Bundesamt für Naturschutz

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Dialogforum "Biologische Vielfalt in Kommunen"

Kommunen haben eine Schlüsselrolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt

Der Einsatz für die biologische Vielfalt ist für Städte und Gemeinden ein wichtiges Anliegen. Das wurde auf dem Dialogforum "Biologische Vielfalt in Kommunen" deutlich, zu dem das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 3. Februar 2010 nach Bonn eingeladen hatten. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 30 Kommunen sowie des Deutschen Städtetags und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds erarbeiteten gemeinsam die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“, welche eine Selbstverpflichtung für die Kommunen zum aktiven Handeln für den Erhalt der biologischen Vielfalt auf kommunaler Ebene darstellt.

Die Deklaration wurde am 22. Mai 2010 anlässlich des Internationalen Tages der Biodiversität mit der Nennung aller 136 Kommunen veröffentlicht, welche die Deklaration bis zu diesem Zeitpunkt unterzeichnet hatten. Mittlerweile haben über 150 Kommunen die Deklaration unterzeichnet.


Städte leisten wertvolle Beiträge zum Erhalt der Artenvielfalt

Stadt und Natur schließen sich nicht aus. Zwar gehört die Ausbreitung von menschlichen Siedlungen weltweit zu den Hauptursachen des Verlustes an Biodiversität. Gleichzeitig weisen Kommunen aufgrund ihrer engräumigen Lebensraumvielfalt oft eine besonders hohe biologische Vielfalt auf. Gerade in Mitteleuropa verfügen Städte besonders an Stadträndern über eine hohe Artenvielfalt. Je besser eine Stadt „durchgrünt“ ist, desto höher ist der Anteil einheimischer Arten.

In Städten kommen z. B. Pflanzengesellschaften vor, die sonst selten sind, wie Trittgesellschaften auf Flächen und Wegen, die häufig betreten werden oder Pflanzen in Mauerspalten sowie Pionierpflanzen auf Rudera