Bundesamt für Naturschutz

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Biomassekulturen der Zukunft?

Schon heute werden 2,2 Millionen Hektar Anbaufläche von Energiepflanzen eingenommen - das sind 17,5 Prozent der gesamten Ackerfläche. Jeder dritte Hektar Mais und fast jeder zweite Hektar Raps dienen der Bioenergieproduktion. Durch angepasste Förderregelungen erfolgt ein angepasster Ausbau derzeit nur auf sehr geringem Niveau. In der Naturschutz-Offensive 2020 wird das Ziel formuliert, dass keine weitere Flächenausweitung für den Anbau von Biomasse für die Energieerzeugung mehr erfolgen soll, wenn die Anbaugrenze von 2,5 Millionen Hektar erreicht ist. Damit soll der weiteren Abnahme der biologischen Vielfalt im ländlichen Raum entgegengewirkt werden.

Verträglichkeit für Natur und Landschaft steigern

Auch, wenn die Bioenergie im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien weniger stark ausgebaut wird, gilt es, weiterhin an Lösungen innerhalb der Bioenergiegewinnung zu suchen, die eine höhere Verträglichkeit für Natur und Landschaft aufweisen. Das Forschungsvorhaben "Biomassekulturen der Zukunft" hat unter dieser Prämisse unterschiedliche Energiepflanzen vergleichend untersucht. Die Ergebnisse sind nun als BfN-Skript 442 erschienen.

Breites Spektrum von Artengruppen untersucht

Das Vorhaben unter Leitung der Universität Hohenheim in Kooperation mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und dem LTZ Augustenberg bewertete unterschiedliche Energiepflanzenkulturen anhand biologischer Untersuchungen, darunter Blühmischungen, die für die Biogaserzeugung verwertbar sind. Die Untersuchungen wurden für ein breites Spektrum von Artengruppen durchgeführt, darunter Segetalvegetation, Blattkäfer, Wildbienen, Spinnen, Laufkäfer, Regenwürmer, Vögel sowie Feldhase und Reh.

Energiepflanzenanbau kann naturverträglich sein

Die Ergebnisse bestätigen, dass der