Bundesamt für Naturschutz

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Brutvogelarten, Singvogelarten, Zugvögel, Bestandsrückgang, Gefährdungen, Agrarlandschaft

Vögel in Deutschland: Die Vielfalt schwindet!

Die Vielfalt in der Vogelwelt schwindet. Insbesondere bislang häufige und weit verbreitete Singvogelarten wie Baumpieper und Stieglitz weisen negative Trends auf. Die jetzt veröffentlichte Studie "Vögel in Deutschland" beleuchtet die Hintergründe der Bestandsrückgänge.

Arten der Agrarlandschaft besonders betroffen

Vor allem die Arten der Agrarlandschaft gehen zurück. Das betrifft rund die Hälfte der Vogelarten der Felder und Wiesen. Besonders betroffen sind Bodenbrüter und solche, die sich von Kleininsekten ernähren. Dafür werden unter anderem die häufige und intensive Bodenbearbeitung sowie der starke Rückgang von Insekten verantwortlich gemacht.

Schutz reicht nicht aus

Trotz einzelner Erfolge bei Großvogelarten wie Schwarzstorch und Fischadler reichen die Schutzbemühungen in Deutschland für einen Großteil der Arten, auf deren Erhaltung die Europäische Vogelschutzrichtlinie abzielt, noch nicht aus. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten macht für den Artenrückgang vor allem die Intensivierung der Landnutzung und die Entwässerung von Lebensräumen verantwortlich.

Zugvögel sind gefährdet

Einen besonders hohen Anteil im Brutbestand abnehmender Arten weisen die Zugvögel auf. Deshalb fordert die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten eine Intensivierung der Bemühungen zum Schutz von Zugvögeln auf ihren Zugwegen und im Überwinterungsgebiet.

Jährlicher Bericht zum Zustand der Vogelwelt

Die Studie "Vögel in Deutschland 2014" basiert auf Datenerhebungen, die zum größten Teil von Ehrenamtlichen im Rahmen des bundeswiten Vogelmonitorings durchgeführt werden. Für die Studie wurde umfassendes Datenmaterial aus dem nat