständlich aufbereitet. Die Ausstellung soll das Interesse für Insekten wecken und gleichzeitig ihre Gefährdung und die dafür verantwortlichen Faktoren benennen und Lösungsvorschläge aufzeigen. Dafür sollen alle Bevölkerungs- und Altersgruppen – Kinder und Erwachsene – auf verschiedenen Ebenen mit dieser Ausstellung angesprochen, begeistert und Vorurteile abgebaut werden.

Faszination für Insekten wecken

Bei der Erstellung der Wanderausstellung sollen moderne und innovative Techniken zum Einsatz kommen: Originalpräparate, vergrößerte Modelle, Medienstationen mit 3D-Scans und 3D-Stackingfotos, Videos und Computeranimationen sollen bei Interessierten die Faszination für die Insektenwelt wecken. Interaktive Spiele, ein Begleitkatalog sowie ein umfangreiches Vermittlungsprogramm sind ebenfalls geplant. An mehreren Ausstellungsstandorten werden zusätzlich Stationen im Freien zur Demonstration von optimal eingesäten Blühwiesen und vorbildlich gestaltete Nisthilfen für Insekten eingerichtet. Die Ausstellung wird zunächst in acht Museen im norddeutschen Raum gezeigt und anschließend durch weitere Museen in ganz Deutschland wandern. An allen Ausstellungsorten ist darüber hinaus ein informatives Begleitprogramm vorgesehen.

Engagement fördern

Die Ausstellung soll die Bevölkerung über Naturzusammenhänge aufklären und Besucherinnen und Besuchern ‒ insbesondere Kindern und Jugendlichen ‒ das Rüstzeug für eine aktive Teilnahme am Natur- und Insektenschutz geben und zu eigenem Engagement anregen. Mit Hilfe einer die Besucher emotionalen Ansprache und Wissensvermittlung, ist es das übergeordnete Ziel der Ausstellung, das zuweilen negative Image der Insekten bei der Bevölkerung in Faszination zu wandeln.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)

Bundesländer: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Laufzeit: Oktober 2020 – September 2023

Gesamt-Finanzvolumen: 756 Tsd. €

Projektträger: Universität Hamburg, Centrum für Naturkunde

Kooperationspartner: Zoologisches Museum der Universität Greifswald, Zoologische Sammlung der Universität Rostock, Müritzeum Waren (Müritz), Überseemuseum Bremen, Museum für Natur und Umwelt Lübeck, Staatliches Naturhistorisches Museum in Braunschweig, Landesmuseum Natur und Mensch

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Webseite: im Aufbau

Kontakt:

Martin Husemann

Centrum für Naturkunde
Universität Hamburg
Martin-Luther-King-Platz 3
20146 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 42838 2372
E-Mail: Martin.Husemann@uni-hamburg.de

Letzte Änderung: 13.10.2020

 Artikel drucken