Bundesamt für Naturschutz

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Artenvielfalt im urbanen Raum


Bergsenkung im Stadtgebiet Rheinberg (© Hans Glader)
Wassergefüllte Senke, im Hintergrund Wald
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (© Michael Stevens)
Schmetterling Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling sitzen auf Wiesenknopf
Regiosaatgut (© Sabine Eberwein)
Gefäße mit Regiosaatgut

Im Kreis Wesel setzt sich die Biologische Station im Kreis Wesel e. V. (BSKW) dafür ein, die  biologische Vielfalt genau dort zu fördern, wo keine konkrete Verpflichtungen zum Schutz der Natur bestehen. Im Projekt "Artenvielfalt im urbanen Raum" sollen dafür Lebensräume in Industrie- und Gewerbegebieten insbesondere für Insekten verbessert werden. Auch kommunale und private Flächen, aber auch Bergbaufolgelandschaften stehen im Fokus der Naturschutzmaßnahmen.

Lebensräume für mehr Artenvielfalt aufwerten

Der 175 Hektar große Industrie- und Gewerbepark Bucholtwelmen bei Hünxe trennt die FFH-Gebiete „Drevenacker Dünen“ im Norden und „Kaninchenberge“ im Süden.Hier sollen Insekten auf den Grünflächen gefördert werden, um weiche Übergänge zu der umgebenden Kulturlandschaft zu schaffen und einen Biotopverbund zwischen den FFH-Gebieten zu ermöglichen. Geplant sind dafür Naturschutzmaßnahmen wie die Anlage von Brut- und Nisthilfen und von Kleinbiotopen und Kleingewässern oder auch die Einrichtung insektenfreundlicher Beleuchtung.

Förderung von Insekten im Siedlungsraum

Die 13 Kommunen im Kreis Wesel engagieren sich gemeinsam gegen den fortschreitenden Verlust der Insektenvielfalt. Um dieses Engagement zu fördern, wird die Biologische Station im Kreis Wesel die Kommunen, aber auch Bürgerinnen und Bürger bei der Umsetzung von Insektenschutzmaßnahmen beraten und anleiten - zum Beispiel bei der Beschaffung und Ansiedlung von standortgerechten, regionalen Pflanzenarten. Hierzu werden für etwa fünf regionaltypische Standorte Handlungskonzepte entwickelt und auf Musterflächen erprobt. Geplant ist der Aufbau eines regionalen Netzwerks zum Erfahrungs- und Wissensaustausch über das Projektende hinaus.

Kommunikation, Information und Wissensaustausch

Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen von Naturschutzprojekten ist die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten sowie der Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten. Durch Fachtagungen, Seminare, Workshops und Exkursionen werden regional die Beteiligten informiert und überregional der Wissensaustausch gestärkt.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Stadtnatur

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Laufzeit: September 2022 – Februar 2028

Gesamt-Finanzvolumen: 606.000 €

Koordinierender Projektpartner: Biologische Station im Kreis Wesel

Fördergeber: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)  sowie  Ministerium für Umwelt, Natur und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV)Kreis Wesel, Stöckmann-Stiftung zur Förderung von Umwelt- und Naturschutz

Webseite: im Aufbau

Kontakt:

Klaus Kretschmer

Biologische Station im Kreis Wesel
Freybergweg 9
46483 Wesel

Tel.: +49 (0) 281 96252 17
E-Mail: kretschmer@bskw.de

Letzte Änderung: 13.01.2023

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