Bundesamt für Naturschutz

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Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund


Artenarmes Gewässerumfeld (© LPV Rügen e.V.)
Gelände mit gemähter Wiese, Büschen und Gewässer
Gräben bei Thonstetten (© Matthias Maino)
Landschaft im Winter mit Hecken im Hintergrund
Die Vechte-Aue, Landkreis Grafschaft Bentheim (© Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim)
Luftbild der Vechte-Aue

Die biologische Vielfalt ist stark von der Zerschneidung und Verinselung von Lebensräumen betroffen. Das Schaffen eines Biotopverbunds zählt daher zu den wichtigen Aufgaben des Naturschutzes. Das Projekt zielt darauf ab, bundesweit eine nachhaltige institutionelle Stärkung des Themas Biotopverbund auf kommunaler Ebene zu erreichen. Es sollen wertvolle und beispielhafte  Beiträge zur Umsetzung des bundesweiten und länderübergreifenden Biotopverbunds in Deutschland geleistet werden.

Bundesweite Informationskampagne

Anthropogen beeinträchtigte Biotope aufwerten, Biotopverbünde stärken sowie Kommunen dafür sensibilisieren und begeistern, mitzumachen ‒ diesen Aufgaben stellt sich die Heinz Sielmann Stiftung zusammen mit den drei Verbundpartnern, dem Landschaftspflegeverband Rügen e.V., der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim und dem Landschaftspflegeverband Freising e.V.

Eine Informationskampagne gehört zu den wesentlichen Elementen des Projektes - mit einer umfangreichen, informativen und zielgruppengerechten Internetpräsenz, praxisorientierten Workshops für Kommunen sowie einem Handlungsleitfaden zur Institutionalisierung des Themas Biotopverbund auf kommunaler Ebene. In diesem Rahmen sollen in drei Modellregionen (Mecklenburg-Vorpommern/ Insel Rügen, Niedersachsen/ Grafschafter Vechte und Dinkeltal, Bayern/ Freisinger Ampertal) Biotopaufwertungen und -verknüpfungen als Beispielprojekte zum Aufbau des bundesweiten Biotopverbunds umgesetzt werden. Die Ergebnisse der Modellregionen fließen auch in den Leitfaden, der bundesweit Anwendung finden wird.

Feuchtgebiete als Trittsteinbiotope

Der Verbundpartner Landschaftspflegverband Rügen wird im Rahmen des Projektes mehrere dorfnahe Kleingewässer auf der Insel in einen möglichst naturnahen Zustand entwickeln. Die durch natürliche, aber auch anthropogene Einflüsse verlandeten Gewässer sollen durch Entschlammen sowie eine naturnahe Gewässer- und Ufergestaltung ihre wichtige Habitatfunktion wiedererlangen. So entstehen Trittsteinbiotope, die vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten und die Ausbreitung oder Wanderung über weitere Strecken ermöglichen.

Die Biotopaufwertung im niedersächsischen Landkreis Grafschaft Bentheim erfolgt an den Überschwemmungsbereichen der Flüsse Dinkel und Vechte, um einen Biotopverbundkorridor entlang der Flüsse zu entwickeln und durch akzeptanzerhöhende Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten. Die dauerhafte Etablierung eines Runden Tisches mit regionalen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren als Gesprächs- und Handlungsplattform soll ein Modell für die Institutionalisierung der Biotopverbundthematik im ländlichen Raum sein.

Das Projektgebiet im oberbayrischen Landkreis Freising umfasst das Ampertal sowie das nördlich angrenzende Tertiärhügelland. Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit vor Ort soll die kommunalen Entscheidungsträger, aber auch andere Akteure in der Modellregion für die Bedeutung des regionalen und bundesweiten Biotopverbunds sensibilisieren. Das Wiesenbrütergebiet Thonstetten hat in den letzten 20 Jahren zu Gunsten von Ackerflächen stark an Biotopqualität eingebüßt. Biotopmaßnahmen und eine Extensivbeweidung mit Wasserbüffeln sollen hier die Wertigkeit des Gebiets steigern und einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund im Ampertal leisten. 

Die Maßnahmen sollen einen Modellcharakter entfalten und eine Multiplikatorwirkung bei weiteren Kommunen vor Ort wie auch bundesweit bewirken. Zusätzlich soll die bundesweite Informationskampagne auf andere Naturschutzprojekte wirken und für das Thema Biotopverbund sensibilisieren.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)

Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bayern

Laufzeit: August 2020 – Juli 2024

Gesamt-Finanzvolumen: 3,1 Mio. €

Koordinierender Projektpartner: Heinz Sielmann Stiftung

Verbundpartner: Landschaftspflegeverband Rügen e.V., Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, Landschaftspflegeverband Freising e.V.

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Ostseestiftung, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Bayerischer Naturschutzfonds

Webseite: im Aufbau

Kontakt:

Dr. Katharina Sliwinski

Heinz Sielmann Stiftung
Dyrotzer Ring 4
14641 Wustermark OT Elstal

Tel.: +49 (0) 5527 914439
E-Mail: katharina.sliwinski@sielmann-stiftung.de

Letzte Änderung: 16.10.2020

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