Bundesamt für Naturschutz

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Neue Broschüre „Den Flüssen mehr Raum geben – Renaturierung von Auen in Deutschland“

Einen Überblick zum Auenschutz gibt die neue Broschüre des Bundesumweltministeriums und des Bundesamts für Naturschutz. Sie fasst die Ergebnisse einer Studie zu dem Thema zusammen und verdeutlicht anhand von Beispielen, wie Nutzungsansprüche und Natur miteinander vereinbar sind.

Insgesamt wurden seit 1995 ca. 5.000 Hektar Auen zurückgewonnen – Flächen, die vor Hochwasser schützen, aber auch als Erholungsraum dienen. In den neuen Auenbereichen haben sich auch die Bestände seltener Arten erholt. Mit dem Bundesprogramm Blaues Band und dem Hochwasserschutzprogramm soll der Flächenanteil naturnaher Auen in den nächsten Jahren noch deutlich gesteigert werden.

"Die naturnahe Entwicklung von Gewässern und Auen ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Intakte Gewässer und Auen sind nicht nur von großem ökologischem Wert. Sie bringen der Gesellschaft vielfältigen Nutzen. Sie dienen dem Hochwasserschutz, bieten Erholungsmöglichkeiten und sind gleichzeitig eine wirksame Anpassung an den Klimawandel. Wir müssen dieses Naturkapital als sogenannte grüne Infrastruktur für heutige und zukünftige Generationen erhalten und entwickeln", sagte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks.

Die Studie zeigt, in welchem Umfang bereits Maßnahmen zur Wiederherstellung von Auen durch Auenrenaturierungen sowie zur Vergrößerung des Retentionsraumes durch Deichrückverlegungen stattgefunden haben. Beispiele aus allen Einzugsgebieten der großen deutschen Flüsse und allen Flächenbundesländern verdeutlichen, wie die biologische Vielfalt von den naturnahen Entwicklungen profitiert. Die Bestände seltener Tier- und Pflanzenarten, beispielswiese von Sibirischer Schwertlilie, Rotbauchunke, Ei