Bundesamt für Naturschutz

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Waldschule für die biologische Vielfalt: 200 Jugendliche pflanzen 4.000 heimische Bäume

Das aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt "Waldschule für die biologische Vielfalt" des Bergwaldprojekt e. V. zieht nach sechs Monaten eine erste positive Bilanz. Seit Juni 2013 haben bereits 200 Jugendliche und junge Erwachsene die Waldschule besucht. Dabei haben sie sich nicht nur theoretisch sondern auch ganz praktisch mit Fragen des Waldnaturschutzes beschäftigt. Rund 7.000 Arbeitsstunden haben die engagierten "Waldschüler" bisher investiert und über 4.000 standortgerechte Bäume gepflanzt.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von vier Jahren mit fast 377.000 Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert und dabei vom Bundesamt für Naturschutz fachlich betreut. Bei praktischen Arbeiten im Wald sollen die TeilnehmerInnen Zusammenhänge in der Natur erkennen, sich dabei aber auch über die eigenen Bezüge zur Natur klar zu werden.

Die Baumpflanzungen sollen dazu beitragen, alpinen Schutzwälder zu naturnahen Waldgesellschaften zu entwickeln. Im Biosphärenreservat Rhön und auf den Flächen des Nationalen Naturerbes im Naturschutzgebiet Lauterberg bei Coburg wurden bereits mehr als 40 Hektar Biotope gepflegt. Auf über 50 Hektar wurden weitere Pflanzungen mit Einzelschutzmaßnahmen oder Zäunen vor Verbiss geschützt. Profitieren können von den Schutzmaßnahmen beispielsweise seltene Tierarten wie der Apollofalter oder das Birkhuhn oder auch seltene Pflanzenarten wie die Arnika.

Speziell für das Waldschul-Projekt wurden eigene Schulmaterialien entwickelt. Damit werden die Schüler auf ihr einwöchiges Outdoor-Erlebnis in der Natur vorbereitet. Vor Ort werden sie von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bergwaldprojekt e. V. ü