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CITES, Washingtoner Artenschutzabkommen, 17. Vertragsstaatenkonferenz

CITES-Konferenz in Südafrika: Erfolge für den Artenschutz

Die mit 3500 Teilnehmern aus 156 Ländern größte CITES-Vertragsstaatenkonferenz aller Zeiten hat in vielen Punkten Zeichen für den Artenschutz gesetzt. So bleibt nicht nur der Handel mit Elfenbein verboten - auch der Kampf gegen die Wilderei soll vorangetrieben werden. Die Herkunftsländer Afrikanischer Elefanten haben sich zur Aufstellung von Elfenbein-Aktionsplänen verpflichtet. Die Vorlage dieser Pläne ist bindend und kann bei Nichteinhalten zu Sanktionen führen.

Löwen und Graupapageien besser geschützt

Ein weiterer positiver Beschluss für Afrikas Wildtiere betrifft die Löwen: Der zunehmende Handel mit Löwenknochen wird stark eingedämmt. Zudem verpflichteten sich die Länder mit Löwenpopulationen, eine gemeinsame Strategie zum besseren Schutz zu vereinbaren.

Für die immer seltener werdenden Graupapageien ist die Konferenz nach kontroversen Diskussionen doch noch mit einem positiven Ergebnis zu Ende gegangen: Auf Antrag verschiedener Herkunftsländer, der EU und der USA wurden die Papageien in Anhang 1 aufgenommen. Damit ist der Handel mit wild lebenden Graupapageien ab sofort ausnahmslos verboten.

Reptilienschutz vorangetrieben

Auch beim Reptilienschutz hat die Konferenz Zeichen gesetzt: Für 60 Reptilien- und sechs Amphibienarten wurden Handelsbeschränkungen beschlossen. Vor allem für den Haustierhandel in Europa wurden die Bestände geplündert. Die Anträge zum Schutz der Reptilien kamen aus zahlreichen Herkunftsländern, aus der EU und aus Deutschland.

13 Haiarten geschützt

Für zwei neue Haiarten wurden strengere Vorschriften für den internationalen Handel beschlossen. Damit sind inzwischen 13 Hai- und elf Rochenarten durch CITE