Bundesamt für Naturschutz

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Dialogforum "Ehrenamtliche Erfassung der biologischen Vielfalt"

Dialogforum Ehrenamt

BfN-Präsidentin Jessel: "Ohne Unterstützung von Freiwilligen wäre der Naturschutz in Deutschland weitaus weniger leistungsfähig"

Am 17. und 18. Februar fand am Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn ein Dialogforum zum Thema „Ehrenamtliche Aktivitäten zur Erfassung der biologischen Vielfalt“ statt. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden, Vereinen, Universitäten und Behörden tauschten sich über das gesellschaftliche Engagement im Naturschutz aus und entwickelten gemeinsame Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit.

BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel würdigte die enormen Leistungen der ehrenamtlich Aktiven im Naturschutz: „Ohne die Unterstützung von Freiwilligen wäre der Naturschutz in Deutschland weniger leistungsfähig. Es gäbe keine Roten Listen gefährdeter Arten und kein bundesweites Vogelmonitoring. Unser Wissen über Verbreitung und Bestandsentwicklung von Arten wäre nur spärlich. Ehrenamtlich erhobene Daten bilden die Basis für effiziente Naturschutzmaßnahmen – und zwingen Behörden und Politik dazu, sich mit aktuellen Entwicklungen der biologischen Vielfalt auseinander zu setzen. Gerade in Zeiten knapper Finanzen muss aber auch darauf geachtet werden, dass aufgrund knapper Ressourcen nicht zunehmend staatliche Aufgaben ins Ehrenamt abgeschoben werden.“

Das Engagement Freiwilliger im Naturschutz deckt ein weites Spektrum ab. Der Schwerpunkt liegt in Maßnahmen zum Artenschutz und der Biotoppflege, der Schutzgebietsbetreuung, der Arbeit in Beiräten, bei Naturerlebnisangeboten und bei der Bestandserfassung von Tieren und Pflanzen. Die bundesweit tätigen Naturschutzverbände hatten 2010 ca. 5,2 Millionen Mitglieder, von denen sich mehrere hunderttausend aktiv