Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Hohe Artenvielfalt ist in Grasland-Ökosystemen unersetzlich

Auch weniger häufige Grasland-Arten sind für das Funktionieren des Gesamt-Ökosystems wichtig und nicht verzichtbar.


Der Einfluss der Artenvielfalt ist nicht nur mit Blick auf die Gewährleistung einzelner Funktionen und Dienstleistungen von Ökosystemen hoch. Durch eine stabile, möglichst hohe Artenvielfalt kann vor allem auch die zeitgleiche Funktion einer großen Vielzahl von Ökosystemprozessen erhalten werden. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die soeben im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurde. 84 Prozent der untersuchten 147 Wiesenarten sind demnach mindestens einmal für die Sicherung einer Ökosystemfunktion notwendig. Für die Studie wurden weltweit insgesamt siebzehn Graslandstudien auf die Bedeutung von Biodiversität für die Multifunktionsfähigkeit von Ökosystemen hin ausgewertet.

An der Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Michel Loreau aus Kanada, waren Ökologen von elf verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen beteiligt, darunter auch Dr. Alexandra Weigelt von der Universität Leipzig. Die Leipziger Biologin brachte 60 Graslandarten in die Studie ein. Dafür wertete sie Daten aus, die im Rahmen von "Jena-Experiment", einer Forschergruppe unter Leitung der Universität Jena, erhoben worden waren. In dem Projekt ging es insbesondere um die Interaktion zwischen Biodiversität und landwirtschaftlicher Intensivierung.


Quantität für Qualität
"Gerade auch aus der Perspektive des Naturschutzes sind d