Bundesamt für Naturschutz

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Wiedervernetzung wichtiger Lebensraumkorridore

Wiedervernetzung wichtiger Lebensraumkorridore entlang der Bundesfernstraßen

Die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt sieht im Kapitel zur naturschutzverträglichen Mobilität die ökologische Durchlässigkeit für alle Verkehrswege bis 2020 vor. Unter anderem deshalb werden derzeit bundesweit an besonders wichtigen Problembereichen zwischen Lebensraumkorridoren und Bundesfernstraßennetz entsprechende Querungshilfen geplant und gebaut. Die Querungshilfen sollen die ökologische Durchlässigkeit von durch Fernstraßen zerschnittenen Lebensräumen wiederherstellen. Das "Bundesprogramm Wiedervernetzung" wird den Bau weiterer Querungshilfen im gesamten Bundesverkehrswegenetz unterstützen.
 

Den Tieren eine Brücke bauen

Das deutsche Straßennetz gehört zu den dichtesten in Europa. Entsprechend stark sind die Zerschneidung der Lebensräume wild lebender Tiere und damit die Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt. Flächeninanspruchnahme und – damit einhergehend – die Zerstückelung von Biotopen und Landschaften durch verschiedenste menschliche Tätigkeiten führen zu einer immer stärkeren Trennung und Verkleinerung der Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen.

Infolgedessen verschlechtern sich die Lebensbedingungen so sehr, dass zahlreiche Arten auf wenige Restflächen zurückgedrängt werden oder ganz aussterben. Der Wildwechsel birgt zudem ein hohes Unfallrisiko auf den Straßen. Der Deutsche Jagdschutz-Verband rechnet mit mindestens 250.000 Kollisionen mit Tieren in jedem Jahr. Wildunfälle verursachen jährlich einen Sachschaden von rund 500 Millionen Euro.

Die seit 2009 vorliegenden Forschungsergebnisse des Bundesamtes für Naturschutz zu den Lebensraumkorridoren in Deutschland sind die wissenschaftliche Grundlage für da