Bundesamt für Naturschutz

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Ökosystem-Monitoring soll Datenlage zur Biologischen Vielfalt verbessern

  • BfN vergibt Forschungsvorhaben

Die Einführung eines bundesweiten Biodiversitäts-Monitorings ist eines der zentralen Ziele der Naturschutzoffensive 2020. Eine Verbesserung der Datenlage zur Biodiversität in Deutschland führt dazu, dass Defizite erkannt, Erfolge und Wirkungsweisen von Maßnahmen besser beurteilt und diese zielgerichtet  angepasst werden können.

Ökosystem-Monitoring entwickeln und erproben

Vor diesem Hintergrund hat das BfN 2016 ein Forschungsvorhaben vergeben, das ein wirkungsvolles Ökosystem-Monitoring entwickeln und erproben soll. Das Ökosystem-Monitoring ist ein neuer Baustein, der auf bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen zukünftig den Einfluss von Faktoren wie Landnutzungswandel, zunehmendem Nutzungsdruck, Intensivierung der Landwirtschaft oder Klimawandel dokumentieren und bewerten soll.

Was versteht man unter Ökosystem-Monitoring?

Unter Ökosystem-Monitoring versteht man die wiederholte, systematische und flächendeckende Erfassung und Bewertung von Biotopen auf bundesweit repräsentativen Stichprobenflächen. Auf dieser Stichprobenkulisse wird bereits erfolgreich das Monitoring High-Nature-Value Farmland ("Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert") sowie das Monitoring häufiger Brutvögel durchgeführt. Von Überschneidungen der neuen Flächeninformationen des Ökosystem-Monitorings mit den bereits etablierten Monitoringdaten des Naturschutzes erhofft man sich - neben den bundesweiten Informationen zur Häufigkeit und Verteilung sowie zum Zustand und zu Veränderungen von Ökosystemen - zusätzliche Erkenntnisse zu den Ursachen des Rückgangs der biologischen Vielfalt zu gewinnen.