Bundesamt für Naturschutz

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Dialogforum „Bundesprogramm Biologische Vielfalt – Auen- und Gewässerprojekte“


Am 1. Februar 2019 ist die neue Förderrichtlinie des Bundesumweltministeriums (BMU) zum Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ in Kraft getreten. Die geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, bis zum Jahr 2050 einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung entlang der Bundeswasserstraßen zu entwickeln und Fluss, Ufer und Aue funktional wieder miteinander zu vernetzen.

Dialogforum zum „Förderprogramm Auen“ im Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“

Teilnehmende des Dialogforums Auen im BfN. Foto: Ursula Euler.
Teilnehmende des Dialogforums Auen

Zum Auftakt des neuen Förderprogramms führte das BfN  im März eine Informationsveranstaltung durch, an der mehr als 120 Vertreter/innen aus Naturschutz- und Umweltverbänden,  Landkreisen und Kommunen, Forschungseinrichtungen und Landesbehörden teilnahmen. 

Über das neue Förderprogramm Auen können sich Vereine, Verbände, Kommunen und andere Institutionen oder Einzelpersonen mit eigenen Projektideen an der Umsetzung des Bundesprogramms beteiligen. Hierfür werden im Jahr 2019 finanzielle Mittel in Höhe von vier  Millionen Euro bereitgestellt. Für die Jahre 2020 bis 2022 stehen insgesamt weitere 16 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Dialogforum gab allen an einer Antragstellung Interessierten die Möglichkeit, sich über die zentralen Inhalte des Förderprogramms Auen sowie über die Abläufe bis zur Projektförderung zu informieren.

Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Bundesprogramms Blaues Band

Foto: Ursula Euler
Teilnehmer und Referenten des Dialogforums

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bedankte sich für „das große Interesse an dem neuen Förderprogramm, mit dem Lebensräume für Tiere und Pflanzen der Auenlandschaften entlang der großen Flüsse entwickelt werden und ein bundesweiter Biotopverbund geschaffen werden soll". Mit dem neuen Förderprogramm Auen sei ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland getan.

Nur noch sieben Prozent der verbliebenen Flussauen an Bundeswasserstraßen sind derzeit als ökologisch intakt zu werten. Das neue Programm ist daher von großer Bedeutung, wenn es darum geht, Flusslandschaften entlang der Bundeswasserstraßen wieder naturnäher zu entwickeln.

Zur Wiederherstellung intakter Flusslandschaften können die Fördermittel beispielsweise für die Wiederherstellung auentypischer Gewässer, die Anlage von Auenwäldern, den Rückbau nicht mehr benötigter Dämme und Entwässerungseinrichtungen, sowie für notwendigen Grunderwerb oder Ausgleichszahlungen genutzt werden.

Good-Practice für eine naturnahe Auenentwicklung und einen naturgerechten Hochwasserschutz

Auch 2014 hatte das Bundesamt für Naturschutz bereits ein Dialogforum zum Thema Auen- und Gewässerschutz veranstaltet. Damals boten erste Ergebnisse aus laufenden Vorhaben Good-Practice Beispiele für eine naturnahe Auenentwicklung und einen naturgerechten Hochwasserschutz im Zusammenwirken mit den gesellschaftlichen Interessen vor Ort.

Rund 100 Teilnehmer/Innen aus Naturschutz und Wasserwirtschaft hatten die Erfahrungen, die in Projekten des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gesammelt werden konnten, diskutiert. Dabei war es zum Beispiel um Vorhaben wie „Lebendige Luppe – attraktive Auenlandschaft als Leipziger Lebensader“ gegangen, das unter Leitung der Stadt Leipzig umgesetzt wird, oder auch um das Projekt „Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken“, des NABU Rheinland-Pfalz und NABU Baden-Württemberg. 

Begrüßung durch Frau Prof. Dr. Jessel
Blick ins Auditorium