Bundesamt für Naturschutz

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Beispiel 1 aus einem Projekt zum Schutz der Gelbbauchunke

Projektziel Nr. X

Stärkung der Gelbbauchunkenpopulation durch Habitat-Optimierung

Bezug zum BPBV

Erhalt und Renaturierung von Lebensräumen, um langfristig überlebensfähige Populationen zu erhalten

Bezug zur Nationalen Biodiversitätsstrategie (NBS)

B 1.1.1 & B 1.1.3 (vgl. NBS )

Indikatoren

1. Populationsgröße im Bezugsraum

2. Umfang und Qualität des Habitats

Zielwerte der Indikatoren

1.1 Steigerung und/oder Stabilisierung der Populationsgröße im Bezugsraum;

2.1 Schaffung von mind. zwei zusätzlichen potenziell nutzbaren Teilhabitaten

2.2 Aufwertung der Ausstattung bereits bestehender Teilhabitate bis zum Projektende

Erhebungsmethode

Kartierung von Gelbbauchunken und Habitaten & GIS Auswertung der Habitate

Zeitpunkt der Erhebungen

Vor Durchführung der Maßnahme, während Durchführung der Maßnahme, nach Durchführung der Maßnahme

Bewertungsmethode

Vorher-Nachher-Vergleich

Erläuterung:

Ein bedeutendes Habitat der Gelbbauchunke liegt im Projektgebiet. Um den Lebensraum und somit den Bestand der Art auf Dauer zu sichern, ist eine Optimierung des Habitats notwendig. In der NBS wird die Vision formuliert, eine für die Naturräume Deutschlands typische Vielfalt von Lebensräumen und Lebensgemeinschaften zu sichern. Dies soll in diesem Fall durch die Anlage von Kleingewässern sowie durch Pflege bestehender Kleingewässer geschehen. Zu untersuchende Indikatoren sind die Populationsgröße der Zielart und der Umfang und die Ausstattung des Habitats. Das Projektziel wird als erreicht angesehen, wenn nach Durchführung der Maßnahmen die Population gewachsen und/oder stabilisiert ist, wenn mindestens zwei zusätzliche potenziell nutzbare Teilhabitate geschaffen wurden und wenn die Ausstattung bestehender Teilhabitate bis  zum Projektende aufgewertet wurde.

Die Ausdehnung des Lebensraumes soll durch einen zeitlichen Vergleich dargestellt werden. Um die Aufwertung des Habitats zu belegen, sollen relevante Habitat- und Beeinträchtigungsparameter erfasst werden. Die Auswertung der GIS-Daten und die Kartierungen (sowohl des Gelbbauchunkenbestandes als auch der Habitate) müssen zunächst vor Durchführung der Maßnahmen stattfinden, um den Ausgangszustand zu ermitteln (Baseline-Studie). Die Habitatkartierungen sollen zeitnah nach Durchführung der Maßnahmen erneut durchgeführt werden, um etwaige Nachbesserungen oder Anpassungen vornehmen zu können. Zur Dokumentation der Entwicklung des Habitats sollen im letzten Projektjahr die GIS-Daten verglichen werden und eine abschließende Habitat- sowie Artkartierung durchgeführt werden. Ein Vorher-Nachher-Vergleich soll schließlich der Bewertung dienen, ob die Maßnahme erfolgreich war. 

Letzte Änderung: 21.01.2019

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