Bundesamt für Naturschutz

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sie haben Fragen zum Bundesprogramm Biologische Vielfalt? Hier finden Sie eine Liste häufig gestellter Fragen. Diese Liste wird fortlaufend erweitert und an aktuelle Entwicklungen angepasst.
Sofern für Sie nach Lektüre dieser Liste Fragen offen bleiben, so senden Sie uns gerne eine E-Mail an bundesprogramm@bfn.de.

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Förderschwerpunkt "Weitere Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung für die Strategie":

Können von konkreten Naturschutzmaßnahmen unabhängige Bildungsprojekte beantragt werden?

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Warum wurden die Richtlinien geändert?

Die Richtlinien zum Bundesprogramm Biologische Vielfalt wurden erstmals am 15.02.2011 veröffentlicht. Unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen und von Hinweisen des BRH wurden sie überarbeitet. Dabei wurde z. B. die Struktur angepasst, das Verfahren der Antragstellung transparenter dargestellt sowie die Förderbedingungen konkreter festgelegt.

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Welche wesentlichen Änderungen ergeben sich durch die geänderten Richtlinien?

Es gilt nun der Grundsatz der Anteilfinanzierung, so dass die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben grundsätzlich bis zu 75 % durch die Anteilfinanzierung vom Bund gedeckt werden können. Darüber hinaus besteht für weniger finanzstarke Institutionen die Möglichkeit, dass auf Antrag eine Fehlbedarfsfinanzierung gewährt werden kann.

Ebenfalls konkretisiert wurde, dass nur der vorhabenbedingte Mehraufwand, der für die Durchführung des Vorhabens anfällt, zuwendungsfähig ist. Dies bedeutet, dass nur die durch das Vorhaben zusätzlich entstehenden Ausgaben gefördert werden können. Der Einsatz von vorhandener Infrastruktur ist nicht mehr mit einem Betrag als unbare Eigenmittel im Finanzrahmen aufzunehmen.

Projektevaluationen müssen nun gemäß dem Leitfaden zur Evaluation von Projekten im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geplant und durchgeführt werden.

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Ab wann gelten die neuen Richtlinien?

Die neuen Richtlinien treten zum 01.08.2018 in Kraft. Da das zweistufige Verfahren vom Einreichen einer Skizze bis zur formellen Antragstellung einige Zeit in Anspruch nimmt, können Interessierte bereits heute auf die ab 01.08.2018 gültigen Richtlinien zurückgreifen.

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Was ist, wenn 25 % Eigen-/Drittmittel nicht aufgebracht werden können?

Gerade für finanzschwächere Institutionen kann auf deren Antrag hin der Fehlbedarf durch die Bundesförderung gedeckt werden.

Im Wege der Fehlbedarfsfinanzierung kann der Fehlbedarf gedeckt werden, der insofern verbleibt, als die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben nicht durch eigene oder fremde Mittel gedeckt werden können. Ein fester Prozentsatz wird hier nicht mehr vorgegeben.

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Was ist der Unterschied zwischen einer Anteilfinanzierung und einer Fehlbedarfsfinanzierung?

Bei der Anteilfinanzierung beteiligt sich der Bund mit einem festgelegten Anteil. Die Höhe des Anteils (Förderquote) richtet sich nach der Interessenlage und Finanzkraft des Zuwendungsempfängers sowie nach der Interessenslage des Zuwendungsgebers. Für Vorhaben im Bundesprogramm Biologische Vielfalt kann die Förderquote grundsätzlich bis zu 75% betragen. Nachträglich hinzutretende Deckungsmittel kommen Zuwendungsgeber und Zuwendungsempfänger gleichermaßen entsprechend der Förderquote zugute. Der Zuwendungsbetrag ist auf einen Höchstbetrag gedeckelt.

Bei der Fehlbedarfsfinanzierung beteiligt sich der Bund in Höhe der nicht anderweitig finanzierbaren Ausgaben am Vorhaben. Die Fehlbedarfsfinanzierung kommt i.d.R. bei weniger finanzstarken Zuwendungsempfängern in Betracht und kann beantragt werden. Die verfügbaren Eigenmittel werden als feste Beträge berücksichtigt. Nachträglich hinzutretende Deckungsmittel kommen dem Zuwendungsgeber zugute. Eigenmittel und ggf. zugesicherte Mittel Dritter müssen in voller Höhe eingebracht werden. Der Zuwendungsbetrag ist auch hier auf einen Höchstbetrag gedeckelt.

Eine angemessene bare Eigenbeteiligung wird, der Finanzkraft der Institution entsprechend, weiterhin vorausgesetzt.

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Muss ich eine neue Skizze oder einen neuen Antrag einreichen, wenn ich eine Skizze / einen Antrag schon vor dem Inkrafttreten der neuen Richtlinien eingereicht habe?

Nein. Das zweistufige Verfahren von der Vorlage und Auswahl der Projektskizzen bis zur Vorlage der förmlichen Förderanträge wird durch die neuen Förder-richtlinien nicht berührt. Über die Auswirkungen und möglicherweise not-wendigen Anpassungen informieren Sie die Mitarbeitenden des Programmbüros des BfN im DLR Projektträger individuell.

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Was passiert bei Änderungen im laufenden Vorhaben?

Notwendige Änderungen (z. B. des Finanzrahmens oder des Arbeitsplanes) in laufenden Vorhaben können auf Antrag des Zuwendungsempfängers vorgenommen werden und der Zuwendungsbescheid entsprechend geändert werden. Die Änderungen sind in der Regel schriftlich zu beantragen und zu begründen. Ein Anspruch auf Änderung besteht nicht. Mit den beantragten Änderungen darf erst begonnen werden, wenn eine Bestätigung bzw. ein geänderter Zuwendungs-bescheid vorliegt.

Die Möglichkeit, Änderungen nach der Bewilligung vorzunehmen zu können, entbindet Sie nicht von einer fundierten Vorhabensplanung.

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Ist als Beleg für das Bundesinteresse eine länderübergreifende Projektkonzeption notwendig?

Die Projekte müssen nicht länderübergreifend konzipiert sein, aber bundesweiten Modellcharakter für die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie haben und eine Multiplikatorwirkung entfalten.

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Können an einer Antragstellung Interessierte mehrere Projektskizzen parallel einreichen?

Grundsätzlich ist dies nicht ausgeschlossen. Allerdings sollte der Arbeitsbelastung bei der möglichen Umsetzung mehrerer Projekte und der jeweils erforderlichen Bereitstellung des Eigenanteils schon im Vorfeld Rechnung getragen werden. Dies gilt auch mit Blick auf die Folgeverpflichtungen nach Abschluss des Vorhabens.

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Wie ist das generelle Vorgehen nachdem eine Skizze eingereicht wurde?

Die Skizze wird im BfN und dem von ihm beauftragten Programmbüro fachlich auf grundsätzliche Förderfähigkeit geprüft. Sie erhalten unaufgefordert Nachricht, wenn sich Rückfragen ergeben oder die Skizze weiter auszuarbeiten ist. Nach Abschluss der Skizzenprüfung erfolgt bei positiver Bewertung eine schriftliche Aufforderung zur Antragsstellung mit ausführlichen Hinweisen.

Die Antragsstellung erfolgt über das elektronische Antragssystem easy-Online.

easy-Online: Elektronisches Formular-System für Anträge, Angebote und Skizzen

Nachdem die Antragsprüfung abgeschlossen ist, wird über eine Förderung entschieden. Bei positiver Prüfung wird der Zuwendungsbescheid des BfN erteilt.

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Wann darf mit dem Vorhaben begonnen werden?

Mit dem Vorhaben darf erst begonnen werden, wenn ein Zuwendungsbescheid vorliegt; in diesem wird die Laufzeit verbindlich geregelt - nur innerhalb dieses Zeitraums dürfen Arbeiten am Projekt durchgeführt werden.

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Kann ein Antrag auch ohne vorgeschaltete Projektskizze gestellt werden?

Die Vorlage einer aussagekräftigen Skizze ist grundsätzlich Voraussetzung für die Antragsstellung (Informationen zum Verfahren)

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Soll sich die Projektidee auf einen Förderschwerpunkt festlegen oder können auch mehrere Schwerpunkte berücksichtigt werden?

Eine Fokussierung der Projektskizze auf einen Förderschwerpunkt ist erwünscht, wobei Hinweise auf positive Auswirkungen und inhaltliche Querbezüge der geplanten Maßnahmen auf weitere Förderschwerpunkte möglich sind.

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Sind Arten- bzw. Biotop- /Lebensraumtypkartierungen förderfähig?

Naturschutzfachliche Grundlagenerhebungen für die erforderliche Analyse der Ausgangssituation und für die weiteren Maßnahmenplanungen sind förderfähig. Im Vorfeld eines Projektes ist jedoch eine nicht förderfähige Analyse und Bewertung der vorhandenen Informationen vorzunehmen. Kartierungen sind kein Hauptziel der Projekte des BPBV.

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Gibt es festgelegte Fristen, bis zu denen Projektskizzen eingereicht werden müssen?

Das Förderprogramm ist langfristig ausgerichtet. Daher können Projektskizzen prinzipiell zu jedem Zeitpunkt eingereicht werden.

Bei Skizzen zum Förderschwerpunkt Hotspots sind die spezifische Mustergliederung und die inhaltlichen Vorgaben des Förderaufrufs zu beachten. 

Projektskizzen für eine Förderung von „Forschungsvorhaben zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ (gemeinsame Bekanntmachung von BMBF und BMU), waren bis zum 15. April 2012 einzureichen und befinden sich gegenwärtig in der Umsetzung. Zu dieser Bekanntmachung können keine Skizzen mehr eingereicht werden. 

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Sind Evaluationen förderfähig?

Alle Vorhaben sind nach Maßgabe der Förderrichtlinie zu evaluieren. Die Evaluation kann - entsprechend begründet - über die maximale Projektlaufzeit von sechs Jahren hinausgehen. Dabei sollen nicht nur klassische naturschutzfachliche Maßnahmen evaluiert werden, vielmehr ist eine wissenschaftlich fundierte Bewertung des gesamten Projektansatzes zu gewährleisten. Die Evaluation sollte durch eine externe Stelle erfolgen, die nicht unmittelbar an der Projektdurchführung beteiligt ist/war. Nutzen Sie für die Erstellung des Evaluationskonzeptes den "Leitfaden zur Evaluation des Bundesprogramms Biologische Vielfalt".

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Können Arten in besonderer Verantwortung auch in benachbarten Regionen / Staaten bei der Förderung berücksichtigt werden?

Die Vorhaben müssen grundsätzlich in der Bundesrepublik Deutschland umgesetzt werden. Die Durchführung sachlich gebotener Maßnahmen im Ausland (z. B. Erfassung und Ursachenanalyse von wandernden Tierarten) ist möglich, soweit der Schwerpunkt des Projekts in Deutschland liegt und die Maßnahmen im Ausland sachlich und finanziell von deutlich untergeordneter Bedeutung sind (s.a. Förderrichtlinie 4.1).

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Wie ist die Abgrenzung zu Verpflichtungen aus der FFH- bzw. der Vogelschutzrichtlinie bei Projekten zu Verantwortungsarten?

Wenn Vorhaben oder einzelne Maßnahmen im Rahmen eines Vorhabens ausschließlich der Erfüllung konkreter gesetzlicher oder aufgrund eines Gesetzes geltender Verpflichtungen des Antragstellers zur Beschränkung von Umwelt- und Naturbelastungen dienen, werden sie nicht gefördert, es sei denn, dass die beantragten Maßnahmen gegenüber herkömmlichen Verfahren zu einem verbesserten Schutz der biologischen Vielfalt führen. Die Verantwortlichkeit des Verursachers für Umweltschäden wird durch die Zuwendung nicht aufgehoben (Förderrichtlinie 5.4).

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Können von konkreten Naturschutzmaßnahmen unabhängige Bildungsprojekte beantragt werden?

Der konkrete Kontext in Bezug auf die Erreichung der Ziele und Maßnahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie muss nachvollziehbar dargestellt werden.

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Was bedeutet „Zuwendung auf Ausgabenbasis bzw. Kostenbasis?“

Diese Begriffe bezeichnen die Abrechnungsart für die Projektförderung. Entsprechend den Vorgaben der Förderrichtlinie werden die Projekte des Bundesprogramms regelmäßig als Zuwendung auf Ausgabenbasis vergeben. Die untenstehenden Fragen und Antworten beziehen sich daher auch auf diese Abrechnungsart. In besonderen Fällen kann eine Zuwendung auch auf Kostenbasis vergeben werden (z. B. an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft).

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Wie sind die Zahlungsmodalitäten?

Bei Projektförderungen werden grundsätzlich Teilbeträge ausgezahlt. Erfolgt keine Teilnahme am mittelbaren Abrufverfahren werden die Mittel auf entsprechende Zahlungsanforderung ausgezahlt.
Die Höhe der Teilbeträge richtet sich nach dem für die sechs jeweils folgenden Wochen voraussichtlich benötigten Finanzbedarf. Für die Mittelanforderung gibt es einen entsprechenden Vordruck, der über das elektronische Verfahren profi-Online zur Verfügung gestellt wird. Bei einer Fehlbedarfsfinanzierung darf die Zuwendung erst in Anspruch genommen werden, wenn die eigenen und sonstigen Mittel des Zuwendungsempfängers verbraucht sind. Entsprechende Einzelheiten werden im Zuwendungsbescheid geregelt.

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Sind vom Zuwendungsempfänger im Rahmen der Durchführung des Projektes geschlossene Verträge umsatzsteuerpflichtig?

Für die korrekte steuerliche Behandlung ebenso wie generell für die Begründung und die Durchführung von Verträgen mit Dritten trägt der Zuwendungsempfänger die ausschließliche und alleinige Verantwortung.

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Können Projekte in Gebieten beantragt werden, in denen bereits eine Bundesförderung gewährt wurde?

Grundsätzlich gilt das Verbot der Doppelförderung derselben Maßnahmen im Rahmen mehrerer Projekte. Sofern in Gebieten bereits mit Bundesmitteln Maßnahmen gefördert wurden, ist daher im Einzelfall zu prüfen, ob und inwieweit sich die bereits geförderten und beabsichtigten Maßnahmen inhaltlich decken oder ergänzen und ob bzw. unter welcher Zielsetzung eine weitere Förderung aus Bundessicht in Frage kommt. Dabei werden auch ggf. bereits eingegangene Folgeverpflichtungen der Projektträger und/oder Bundesländer geprüft.

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Gibt es einen festen Finanzrahmen, Mindest- oder Höchstgrenzen für das Finanzvolumen?

Grundsätzlich gibt es keinen festen Finanzrahmen. Zuwendungsfähig sind grundsätzlich die für das Projekt notwendigen und erforderlichen Ausgaben gem. Nr. 5.4 der Förderrichtlinie. Eine Mindest- oder Höchstgrenze für das Finanzvolumen gibt es nicht.

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Wie werden Kommunen bzw. Projektskizzen, die in eine lokale oder regionale Strategie zur biologischen Vielfalt eingebunden sind (Förderrichtlinie Absatz 2.3), bevorzugt?

Die Entscheidung über die Förderfähigkeit erfolgt ausschließlich auf der Grundlage einer aussagekräftigen, qualifizierten Projektskizze. Die Einbindung in eine lokale oder regionale Strategie kann jedoch hilfreich sein, um die gewünschten auf die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie abzielenden Aspekte plausibel zu begründen und die gemäß Absatz 1.1 der Förderrichtlinie gewünschte Kooperation unterschiedlicher Akteursgruppen zu fördern.

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Kann eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) Zuwendungsempfänger sein?

Eine GbR ist keine juristische Person im Sinne der Nr. 3 der Förderrichtlinien und daher kein möglicher Zuwendungsempfänger.

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Können auch Einzelpersonen Antragssteller sein?

Nach Nr. 3 der Förderrichtlinie können auch Einzelpersonen als natürliche Personen mögliche Zuwendungsempfänger und somit Antragsteller sein. Der Zuwendungsempfänger muss jedoch fachlich und verwaltungsmäßig in der Lage sein, die ordnungsgemäße Verwendung der Zuwendung sicherzustellen. Hierzu gehören ausreichend qualifiziertes Personal sowie eine geordnete Buchführung.

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Sind Universitäten antragsberechtigt?

Grundsätzlich können Universitäten, soweit sie - was in der Regel der Fall ist - juristische Personen sind, als freie Einrichtungen von Forschung und Lehre Zuwendungsempfänger sein. Ausgenommen sind Einrichtungen des Bundes.

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Müssen weitere Projektpartner von Anfang an genannt werden?

Bereits in der einzureichenden Skizze sind möglichst alle Projektpartner zu benennen. Dabei muss ein verantwortlicher Projektträger bestimmt werden, der für das Gesamtprojekt zuständig ist.

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Was ist ein Verbundprojekt?

Ein Verbundprojekt entsteht, wenn zwei oder mehr Partner im Projekt zusammenarbeiten, wobei alle Partner klar umrissene eigene Arbeitspakete haben, eigene Anträge stellen und eigene Zuwendungen erhalten. Die Zusammenarbeit der Partner untereinander zur Erreichung des gemeinsamen Projektzieles wird über einen Kooperationsvertrag geregelt.

Nicht zu den Verbundpartnern zählen Drittmittelgeber und Auftragnehmer sowie Kooperationspartner, die das Projekt zwar inhaltlich unterstützen, aber keine Zuwendung erhalten. 

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Sind ehrenamtliche Tätigkeiten abrechenbar?

Grundsätzlich sind nur tatsächliche Ausgaben abrechenbar und im Rahmen des Projektes aus der Zuwendung zu finanzieren. Da ehrenamtliche Tätigkeiten nicht vergütet werden, kann hierfür auch kein (fiktiver) Stundensatz anerkannt werden.

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Wie muss der Eigenanteil belegt werden?

Grundsätzlich reicht die schriftliche Bestätigung des Antragstellers, dass der Eigenanteil zur Verfügung gestellt wird, aus. Darüber hinaus können im Rahmen der Bonitätsprüfung des Antragstellers auf Anfrage noch weitere Unterlagen vorzulegen oder Fragen zu beantworten sein.

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Können Ersatzzahlungen für nicht durchführbare Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen als Eigenanteil erbracht werden?

Die Förderung aus dem Bundesprogramm setzt ein spezifisches eigenes finanzielles Engagement des Zuwendungsempfängers für dieses Projekt unabhängig von ohnehin bestehenden Verpflichtungen voraus. Diese Mittel sind daher nicht als Eigenanteil anrechenbar.

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Was ist der Unterschied zwischen Eigen- und Drittmitteln?

Eigenmittel werden vom Zuwendungsempfänger selber erbracht; Drittmittel stellt ein Dritter - z. B. ein Bundesland oder eine Stiftung - zur Verfügung.

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Welche Sicherung ist bei Flächenkäufen erforderlich?

Die Naturschutzziele des Projektes sind für jedes im Rahmen des Vorhabens erworbene, langfristig angepachtete bzw. über Ausgleichszahlungen verfügbar gemachte Grundstück durch die Eintragung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit zugunsten der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesamt für Naturschutz, im Grundbuch dauerhaft zu sichern. Darüber hinaus ist für jedes im Rahmen des Vorhabens erworbene Grundstück die dingliche Sicherung eines evtl. Erstattungs- und Verzinsungsanspruchs im Grundbuch einzutragen.

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Wann ist das Grobkonzept zur Projektevaluation vorzulegen? Welche Angaben müssen bereits auf Skizzenebene gemacht werden?

Die Projektevaluation soll von Anfang an mitgedacht werden. Dies verbessert die Projektplanung und trägt zur Schärfung und Operationalisierung der Projektziele bei. Ein vollständiges Grobkonzept ist erst bei Antragstellung vorzulegen. Wertvolle Hinweise und Beispiele dazu finden Sie online unter https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekt-evaluation.html.

Bestandteile des Grobkonzeptes, die möglichst früh (also im Skizzenstadium) definiert werden sollten, sind die wesentlichen (SMARTEN) Projektziele und die dazu ausgewählten Indikatoren; ggf. auch schon die Erhebungsmethoden. Zielwerte zu den Indikatoren sind in diesem Stadium noch entbehrlich. Die Konkretisierung des Grobkonzeptes  erfolgt erst, wenn das Projekt gestartet ist und die Evaluationsexpertise mit an Bord ist. Falls sich im Projekt maßgebliche Änderungen zum Grobkonzept ergeben, kann in Abstimmung mit dem Programbüro/BfN eine Anpassung erfolgen.

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Wirkungen sind oft nur langfristig erfassbar. Wie geht man damit um?

Hierfür kann eine sogenannte Ex-Post Evaluation durchgeführt werden, also eine Erhebung von Daten nach Durchführung der zu evaluierenden Maßnahme einige Zeit nach Projektende. Bei Hotspot-Projekten sind Ex-Post Evaluationen obligat.

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Muss Evaluation als Auftrag vergeben werden, oder kann auch geeignetes Projektpersonal bzw. ein Verbundpartner diese übernehmen?

In der Regel sollen die Projekte extern evaluiert werden, um eine größtmögliche Objektivität der Evaluation zu gewährleisten. In Ausnahmefällen kann auch geeignetes Projektpersonal oder ein besonders geeigneter Verbundpartner die Evaluation übernehmen, z.B. wenn eine besondere Expertise für die Erhebung und Bewertung der Daten vorliegt. Findet die Evaluation durch einen Verbundpartner statt, sind die Empfehlungen der DeGEval zur Anwendung der Standards für Evaluation im Handlungsfeld der Selbstevaluation zu beachten. 

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Wie finden wir potenzielle Auftragnehmer für unsere Projekt-Evaluation?

Zur Bekanntgabe der Ausschreibung in der deutschen Evaluations-Fachwelt gibt es folgende Möglichkeiten. Beide sind kostenlos und erreichen jeweils über 800 Personen, auch wenn sich die Zusammensetzung beider Zielgruppen geringfügig unterscheidet:

- Den schnellsten Weg zur Bekanntgabe einer Ausschreibung oder eines Interessenbekundungsverfahrens stellt die Diskussionsliste "forum-evaluation" dar. Sie wird von der Universität Köln mit der Gesellschaft für Evaluation e.V. (DeGEval) betrieben. Die Meldungen über diese Liste erscheinen ohne zeitliche Verzögerung.

- Einen etwas anderen Verteiler, nämlich die Mitglieder der DeGEval, erreichen Sie, wenn Sie ihren Hinweis an die DeGEval-Geschäftsstelle info@degeval.de senden mit der Bitte, ihn in der monatlich erscheinenden „DeGEval...Mail“ (Achtung: nicht DeGEval-Newsletter, der hat andere Inhalte) zu veröffentlichen. Hier ist allerdings mit einer zeitlichen Verzögerung zu rechnen, da die Geschäftsstelle die Beiträge redaktionell prüft und da die Mail jeweils nur einmal im Monat versendet wird, und zwar am Ende des Monats. Hierfür muss Ihr Hinweis der Geschäftsstelle bis zum 20. des Monats vorliegen. (Außerdem behält sich die Geschäftsstelle die Weitergabe vor).

Sie können beide Wege parallel beschreiten und so die Reichweite Ihrer Ausschreibung erhöhen. In beiden Fällen sollten Sie ihre Ausschreibung als Email mit reinem Text ohne Attachments jeweils an die oben angegebene Email-Adresse senden - alternativ eine Kurzbeschreibung mit URL auf Ihre Seite, wo dann nähere Informationen zu finden sind.

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Was ist der Unterschied zwischen Begleitforschung, Evaluation und Monitoring?

Begleitforschung dient zur Klärung von Grundlagen, die für die Maßnahmenerarbeitung oder -umsetzung erforderlich ist. Ihre Ergebnisse sind allgemein gültig (da in BPBV-Projekten der Fokus auf die Umsetzung gerichtet ist, spielt die Begleitforschung hierbei eine untergeordnete Rolle). Evaluation ist auf die wesentlichen Projektziele ausgerichtet und ermittelt die Zielerreichung und Wirkung der Maßnahmen (Evaluation setzt allerdings nicht erst am Projektende ein, sondern wird oftmals prozessbegleitend angelegt). Ihre Ergebnisse sind auf das spezifische Projekt bezogen. Monitoring bezeichnet die regelmäßige Erfassung bestimmter Daten nach vorgegebenen Standards über einen längeren Zeitraum hinweg, z.B. das FFH- oder das Vogelmonitoring. 

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Muss immer eine ökologische Evaluation erfolgen?

Es müssen die wesentlichen Projektziele evaluiert werden. Wenn wesentliche Projektziele ökologischer Natur sind, muss eine Evaluation nach ökologischen Kriterien erfolgen. 

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Muss immer eine Evaluation nach sozio-ökonomischen Kriterien erfolgen?

Das BPBV soll mit all seinen Projekten zur Steigerung des gesellschaftlichen Bewusstseins für die biologische Vielfalt beitragen. Maßnahmen der Kommunikation und Akzeptanzbildung sind daher Bestandteil eines jedenProjektes und daher auch in jedem Projekt zu evaluieren. Diese Evaluation findet nach sozio-ökonomischen Kriterien statt (wobei nicht immer auch eine ökonomische Komponente gegeben ist, dies hängt von den Projektzielen ab).

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Wie kann man die Wirkung bewusstseinsbildender Maßnahmen messen?

Angelehnt an den „Gesellschaftsindikator“ der NBS kann gemessen werden, ob die Maßnahmen bei den erreichten Zielgruppen zu Veränderungen in Wissen, Einstellung oder dem Handeln geführt haben (mehr dazu im Leitfaden).

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Wie viel darf eine Evaluation kosten?

Nach den bisherigen Erfahrungen liegen die durchschnittlichen Ausgaben für Evaluation bei fünf bis zehn Prozent der Gesamtausgaben. Neben den Mitteln für die Auftragsvergabe sind auch Zeitressourcen beim Projektpersonal einzuplanen, das die Evaluation konzipiert und während der gesamten Laufzeit begleitet (u. a. Behandlung bei PAGs, Berichtslegung).

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Wie hängt Verstetigung mit Evaluation zusammen?

Nachhaltigkeit ist - neben Leistungen und Wirkungen - eine der drei Ebenen der Projektzielerreichung. Je nachdem, welche Ebene der Projektzielerreichung bei der Evaluation im Fokus steht, werden unterschiedliche Prüffragen gestellt, z.B. bezogen auf Nachhaltigkeit: sind die erreichten Veränderungen langfristig, konnten beispielsweise Flächen durch Kauf gesichert werden oder konnte ehrenamtliches Engagement verstetigt werden? Jedes Projekt soll möglichst über die Projektlaufzeit hinaus wirken. Ein Konzept, wie die Verstetigung nach Förderende gelingen soll, ist bis spätestens ein Jahr vor Projektende zu erarbeiten.

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Sind ex post Evaluationen möglich? Wie sind sie zu planen?

Oft sind langfristige Wirkungen erst einige Jahre nach Durchführung der Maßnahmen sichtbar, also wenn viele Projekte schon beendet sind. Das BfN plant, für einzelne, abgeschlossene Projekte ex post-Evaluationen durchzuführen bzw. zu vergeben. Erste inhaltliche Überlegungen zur Konzeption der ex post-Evaluation (z. B. Identifikation von zu kartierenden Flächen oder von zu befragenden Personenkreisen) sollten möglichst bereits im Projekt erfolgen. Es ist auch weiterhin möglich, ex post-Evaluationen von vornherein selber zu planen und gegen Projektende durchzuführen.

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Was passiert, wenn man die selbst gesetzten Zielwerte der Indikatoren verfehlt?

Die im Rahmen der Evaluation gewonnen Ergebnisse und Daten sind im Evaluationsbericht (zum Abschluss der Evaluation und des Projektes) mit den im Vorfeld definierten Projektzielen und Zielwerten zu den projektspezifischen Indikatoren zu vergleichen und entsprechend zu bilanzieren. Ein Nicht-Erreichen bestimmter Ziele ist nachvollziehbar zu begründen und hat dann keine Konsequenzen.

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Warum soll die Evaluation schon während der Prokjektplanung konzipiert werden?

Was genau die zentralen Projektziele sind, wie sie operationalisiert werden können und anhand welcher Messgrößen und mit welchen Methoden man ihre Erreichung messen kann, sind Überlegungen, die zu einer Schärfung der Projektziele und der gesamten Projektplanung beitragen. Die besten Experten für diese Aufgabe sind Sie als Projektverantwortliche/r! Erst in einem späteren Stadium (bei der tatsächlichen Durchführung der Evaluation) kommen die Expertinnen und Experten ins Spiel, die beauftragt werden.

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Bitte beachten Sie:

Hinweise zur FAQ-Liste

Letzte Änderung: 26.09.2019

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