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Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz


Ackerhummel an kriechendem Günsel (© Christopher Bause/WWF)
Eine Hummel fliegt eine Blüte des Kriechenden Günsels an.
Blühwiese neben Getreidefeld an der Ostsee (© Sonja Ritter/WWF)
Eine Blühwiese grenzt an ein Getreidefeld
Feldmaikäfer (Melolontha melolontha) (© Chris Martin Bahr/WWF)
Ein Maikäfer sitzt auf einem Ast.

Die Insektenvielfalt ist weltweit bedroht. Das Projekt „Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“ stützt sich auf den Modellcharakter dieser Regionen und untersucht bundesweit in fünf Biosphärenreservaten Verfahren und Strukturen zum Insektenschutz in Kulturlandschaften.

Zusammen für mehr Insektenvielfalt in Kulturlandschaften

In einem gemeinsamen Prozess werden mit den Verwaltungen der Biosphärenreservate und interessierten Landwirtinnen und Landwirten standort- und betriebsspezifische Maßnahmen zur Beförderung der Insektenfauna geplant und in die Umsetzung überführt. Auch weitere Flächennutzende wie z. B. Unterhaltungs- und Pflegeverbände, Kommunen, Straßenmeistereien oder Wasser- und Bodenverbände sollen in die Umsetzung von insektenfördernden Maßnahmen einbezogen werden.

Die Akzeptanz insektenfördernder Maßnahmen in der Landwirtschaft wird wesentlich durch die ökonomische Tragfähigkeit und die agrarökologischen Auswirkungen beeinflusst. Daher sollen vorhandene und im Rahmen des Vorhabens neu entwickelte Maßnahmen auf ihre ökonomischen und agrarökologischen Effekte untersucht und in einem gemeinsamen Prozess mit Landwirtinnen und Landwirten angepasst und optimiert werden.

Ein Schwerpunkt im Projekt ist die Kommunikation mit den beteiligten Akteuren: Neben der Verbreitung des Themas in der breiten Öffentlichkeit werden Entscheidungsträgerinnen und -träger informiert und Handlungsoptionen und -ansätze auf politischer Ebene aufgezeigt. Dazu werden die Projektansätze und -fortschritte laufend über verschiedene Informationskanäle in der (Fach-) Öffentlichkeit und der Politik kommuniziert.

Mit angewandter Begleitforschung zu neuen Erkenntnissen

Um verlässliche Daten zum Insektenschutz und dessen Auswirkungen auf die Flächen, Landschaft und beteiligten Landnutzer zu generieren, ist ein begleitendes agrarökologisches, ökonomisches und ökologisches Monitoring, eingebettet in eine angewandte Begleitforschung, vorgesehen. Für das Projekt-Monitoring werden Insektengruppen ausgewählt, die als Leitgruppen für die Insektenvielfalt der jeweiligen Lebensräume gelten. Wenig bekannt ist bisher über die Wirkung und Funktion linienförmiger Randstrukturen als Vernetzungselemente für Insekten. Aus diesem Grund soll ein wesentlicher Fokus der geplanten Umsetzungen in den BR auf linienförmigen Randstrukturen liegen.

Für die Übertragbarkeit sollen die im Projekt modellhaft erarbeiteten Vorgehensweisen und erprobten Methoden der Zusammenarbeit und Wissensvermittlung so aufbereitet werden, dass sie auf alle deutschen Biosphärenreservate sowie Naturparke und andere naturschutzfachliche Organisationen wie Landschaftserhaltungs- bzw. -pflegeverbände oder Stiftungen vom Ansatz her übertragbar sind.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS)

Bundesländer: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt

Laufzeit: Januar 2020 – Dezember 2025

Gesamt-Finanzvolumen: 7,88 Mio. €

Koordinierender Projektpartner: WWF Deutschland

Projektpartner: Nationale Naturlandschaften e.V., Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU)

Webseite: im Aufbau

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Diana Pretzell
WWF Deutschland
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin

Tel: +49 30 311777280
E-Mail: diana.pretzell@wwf.de