Bundesamt für Naturschutz

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Laufende Projekte

Waldgartenstruktur (© STATTwerke e.V.)
Waldgarten mit vielfältiger Vegetationsstruktur

Waldgärten können einen großen Beitrag zur biologischen Vielfalt leisten. Ziel des Projektes WASYS ist es, verschiedene Waldgartensysteme zu testen und großflächig als landwirtschaftliche Produktionssysteme zum Schutz und zur Erhöhung der Insektenvielfalt zu etablieren.


Sandküste von St. Peter-Ording (© Martin Stock)
Luftbildaufnahme der Sandküste St. Peter-Ording

Der Verlust wertvoller Lebensräume sowie der beschleunigte Meeresspiegelanstieg gefährden die biologische Vielfalt der zum schleswig-holsteinischen Wattenmeer gehörenden Sandküste von St. Peter-Ording. Das Projekt möchte die Natürlichkeit und Artenvielfalt vor allem der Binnendünen dieses Küstenabschnitts wiederherstellen und stärken. Die Maßnahmen sollen die Küste auf zukünftige Veränderungen durch den Meeresspiegelanstieg vorbereiten.


Hochmoor-Mosaikjungfer (Aeshna subarctica) (© Lotta Zoch)
Weibchen einer Torfmosaikjungfer bei der Eiablage

Hochmoore sind von großer Bedeutung für die biologische Vielfalt und den Klimaschutz. Werden diese Flächen entwässert und abgebaut, bleiben große, homogene und weitgehend vegetationsfreie Flächen zurück. Im Projekt „Insekten beleben Moore“ sollen auf solchen Flächen die Lebensbedingungen für Insekten wiederhergestellt und dauerhaft verbessert werden.


Exkursion in der Rheinaue (©Marc Bieschinski)
Eine Gruppe von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern blickt mit Ferngläsern auf ein Gewässer.

Die Kenntnis der Artenvielfalt ist eine essenzielle Grundlage für den Naturschutz. Bundesweit fehlt es jedoch an Fachleuten in Behörden, Universitäten, Fachgesellschaften und Verbänden, die dieses taxonomische Wissen zur Untersuchung und zum Schutz der biologischen Vielfalt einsetzen können. Das Projekt FörTax setzt bei seiner Initiative für mehr Artenkenntnis auf die Förderung und Ausbildung von interessierten jugendlichen Schülerinnen und Schülern und Erwachsenen.


Urbaner Insektenlebensraum in Bayreuth (©matthiask.net)
Blühender Garten mit Totholz und Insektenhotel

Urbane Räume spielen für die Förderung der Biodiversität eine wichtige Rolle: Im naturnahen Zustand können sie Rückzugsorte für bedrohte Arten sein und dabei gleichzeitig das Bewusstsein der Bevölkerung für die biologische Vielfalt erhöhen. In Bayreuth sollen jetzt im Projekt „Urbane Insektenbiotope“ in gemeinschaftlichen Aktionen naturnahe Bereiche auf städtischen Flächen geschaffen werden.


Radweg in Gelnhausen (© UNB MKK)
Blühender Wegrand, im Hintergrund Häuser

Im hessischen Main-Kinzig-Kreis sollen nicht genutzte Flächen zu insektenfreundlichen Lebensräumen umgewandelt und langfristig erhalten werden. Dazu setzen der Kreis und der örtliche LPV auf das Engagement aller, die Flächen besitzen, verwalten oder angrenzend bewirtschaften. Sie unterstützen sie dabei, sich im Sinne des Natur- und Insektenschutzes um die Flächen zu kümmern und die Idee dauerhaft im Kreis zu verankern.


Einsaat Regiosaatgut im ersten Jahr (© UNB Kreis Soest)
Blütenreicher Saum

Kommunale Wegeparzellen in der Agrarlandschaft leisten einen wichtigen Beitrag zur Strukturvielfalt und haben ein hohes Naturschutzpotenzial. Mit diesem Projekt möchte der Kreis Soest gemeinsam mit fünf Gemeinden, der Landwirtschaft und dem Naturschutz dem schleichenden Rückgang dieser Flächen entgegensteuern, sie gezielt für Insekten aufwerten und übertragbare Handlungsempfehlungen entwickeln.


Verantwortungsart Goldener Scheckenfalter (© Stiftung Naturschutz SH)
Ein goldener Scheckenfalter sitzt auf einer Arnikablüte.

„Wie kann ich Insekten helfen?“ Diese Frage beantwortet das Projekt „Blütenbunt – Insektenreich“ mit Bildungsangeboten und Naturschutzmaßnahmen. Sie sollen die Begeisterung der Bevölkerung für heimische Insekten wecken und Kenntnisse über ihre Lebensweisen und ihre Förderung vermitteln.


Blühender Saum zwischen Acker und Straße (© Philipp Bednarski)
Blühender Saum, links ein Acker, rechts eine Straße

Mit strukturreichen Saumbiotopen in der Agrarlandschaft lassen sich vor allem in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Ackerbauregionen die Artenvielfalt und das Landschaftsbild aufwerten. Das Projekt „VIA Natura“ beabsichtigt, artenreiche Saumbiotope in Thüringen anzulegen und damit auch den Biotopverbund zwischen Natura 2000-Gebieten zu optimieren.


Hauhechelbläuling (Polyommatus icarus) (© Guy Pe’er)
Nahaufnahme: Hauhechel-Bläuling sitzt auf einem Grashalm

Citizen Science bildet die Grundlage für das Projekt „VielFalterGarten“, in dem sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig für die Tagfalter und ihre Lebensräume im Stadtgebiet einsetzen. Schmetterlingsbeobachtungen, Anpflanzungen von Futterpflanzen und Nektarquellen sowie Bewusstseinsförderung für naturnahe Gartengestaltung sollen die Tagfaltervielfalt sichtbar machen und nachhaltig fördern.


Insektenvielfalt im Ackerbau (©Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
Ein Grüne Scheinbockkäfer sitzt auf einer Margerite.

Im Projekt FINKA sollen Lösungsstrategien zur Förderung der Vielfalt von Insekten auf Ackerflächen durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide und Herbizide erarbeitet und eine breite Diskussion innerhalb der Landwirtschaft angestoßen werden. Dafür werden Partnerbetriebe mit je einem konventionell und einem ökologisch arbeitenden Betrieb gebildet, die gemeinsam Strategien entwickeln.


Magerwiese bei Aachen-Orsbach (© Institut für Umweltforschung, RWTH Aachen)
Blick auf eine Magerwiese, im Hintergrund Felder und Hecken

Die Zahl artenreicher Glatthaferwiesen geht insgesamt zurück. Im im Projekt FLIP sollen sie auf bisher intensiv genutzten innerstädtischen Grünflächen (Rasen & Fettweiden) und an die Stadt angrenzenden Intensivwiesen der Agrarlandschaft entwickelt werden. Damit wird mehr Menschen der Wert dieses speziellen Ökosystems vermittelt und neue Lebensraumpotenziale für Pflanzen und Tiere geschaffen.


Umweltbildung am außerschulischen Lernort (© RVR)
Kinder nehmen an einer Umweltbildungsmaßnahme teil.

Die spezielle Stadtnatur des Ruhrgebiets und die biologische Vielfalt ausgewählter Industriebrachen kennen-, wertschätzen, pflegen und erhalten zu lernen, ist das Ziel des Projektes „LELINA – Lern- und Erlebnislabor Industrienatur“. An grünen Lernorten sollen Schülerinnen und Schüler ihr natur- und gesellschaftswissenschaftliches Wissen erweitern und Zusammenhänge erfahren.


Ehrenamtliche helfen bei der Mahd (© S. Schubert)
Ehrenamtliche helfen bei der Mahd.

Viele Menschen möchten sich für die Natur engagieren und Urlaubsreise mit Freiwilligendienst verknüpfen. Bislang wird diese Reiseform, auch Voluntourismus genannt, in Deutschland als Trend der Reisebranche kaum zum Nutzen von gemeinnützigen Organisationen und Projekten aufgegriffen. Dabei bietet das Konzept für den Schutz und die Förderung von biologischer Vielfalt große Chancen.


Gründachvegetation als Nahrungshabitat für Insekten (© Roland Schröder)
Eine Schwebfliege sitzt auf der Blüte einer Heidenelke.

Dachbegrünungen können einen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz leisten. Meist werden extensive Dachbegrünungen in konventioneller Form mit artenarmen Pflanzenmischungen aus gebietsfremden Arten und Zuchtsorten ausgeführt. Im Projekt DaLLî sollen Verfahren und Maßnahmen für naturschutzfachlich hochwertige extensive Dachbegrünungen mit gebietseigenen Wildpflanzen entwickelt werden.


Die Heide-Blattschneiderbiene ist eine Wildbiene, die man auch in Siedlungsnähe antreffen kann (© Christoph Scherber)
Die Heide-Blattschneiderbiene ist eine Wildbiene, die man auch in Siedlungsnähe antreffen kann.

Nicht nur die Arten selbst, sondern auch die Zahl der Expertinnen und Experten, die sich mit speziellen Artengruppen auskennen, nimmt stetig ab. Das Verbundprojekt möchte dem entgegenwirken und Artenkennerinnen und Artenkenner für verschiedene Organismengruppen, mit dem Fokus auf Insekten, ausbilden.


Beweidung einer Naturerbefläche mit Koniks (© Katharina Kuhlmey)
Eine Herde Koniks grast auf einer Naturerbefläche.

Mehr als 156.000 Hektar Flächen wurden seit 2005 aus dem Bundeseigentum an Naturschutzorganisationen und die Bundesländer übertragen. Diese Flächen sollen als Nationales Naturerbe dauerhaft für den Naturschutz gesichert werden. Im Projekt „Naturerbe-Netzwerk Biologische Vielfalt“ sollen gemeinsam mit den Flächeneigentümern bundesweit wirksame Managementstrukturen und -standards geschaffen werden.


Frühling im Weinbau (© Hochschule Geisenheim)
Traubenhyazinthen wachsen zwischen Weinreben.

Weinreben werden in Deutschland in 13 Weinbaugebieten angebaut. Die Arten- und Strukturvielfalt vieler Weinberglandschaften ist jedoch insbesondere in den intensiv genutzten Flachlagen gering und entspricht bei weitem nicht ihrem Potenzial. Daher soll ein deutschlandweit anwendbares Instrument entwickelt werden, mit dem Weinbaubetriebe ein individuelle Förderung der Artenvielfalt umsetzen können.


Junge Menschen engagieren sich ehrenamtlich für die Natur.
(© InsideCreativeHouse/Shutterstock)
Junge Menschen sammeln Müll an einem Strand.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist nicht nur ein Thema, das uns alle angeht, sondern auch eine Aufgabe, zu der alle einen Beitrag leisten können. Das gelingt am besten über ein persönliches Engagement bei einem der vielen tausend ehrenamtlichen Natur- und Artenschutzprojekte in ganz Deutschland. GoNature unterstützt junge Menschen bundesweit dabei, das passende Angebot für sich zu finden.


Essigrosen-Dickfühlerweichwanze (Excentricus planicornis) (© Harald Ostrow)
Essigrosen-Dickfühlerweichwanze sitzt auf einer Knospe der Essigrose.

Die extrem seltene Essigrosen-Dickfühlerweichwanze (Excentricus planicornis) ist an wärmeliebende Säume mit Vorkommen der Essigrose (Rosa gallica) gebunden und hat im FFH-Gebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz Ebern und Umgebung“ im Landkreis Haßberge ihr einziges Vorkommen in Mitteleuropa. Das Projekt ergreift Naturschutzmaßnahmen zu ihrer Erhaltung und anderer typischer Arten des Gebietes.


Blumenwiese im Günztal (© Harald Farkaschovsky)
Blütenreiche Wiese

Das Günztal in Bayerisch-Schwaben ist Teil eines der größten Grünlandgebiete Deutschlands und durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung auch eine bundesweit repräsentative Modellregion für den Insektenrückgang in der Agrarlandschaft. Hier will das Projekt „Insektenfreundliches Günztal“ mit grünlandspezifischen Naturschutzmaßnahmen und Bewirtschaftungsmethoden eingreifen.


Blühwiese neben Getreidefeld an der Ostsee (© Sonja Ritter/WWF)
Eine Blumenwiese grent an ein Getreidefeld

Biosphärenreservate sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht. Hier sollen wertvolle Kulturlandschaften und die darin historisch gewachsene Arten- und Biotopvielfalt geschützt werden. Das Projekt „Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz“ nimmt sich dieser Aufgabe beispielhaft an fünf Biosphärenreservaten bundesweit an.


Landwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft (© Stiftung Rheinische Kulturlandschaft)
Getreidefeld, im Hintergrund Raps

Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind geprägt von einem Verlust der biologischen Vielfalt, der bisher nicht gestoppt werden konnte. Dadurch werden wichtige Ökosystemleistungen in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt. Das Projekt Rheinland hoch 3 untersucht, wie verschiedene Naturschutzmaßnahmen in der Agrarlandschaft kombiniert werden können, um deren Wirkung zu steigern.


Naturnaher Schaugarten in Wachtberg (© Ulrike AufderHeiden)
Naturnaher Garten durch den ein Fußweg führt

Bundesweit verfügen rund 36 Millionen Menschen in Deutschland über private Gartenflächen, zahlreiche Balkone und Terrassen kommen noch dazu. Naturnah gestaltet bieten diese Flächen ein enormes Potenzial für mehr biologische Vielfalt. Das Projekt „Tausende Gärten ‒ Tausende Arten“ will Menschen daher dafür begeistern, im eigenen Garten Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen zu schaffen.


Straßenbegleitgrün in der Stadt (© Uwe Messer)
Ein Auto fährt an einem begrünten Seitenstreifen entlang.

Stadtnatur ist unverzichtbar: Für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen, die in den Städten leben ebenso wie für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Das Projekt Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt ruft Städte, Gemeinden und Landkreise in einem bundesweiten Wettbewerb dazu auf, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und Ideen für mehr Natur in der Stadt und den Schutz von Insekten zu entwickeln.


Leineschafe (© Anya Wichelhaus)
Eine Herde Leineschafe steht auf einer Wiese.

Im Projekt „Schaf schafft Landschaft“ trägt die jahrhundertealte Tradition der Hüteschäferei dazu bei, die biologische Vielfalt in der Hotspot-Region „Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald“ zu erhalten und zu fördern.


Firmengelände mit begrüntem Dach (© SvenSchulz/Bodensee Stiftung)
Blick auf ein begrüntes Dach

Mehr biologische Vielfalt allgemein und Insektenreichtum insbesondere - das lässt sich auch auf Firmengeländen umsetzen. Mit dem Projekt Außenstelle Natur möchte die Region Hannover den Anteil naturnah und insektenfreundlich gestalteter (Firmen)Flächen vor Ort erhöhen und bundesweit das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Wert der biologischen Vielfalt und die Bedeutung von Insekten steigern.


Schnell verfügbares Pflanzenwissen (©Patrick Mäder)
Pflanzenfoto mit dem Smartphone erstellt

Immer weniger Menschen können eine größere Anzahl von Arten sicher erkennen und ihr Vorkommen in einen ökologischen Zusammenhang stellen. Dies gilt für Laien, aber auch für Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler. Die App Flora Incognita soll für Menschen jeden Alters mit und ohne botanische Vorkenntnisse Pflanzenwissen verfügbar machen und somit das Bewusstsein für die noch vorhandene Artenvielfalt stärken.


Intakter Biotopverbund: Das Grüne Band bei Seebenau (© Dr. Otmar Fugmann)
Das Grüne Band ist umgeben von landwirtschaftlichen Flächen, links Grünland und rechts Acker.

Das Grüne Band wird an bedeutende landes- und bundesweite Biotopverbundachsen angebunden, um die Biotopverbundfunktion zu verbessern, auszuweiten sowie für zusätzliche Arten herzustellen. In 5 Vernetzungsgebieten sollen durch fachliche und finanzielle Unterstützung Landwirtinnen und Landwirte motiviert und unterstützt werden, geeignete Vernetzungsflächen langfristig naturschonend zu bewirtschaften.


Alt und Jung aktiv am Hochbeet (© NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen)
Alt und Jung aktiv am Hochbeet

Alt und Jung engagieren sich gemeinsam für mehr biologische Vielfalt in Kindertages-stätten. Seniorinnen und Senioren, die sich ehrenamtlich einsetzen möchten, werden in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland vom NABU zu Kita-Naturbotschafterinnen und -botschaftern geschult. Schon in ihrer Ausbildung werden sie in Kitas aktiv, um gemeinsam mit den Kindern Wildbienen, Vögeln und Wildkräutern ein neues Zuhause zu geben.


Flugbahnen von Insekten an Straßenleuchte. © Lamiot, WikiCommons

Straßenbeleuchtung kann nachtaktive Fluginsekten stark beeinträchtigen, da viele Insekten vom Licht der Leuchten angezogen werden. Das Projekt „Artenschutz durch umweltverträgliche Beleuchtung“ entwickelt und erprobt ein neues Straßenbeleuchtungsdesign, das die Abstrahlung des Lichtes auf die Flugbahnen von Insekten minimiert und ihren Lebensraum möglichst wenig beeinträchtigt.


Biologische Vielfalt erhalten. © Gabriela Adamski

Die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt bietet vielfältige Möglichkeiten der aktiven gesellschaftlichen Teilhabe. Ziel des Projektes ist es, sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Erwachsene hierfür zu mobilisieren.

 


Die Schwarze Lache als großer künstlich angelegter Teich während der sorbischen Besiedlung.

Im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wird ein Naturerlebnispfad „Heimatgeschichte“ in der Gemeinde Kreba-Neudorf neu gestaltet. Thematisiert wird die intensive Landschaftsumgestaltung während der sorbischen Besiedlung und ihre Auswirkung auf Flora und Fauna.


Clavaria straminea - Keulchen (Clavaria) sind unter den Pilz-Verantwortungsarten © Matthias Lüderitz

Eschenreiche Wälder gehören zu den artenreichsten Waldökosystemen Deutschlands. Sie bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Pilz-Verantwortungs- und Rote-Liste Arten. Aktuell sind viele dieser Lebensgemeinschaften durch das Eschentriebsterben bedroht. Das Projekt FraDiv der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel trägt dazu bei, in Zusammenarbeit mit Praxispartnern in Schleswig-Holstein Empfehlungen und Maßnahmen zur Erhaltung dieser Biodiversität im Zuge des Eschentriebsterbens zu entwickeln und umzusetzen.


Spannende Sorten entdecken. © Katharina Kuehnel
Spannende Sorten entdecken. © Katharina Kuehnel

Alte Gemüsesorten zu erhalten und nachhaltig anzubauen, ist wesentlich für den Erhalt von Artenvielfalt, Bodenfruchtbarkeit und dem traditionellen Wissen um Anbautechniken und Nutzungsmöglichkeiten. Das Projekt “Alte Sorten für junges Gemüse” hat zum Ziel, eine breite Öffentlichkeit für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung selten gewordener Kulturpflanzen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.


Mischwald ist der Lebensraum der Mopsfledermaus. © Markus Dietz
Mischwald ist der Lebensraum der Mopsfledermaus. © Markus Dietz

Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ist schwerpunktmäßig in den Wäldern von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen sowie randlich in Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Deutschland liegt im Zentrum des europäischen Verbreitungsgebiets. Die Mopsfledermaus und ihr Lebensraum sollen durch dieses Projakt zukünftig besser geschützt und gefördert werden.


Die Barbe benötigt Lebensräume mit hoher Strukturvielfalt, wie sie beispielsweise in der Innerste vorzufinden sind. © Aktion Fischotterschutz e.V.

Die Barbe (Barbus barbus) ist eine in Niedersachsen als gefährdet einge-stufte Fischart, für deren Vorkommen und Ausbreitung Deutschland eine große Verantwortung besitzt. Ziel des Projektes ist es, die Habitatvielfalt in den Fließgewässern zu erhöhen und damit die Entwicklung und Ausbreitung der Barbenbestände zu unterstützen.


Gartenschläfer (Eliomys quercinus) © Jiri Bohdal

Die Bestände des Gartenschläfers (Eliomys quercinus) sind in den letzten Jahrzehnten europaweit massiv zurückgegangen. Das Projekt zielt darauf ab, die Ursachen für den Bestandsrückgang zu untersuchen und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um die Bestände des Gartenschläfers in einem großen Teil seines deutschen Verbreitungsgebietes zu sichern.


Das Austernriff: Europäische Austern sind Grundlage für eine ökologisch relevante Biozönose und erhöhen die Biodiversität. © Klaus Janke (AWI)

In Europa gibt es keine Zuchtanlage, die schwerpunktmäßig heimische Austern produziert. Genau hier setzt das Bundesprogramm-Projekt an. Im Projekt soll auf Helgoland eine Zuchtanlage für die Europäische Auster aufgebaut werden. Diese Anlage wird benötigt, um in großem Maßstab junge Austern („Saataustern“) für eine spätere Wiederansiedlung in der deutschen Nordsee zu produzieren.


Arnica montana in Blüte im Alpenvorland © Benjamin Schwarz

Bundesweites Netzwerk verstärkt seine Anstrengungen zum Schutz gefährdeter Wildpflanzen. Das Projekt kümmert sich um den Erhalt der genetischen Vielfalt und verfolgt so ein wichtiges Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.


Feldhamster © Manfred Sattler (AG Feldhamsterschutz der HGON)

Feldhamster zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten in Deutschland. In fünf Bundesländern (HE, NI, RP, TH, ST) sollen nun zielgerichtete Artenhilfs-maßnahmen umgesetzt werden, um die verbliebenen Schwerpunkte der Feld-hamsterverbreitung zu erhalten und zu stärken.


Heuschrecke © Katja Rohde

Beobachtungsdaten zu Vorkommen, Verbreitung und Lebensräumen von Arten haben eine immer größere Bedeutung, wenn es um den Erhalt der biologischen Vielfalt geht. Mit WerBeo soll ein neues Werkzeug entwickelt werden, das die derzeit weit verteilten Beobachtungsdaten verschiedener Artengruppen zusammenführt und öffentlich zugänglich macht.


Biene an Leindotterpflanze © DAW

Naturschonend Erbsen anbauen, Insekten eine wertvolle Nektarquelle bieten und gleichzeitig mit Hilfe einer seltenen Kulturpflanze Zusatzerträge erwirtschaften - all das wird möglich, wenn Erbsen und Leindotter gemeinsam ausgesät werden. Ein Pilotprojekt will jetzt Landwirtinnen und Landwirte dafür gewinnen, von der Erbsen-Monokultur zum Mischfruchtanbau zu wechseln und die dafür notwendige nachhaltige Wertschöpfungskette aufbauen.


Schafherde in Altranft © Felix Grützmacher (NABU)

Das Projekt „Fairpachten“ berät Verpachtende landwirtschaftlicher Flächen dazu, wie ihr Wunsch nach naturschonender Bewirtschaftung in ihre landwirtschaftlichen Pachtverträge einfließen kann. Damit können interessierte Grundeigentümerinnen und -eigentümer einen konkreten Beitrag zur Erhaltung und Steigerung der Arten- und Lebensraumvielfalt in den Kulturland-schaften Deutschlands leisten.


Schäfer auf einem Mager-Trocken-Rasen © LPV

Der Hotspot „Südharzer Zechsteingürtel, Kyffhäuser und Hainleite“ erstreckt sich über die drei Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Das Teilgebiet „Südharzer Zechsteingürtel“ stellt das größte und bedeutendste Gipskarstgebiet Mitteleuropas dar.


Malzfabrik © Stiftung für Mensch und Umwelt, Berlin

Grün- und Freiflächen in städtischen Wohnquartieren verfügen häufig nur über reduzierte Aufenthaltsqualitäten und wenig Möglichkeiten zur Naturerfahrung für die dort lebenden Menschen.


Gehörnte Mauerbiene © Pixabay

Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland bereits auf der Roten Liste. Das Projekt „BienABest“ soll helfen, dem Bienensterben Einhalt zu gebieten und die Bestäubungsleistung nachhaltig zu sichern.


Blütenköpfe der Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata) mit Honigbiene. Foto: Anika Dreilich
Blütenköpfe der Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata) mit Honigbiene. Foto: Anika Dreilich

Bürgerinnen und Bürger werden zu Wildpflanzen-Experten, innerstädtische „Arche“-Flächen zu Begegnungs- und Umweltbildungsorten: Das innovative Umweltbildungs- und Naturschutzprojekt der Botanischen Gärten in Potsdam, Berlin und Marburg sowie des Umweltzentrums Dresden beteiligt Laien aktiv am Schutz und Erhalt gefährdeter heimischer Wildpflanzen und deren genetischer Vielfalt.


Lüneburger Heide. Foto: Prof. Dr. Werner Härdtle (Univ. Lüneburg)

Kulturlandschaften mit Lebensraumkomplexen aus extensiv genutzten Äckern, Heiden und Offenland-Wald-Übergangsbereichen erbringen herausragende Ökosystemleistungen, so z.B. die Speicherung von Kohlenstoff oder Stickstoff, Neubildung von Grundwasser oder sozioökonomische Leistungen. Im Rahmen des interdisziplinär ausgerichteten Projektes werden die von diesen Kulturlandschaften erbrachten Ökosystemleistungen im Zusammenhang mit der für sie typischen Biodiversität qualitativ und quantitativ untersucht sowie neue und adaptive, den genannten Gefährdungsfaktoren Rechnung tragende Management- und Restitutionsverfahren entwickelt.


Gelbbauchunke im Laichhabitat. Foto: Hans Schwaiger
Gelbbauchunke im Laichhabitat. Foto: Hans Schwaiger

Dass Unken gefährdet sind, ist der breiten Öffentlichkeit wenig bekannt. So werden Kleingewässer, die temporär durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung entstehen, von der Bevölkerung oft nicht als wichtiger Lebensraum wahrgenommen. Das Projekt will den Schutz der Verantwortungsart und ihrer Habitate selbstverständlich ins alltägliche Handeln der Menschen integrieren. 


Wildbienenhotel. Foto: Alfons Krismann
Wildbienenhotel. Foto: Alfons Krismann

Struktur- und artenreiche Obstbauflächen sind wichtige Rückzugs-, Nahrungs- und Lebensräume. Das Verbundprojekt soll die Potenziale für die Förderung der Biodiversität und der Ökosystemleistungen im Erwerbsobstbau erheben und zielführende Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Obstbaubetrieben umsetzen.


Frankfurt: Verwilderter Nordpark Bonames an der Niddaschleife ©Umweltamt Stadt Frankfurt am Main
Frankfurt: Verwilderter Nordpark Bonames an der Niddaschleife ©Umweltamt Stadt Frankfurt am Main

Stadt und Wildnis werden häufig als Gegensätze wahrgenommen; wo das eine ist, kann das andere nicht sein. Über ein neues ästhetisches Leitbild von Wildnis in der Stadt will das Projekt diesen Gegensatz aufheben und so die Akzeptanz von extensiv bewirtschafteten Grün- und Sukzessionsflächen in der Stadt verbessern.


Baggersee. Foto: Matthias Emmrich

Kleine Baggerseen von einer Größe < 50 ha sind in der BRD weit verbreitet. Sie werden gerne als Naherholungsgebiete (Angeln, Baden, Spazierengehen, Wildtierbeobachtung) genutzt. Viele Baggerseen in Deutschland werden von Angelvereinen bewirtschaftet. Eine wesentliche Managementmaßnahme ist der Fischbesatz, aber es stehen auch alternative Hegeansätze wie die Aufwertung von Uferlebensräumen zur Verfügung. Lebensraumverbessernde Maßnahmen werden weit seltener eingesetzt als Fischbesatz, sie versprechen aber positive Effekte auf eine ganze Reihe von Organismengruppen sowie die ästhetische Qualität von Baggerseen für die Erholungsnutzung.


Stadt Bad Saulgau: Das Straßenbegleitgrün bietet Potential für großen Artenreichtum
Stadt Bad Saulgau: Das Straßenbegleitgrün bietet Potential für großen Artenreichtum

Das Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ motiviert Städte und Gemeinden in Deutschland zur naturnahen Gestaltung und Pflege von Grün- und Freiflächen. Im Mittelpunkt steht das gleichnamige Label, das die Etablierung einheitlicher ökologischer Standards für den Umgang mit Grünflächen zum Ziel hat.


Grünland, Rastpolder und Auenlebensräume im Projektgebiet. Foto: Hanseatische Naturentwicklung GmbH
Grünland, Rastpolder und Auenlebensräume im Projektgebiet. Foto: Hanseatische Naturentwicklung GmbH

Der weltweite Klimawandel gefährdet bereits heute hochempfindliche Arten und Lebensräume. Er bedroht damit auch die Erfolgsaussichten von Kompensationsmaßnahmen. Das Bremer Verbundprojekt der haneg (Hanseatische Naturentwicklung GmbH) und der Leibniz Universität Hannover will in die Zukunft schauen und mögliche Wirkfaktoren genauer analysieren. Verschiedene Anpassungsmaßnahmen im Grünland sollen die erwarteten Veränderungen abmildern und die Resilienz der Lebensgemeinschaften stärken.


Kiesbank an der Jägerbrücke. Foto: Georg Rast
Kiesbank an der Jägerbrücke. Foto: Georg Rast

Natürliche Flusslandschaften sind extrem selten in Deutschland trotz ihrer außergewöhnlichen Bedeutung für die Artenvielfalt und die Vernetzung der Lebensräume. Das von BMUB und BMBF geförderte Verbundprojekt Wilde Mulde will in stadtnahen Flussabschnitten mit dem aktiven Einbau von großem Totholz und durch Entsteinung von Flussufern die natürliche Verlagerung des Flussbettes fördern. In die Umsetzung wird die lokale Bevölkerung zur Akzeptanzsteigerung aktiv eingebunden. Die entstehenden Veränderungsprozesse am Fluss und in der Aue sollen durch Zeitrafferaufnahmen für eine breite Öffentlichkeit erlebbar werden. In das Vorhaben sind umfassende ökosystembezogene Forschungsarbeiten integriert.


Rehbock. Foto: Soru Epotok/Fotolia
Rehbock. Foto: Soru Epotok/Fotolia

In fünf großflächigen Projektregionen, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, erforscht das Projekt, wie sich ein verändertes Wildtiermanagement auf die natürliche Verjüngung des Waldes und die biologische Vielfalt der Waldgesellschaften auswirkt.


Teilnehmer Workshop © Gespa
Jugendliche beim Medienworkshop der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft e.V. © Gespa

In Medienworkshops zur biologischen Vielfalt setzen sich Jugendliche mit dem Thema Biodiversität auseinander. Sie lernen den Umgang mit der Kamera und die Schritte der Filmproduktion. Schauplätze sind u.a. Naturschutzgebiete, Natur- und Nationalparks, Biosphärenreservate sowie Naturerbeflächen.


AgoraNatura-Konsortium. Foto: ZALF
AgoraNatura-Konsortium. Foto: ZALF

Durch den anhaltenden Biodiversitätsverlust ist die Bereitstellung von Leistungen der Ökosysteme, die dem Menschen zugute kommen, bedroht. Ziel des Projektes AgoraNatura ist die forschungsbasierte Entwicklung eines Online-Marktplatzes, um die Bereitstellung von Ökosystemleistungen und Biodiversität deutschlandweit zu fördern und Anbieter und Nachfragende miteinander zu vernetzen.


Baumpilze auf Fichte. Foto: Universität Marburg
Baumpilze auf Fichte. Foto: Universität Marburg

Wälder stellen zahlreiche Ökosystemleistungen bereit, für die Totholz eine zentrale Rolle spielt. Das Projekt erarbeitet gemeinsam mit Forstwirtschaft und Bürgern praxisgerechte Konzepte für eine nachhaltige Nutzung von Wäldern, um die Bereitstellung von Ökosystem-leistungen zu optimieren und seltene Arten zu fördern, die von Totholz abhängig sind.


Flussperlmuschel. Foto: Technische Universität Dresden
Flussperlmuschel. Foto: Technische Universität Dresden

Malermuschel (Unio pictorum) und Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) waren früher häufige Großmuschelarten in unseren Gewässern. Aufgrund des andauernden rapiden Rückgangs sind sie heute gefährdet (Malermuschel) oder vom Aussterben bedroht (Flusspermuschel). Das Projekt „ArKoNaVera“ entwickelt Konzepte, die zu einem sich selbst erhaltenden Bestand dieser Großmuschelarten führen sollen.


Goldener Scheckenfalter © Regina Saller
Goldener Scheckenfalter © Regina Saller

Der Goldene Scheckenfalter ist bundesweit stark gefährdet. Das Projekt zwischen Bayern, Sachsen und der Tschechischen Republik will die Lebensraumsituation für Euphydryas aurinia verbessern, bestehende Vorkommen stabilisieren und im Projektgebiet eine überlebensfähige Population aufbauen.


Vielfalt im Blühstreifen © Wolfgang Ganser
Vielfalt im Blühstreifen © Wolfgang Ganser

Das Projekt ist Teil des Verbundprojektes „Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt“. Dieses erprobt in Modellregionen, wie die konventionelle Landwirtschaft zur Sicherung ausgewählter Ökosystemleistungen beitragen kann. Das Teilprojekt will im Münsterland den Energiepflanzenanbau optimieren und die Biodiversität stärken.


Biosphärenreservat Bliesgau © Anita Naumann

Um neue Finanzierungsmöglichkeiten für wichtige zusätzliche Klima- und Naturschutzmaßnahmen in den Nationalen Naturlandschaften zu erschließen, baut EUROPARC Deutschland e.V. im Rahmen dieses Projektes Vermarktungsstrukturen für den freiwilligen Kauf von Zertifikaten durch umweltbewusste Unternehmen und Privatpersonen auf.


Biogasanlage hinter einem Rapsfeld © Stephan Leyk - Fotolia
Biogasanlage hinter einem Rapsfeld © Stephan Leyk - Fotolia

Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Welche Beiträge die konventionelle Landwirtschaft zur Sicherung ausgewählter Ökosystemleistungen, wie der Bodenfruchtbarkeit, und zum Erhalt der Biodiversität erbringen kann, soll im Rahmen dieses Verbundprojekts des Deutschen Bauernverbandes erprobt werden. 


Pündericher Marienburg Mosel bei Pünderich Rheinland Pfalz © ah_fotobox - Fotolia
Pündericher Marienburg Mosel bei Pünderich Rheinland Pfalz © ah_fotobox - Fotolia

Das Weinbaugebiet Mosel ist das weltweit größte Steillagenweinbaugebiet – mit besonderen Ökosystemen und einer charakteristischen Tier- und Pflanzenwelt. Das Projekt des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau will Winzer ermutigen, die Flächen weiter nachhaltig zu bewirtschaften und die Landschaft mit ihrer biologischen Vielfalt zu erhalten. 


Ammerschlucht. Foto: Claire Tranter/WWF
Ammerschlucht. Foto: Claire Tranter/WWF

Die Hotspot-Regionen um Lech, Ammer, Loisach und Isar beheimaten seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Da die Alpenflüsse sehr störungsempfindlich und nur noch partiell intakt sind, ist es Ziel des Verbundprojekts, die vorhandene Biodiversität zu verbessern sowie Strukturen und Akzeptanz für eine Revitalisierung zu schaffen.


Arnikablüte. Foto: Martina Förster
Arnikablüte. Foto: Martina Förster

Die Bestände der mitteleuropäischen Blütenpflanze Arnika sind dramatisch eingebrochen. Am Beispiel von Beständen und Standorten in Mittelhessen erforscht das Projekt „Arnica Montana“ die Hintergründe des Rückgangs. Darauf aufbauend wird ein deutschlandweit übertragbares Managementkonzept für den Arterhalt entwickelt und erprobt.


Buchenhallenwald, DBU-Naturerbe Prora. Foto: DBU Naturerbe/H. Culmsee
Buchenhallenwald, DBU-Naturerbe Prora. Foto: DBU Naturerbe/H. Culmsee

Die natürliche Entwicklung von Wäldern ist Leitbild für die Flächen des Nationalen Naturerbes. Die Waldbestände, häufig ehemals bewirtschaftete strukturarme Kiefernwälder, dauerhaft aus der Nutzung zu nehmen und möglichst schnell einer natürlichen Entwicklung zuzuführen, ist Schwerpunkt des Forschungsprojekts. 


Foto: Biosphärenreservat Rhön
Foto: Biosphärenreservat Rhön

Mehr als die Hälfte des Bestandes des seltenen Rotmilans ist in Deutschland beheimatet – mit der Rhön als bedeutsamer Brutregion. Jedoch ist der Bestand seit Jahren rückläufig, hauptsächlich infolge des Verlustes von Grünland als Nahrungsquelle. Diesen Trend aufzuhalten und umzukehren ist Ziel des Projektes.


Foto: Ostseestiftung
Foto: Ostseestiftung

Die Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide zählt zu den 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland. Das Gebiet umschließt eine einzigartige, vielgestaltige Küstenlandschaft. Aufklärungs-, Schutz- und Renaturierungsmaßnahmen sollen den Erhalt dieses Schatzes der Biodiversität an der deutschen Ostseeküste fördern.


Rotmilan. Foto: Michael Radloff
Rotmilan. Foto: Michael Radloff

Mit vereinten Kräften wollen drei große Naturschutzverbände den Rückgang der Bestände des Rotmilans stoppen. Dazu haben der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten e. V. (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung (DeWiSt) ein gemeinsames bundesweites Verbundvorhaben gestartet.


Scheidiger Gelbstern (Gagea spathacea). Foto: Knut Sturm
Scheidiger Gelbstern (Gagea spathacea). Foto: Knut Sturm

Das Verbundprojekt aus Forschung und Praxis entwickelt Schutzmaßnahmen für den Scheidigen Gelbstern (Gagea spathacea). Die zierliche Pflanze liebt nährstoffreiche und bodennasse Eschen- und Eschen-Buchenwälder und hat einen weltweiten Verbreitungsschwerpunkt in Schleswig-Holstein. Das Projekt dient der Umsetzung der NBS und wird gemeinsam vom BMBF und vom BMU gefördert. 


Hohe Garbe. Foto: Frank Meyer, RANA
Hohe Garbe. Foto: Frank Meyer, RANA

In einem Abschnitt des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe zwischen Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt soll ein modellhafter, großräumiger und länderübergreifender Auenbiotopverbund entstehen. Zentrale Maßnahme ist die Renaturierung der Flussaue in der Hohen Garbe. 


Foto: Klaus Leidorf
Foto: Klaus Leidorf

Das Projekt will die Funktionalität des Grünen Bandes als länderübergreifender Biotopverbund weiter verbessern. Bestehende Lücken im Kernbereich zwischen Kolonnenweg und Ländergrenzen sollen geschlossen werden. In besonders zerstörten Bereichen sollen modellhaft geeignete „Bypass-Lösungen“ entwickelt und etabliert werden.


Papitzer Lachen. Foto: Maria Vitzthum
Papritzer Lachen. Foto: Maria Vitzthum

Im Mittelpunkt des Projektes steht das einzigartige Auwaldgebiet der Luppe im Nordwesten von Leipzig. Die ehemaligen Wasserläufe der Luppe sollen revitalisiert und wieder zu einem Fließgewässer verbunden werden. Auf diese Weise soll die Wasserzufuhr des Auwalds langfristig gesichert werden.


Letzte Änderung: 10.09.2020

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