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INsektenSchutzAkademie INSA


Die Wiesenhummel beim Blütenbesuch (© Katharina Warmuth)
Eine Wiesenhummel besucht eine violette Storchschnabelblüte
Insektenbeobachtung im heimischen Garten (© Beate Nicolai)
Ein Mädchen hält eine verblühte Blüte der Wilden Möhre in der Hand, auf der Wanzen sitzen.
Das grüne Heupferd im Privatgarten aufgenommen (© Klaus-Dieter Haak)
Eine Larve des Grünen Heupferds sitz auf einer Calendula-Blüte.

Die Thematik des Insektenrückgangs ist mittlerweile in der Öffentlichkeit allgegenwärtig. Allerdings ist das Wissen über Insekten und deren Lebensbedingungen in der Bevölkerung nur schwach ausgeprägt. Besonders über die Möglichkeiten, einen eigenen Beitrag zum Insektenschutz zu leisten, gibt es nicht genügend Kenntnisse. Dabei kommt privaten Gärten als Lebensraum für Insekten und zum Erhalt der biologischen Vielfalt eine wichtige Rolle zu.

Vor diesem Hintergrund will das Umweltzentrum Hollen mit dem Projekt „INsektenSchutzAkademie INSA – Insektenschutz im eigenen Garten“ auf beispielhafte Weise ein Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt und den Insektenschutz in Gärten schaffen. Das Projekt will Impulse für privates Engagement im Insektenschutz geben und Kompetenzen für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen vermitteln.

Insektenschutz-Schaugarten und regionale Bildungsangebote

Die Insektenschutzakademie soll ein breites Spektrum von Bildungsangeboten zu den Themen Biodiversität und Insektenschutz zur Verfügung stellen, die im Laufe des Projektes entwickelt und erprobt werden. Grundlage der Angebote bildet der Ansatz einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Zentraler Bestandteil der Akademie wird die Gestaltung eines Insektenschutz-Schaugartens mit Informationstafeln auf dem öffentlich zugänglichen Gelände des Umweltzentrums Hollen sein, in dem Besucherinnen und Besucher erfahren, wie sie ihren Garten zu einem wertvollen Lebensraum für Insekten aufwerten können. Auf Fortbildungen und Vorträgen vor Ort können sie ihr Wissen erweitern. Für Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zur Sekundarstufe als „Insektenschützende der Zukunft“ werden differenzierte Unterrichtseinheiten konzipiert und außerschulische Angebote durchgeführt.

Alle Teilnehmenden der Akademie werden motiviert, in ihrem eigenen Garten neue Lebensräume zu schaffen und das Insektenvorkommen anhand eines Fragebogens zu erfassen. Damit wird neben der Vermittlung taxonomischer Kenntnisse auch ein Monitoring der Projektauswirkung mit Citizen Science-Aspekt realisiert.

Als Austausch- und Vernetzungsplattform zwischen Teilnehmenden der Akademie, anderen Aktiven und Interessierten der Region wird zudem ein offener „Runder Tisch“ mit regelmäßigen Treffen eingerichtet. Auch wird jährlich ein Insektenschutz-Aktionstag mit öffentlichen Angeboten ausgerichtet.

Virtuelle Akademie – von der Weser-Ems-Region zur bundesweiten Anwendung

Parallel zu den Angeboten vor Ort wird die Akademie auch virtuell entstehen. Hierfür wird ein interaktiver, virtueller Rundgang durch den Insektenschutz-Schaugarten erstellt, der an verschiedenen Stationen Informationen, Bilder und Kurzvideos bereithält. Zusätzlich stehen die für die regionale Akademie entwickelten und für die digitale bzw. eigenständige Anwendung angepassten schulischen und außerschulischen Materialien, Unterrichtsreihen, Fortbildungen und Vorträge als Downloads zur Verfügung.

Das regionale Projekt will eine bundesweite Aufmerksamkeit erlangen, um möglichst viele Menschen für die Bedeutung der biologischen Vielfalt und insbesondere des Insektenschutzes zu sensibilisieren. Mit dem virtuellen Akademie-Format, Teilnahmen an Netzwerktreffen, Messen und anderen überregionalen Veranstaltungen, der Fortbildung von Fachleuten anderer Umweltbildungseinrichtungen und dem Aufbau konkreter Kooperationen mit anderen Einrichtungen soll das umgesetzt werden.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)

Bundesland: Niedersachsen

Laufzeit: August 2020 – Januar 2025

Gesamt-Finanzvolumen: 770 Tsd. €

Projektträger: Regionales Umweltbildungszentrum Hollen e.V.

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung

Webseite: im Aufbau

Kontakt:

Marina Becker-Kückens

Regionales Umweltbildungszentrum Hollen e.V.
Holler Weg 35
27777 Ganderkesee

Tel.: +49 (0) 4223 95056
E-Mail: insa@ruzhollen.de

Letzte Änderung: 05.10.2020

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