Bundesamt für Naturschutz

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Beispiel 2 aus einem Projekt zur Entwicklung eines FFH-Lebensraumtyps

Projektziel Nr. X

Entwicklung von Kalk-Pionierrasen (FFH Lebensraumtyp 6110)

Bezug zum BPBV

Erhaltung und Optimierung der naturschutzfachliche Qualitäten des Hotspots der biologischen Vielfalt Nr. xy

Bezug zur NBS

B 1.1.3 (vgl. NBS)

Indikatoren

Erhaltungszustand des LRT: (Lebensraumtypisches Artinventar, Habitatstrukturen & Beeinträchtigungen)

Zielwerte der Indikatoren

Überführung in den nächst besseren Erhaltungszustand bis zum Projektende

Erhebungsmethode

FFH LRT-Kartierung (Habitatstrukturen, Artinventar, Beeinträchtigungen)

Zeitpunkt der Erhebung

Erstaufnahme (ggf. kann auf aktuelle LRT-Beschreibungen zurückgegriffen werden), während Durchführung der Maßnahme im Jahr xy, nach Durchführung der Maßnahme zum Projektende, Ex-Post (also einige Jahre nach Projektende)

Bewertungsmethode

Vorher-Nachher-Vergleich

Erläuterung:

In der NBS wird die konkrete Vision verfolgt, dass die naturraumtypische Vielfalt von Lebensräumen dauerhaft gesichert werden soll, in dem sich diese Lebensräume in einem günstigen Erhaltungszustand befinden. Der Erhaltungszustand, genauer gesagt die Ausprägung des lebensraumtypischen Artinventars, die lebensraumtypischen Habitatstrukturen (z.B. lückige Rasen, Bodenflechten-Bestände) sowie Beeinträchtigungen (z.B. Neophyten oder Verbuschung) stellen somit die Indikatoren für die Ermittlung der Zielerreichung dar. Durch landschaftspflegerische Maßnahmen soll der vorliegende Erhaltungszustand verbessert werden. Insofern besteht hier eine Abgrenzung zu den gesetzlichen Landesverpflichtungen, die sich lediglich auf ein Verschlechterungsverbot beziehen.

Die Kartierungen des Artinventars, der Habitatstrukturen und der Beeinträchtigungen sollen anhand des  Kartier- und Bewertungsschlüssels des FFH-Offenland-Lebensraumtypen des betroffenen Bundeslandes erfolgen. Als Datengrundlage sollen Kartierungen vor Durchführung der Maßnahmen durchgeführt werden (ggf. kann hierfür auch eine aktuelle FFH-Kartierung genutzt werden, die schon besteht). Während und nach Durchführung der Maßnahmen soll die zu entwickelnde Fläche erneut kartiert werden. Durch den Vergleich der ermittelten Daten kann die zeitliche Entwicklung der Flächen aufgezeigt und bewertet werden. Eine Ex-Post Evaluation wird methodisch mit konzipiert.

Letzte Änderung: 21.01.2019

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