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BeachExplorer – Umweltbeobachtung und Umweltbildung im Wattenmeer


Schnecken am Spülsaum. Foto: Rainer Borcherding
Schnecken am Spülsaum. Foto: Rainer Borcherding
Muschelsuche auf Rømø. Foto: Rainer Borcherding
Muschelsuche auf Rømø. Foto: Rainer Borcherding
Muschelsuche auf Helgoland. Foto: Rainer Borcherding
Muschelsuche auf Helgoland. Foto: Rainer Borcherding

Das Projekt BeachExplorer/BalticExplorer will die Besucher des Wattenmeeres und der Nord- und Ostseeküste für die Biodiversität sensibilisieren und zur gezielten Naturbeobachtung motivieren. Gäste, Anwohner, Schutzgebietsbetreuer und Schulklassen sollen via Smartphone direkt vor Ort Informationen zu Pflanzen und Tieren abrufen und ihre eigenen Strandbeobachtungen unmittelbar in eine Online-Datenbank einspeisen können. Mit Hilfe dieser neuen technischen Möglichkeiten sollen breite Bevölkerungsgruppen direkt am Strand erreicht und in naturbezogene Bildungsprozesse einbezogen werden. 

Dazu steht ein eigenes Webportal mit Artensteckbriefen, Bestimmungshilfen und einer Funddatenbank zur Verfügung. Die Informationen sind sowohl über PC als auch Smartphones zugänglich und mit eigens dafür entwickelten Apps nutzbar. Neben Informationen hält die Webseite auch didaktisch aufbereitete Bildungsangebote für Schulklassen und andere interessierte Nutzer bereit.

Nach der erfolgreichen Etablierung des BeachExplorers wird zurzeit an der Erstellung des BalticExplorers gearbeitet. Der BalticExplorer wird das Projekt auf den deutschen Ostseeküstenraum ausweiten, so dass Besucher der Ostseeküste in absehbarer Zeit ebenfalls Strandfunde melden können.

Mit dem BeachExplorer/BalticExplorer können Funde und Beobachtungen von Tieren, Pflanzen und anderen Besonderheiten am Strand via GPS (Global Positioning System) lokalisiert und in eine Online-Datenbank eingegeben werden. Aus den so gewonnenen Daten werden Verbreitungskarten erzeugt und auf der Webseite dargestellt. Die Artbestimmung erfolgt in einem schrittweisen Auswahlverfahren anhand von Fotos. Alle eingegebenen Daten werden einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Ein Datenexport für wissenschaftliche Zwecke ist vorgesehen.

Die Beobachtungen sollen helfen, Wissenslücken zu schließen und Wandlungsprozesse im Wattenmeer und in der Nord- und Ostsee, wie sie bspw. durch den Klimawandel verursacht werden, zu dokumentieren. Die Informationen stehen sowohl in der Bildungsarbeit als auch für wissenschaftliche Auswertungen zur Verfügung. 

Das Projekt ist mit bestehenden Projekten wie der Internationalen Wattenmeer-Schule IWSS und dem Netzwerk und Infoportal „Meeresbürger“ eng vernetzt. Zu den Datenbanken Recorder D und GBIF-D (Global Biodiversity Information Facility - Deutschland) sollen Schnittstellen entstehen. Mit ArtenFinderRLP und anymals.org findet ein inhaltlicher Austausch statt. 

Durch Kooperationen mit anderen Webportalen wie www.naturgucker.de und www.offene-naturfuehrer.de werden die Nutzer des BeachExplorers/BalticExplorers zudem eingeladen, sich auch zu Hause im Binnenland weiter mit Naturbeobachtungen zu befassen.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Weitere Maßnahmen

Bundesland: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern

Laufzeit: 01.12.2012–31.12.2015

Gesamt-Finanzvolumen: 478 Tsd. €

Projektträger: Schutzstation Wattenmeer e. V.

Projektpartner: Lighthouse Foundation

Fördergeber:  Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) / Bundesamt für Naturschutz (BfN), BINGO!-Umweltlotterie

Abschlussbericht

Webseite: www.beachexplorer.org/

Film zum Projekt: https://www.facebook.com/schutzstation/posts/1004468112923536

 

Ansprechpartner:

Dipl.-Biol. Rainer Borcherding
Schutzstation Wattenmeer
Hafenstr. 3
25813 Husum

Tel: 04841 668542
E-Mail: r.borcherding@schutzstation-wattenmeer.de

Letzte Änderung: 23.08.2019

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