Bundesamt für Naturschutz

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Thüringen beschließt eigene Strategie zur biologischen Vielfalt

Im ersten Jahr der UN-Dekade der Biodiversität (2011-2020) hat das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz heute die am Dienstag durch das Kabinett beschlossene Thüringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt vorgestellt.

Die Strategie formuliert Ziele und Handlungsfelder der Landesregierung, um dem anhaltenden Schwund von Tier- und Pflanzenarten, Rassen und Sorten sowie ganzen Lebensräumen entgegen zu wirken. Die rund 30 Einzelziele der Strategie sind auf das Jahr 2020 ausgerichtet und betreffen sowohl den Arten- und Lebensraumschutz als auch die stärkere Integration von Biodiversitätsbelangen in die Land- und Forstwirtschaft. Der Freistaat Thüringen setzt damit internationale Verpflichtungen, wie sie zum Beispiel durch die jüngsten Verhandlungen der Vertragsstaaten 2010 in Nagoya, Japan festgelegt wurden, für Thüringen um.

Die Strategie sieht vor, bis 2020 den Erhaltungszustand von 50 Prozent der bedrohten Arten zu verbessern, für die Thüringen internationale Verantwortung im Rahmen von Natura 2000 trägt. Um Lebensräume für wandernde Tierarten wieder zu verbinden, soll bis 2015 ein abschließendes Biotopverbundkonzept erstellt und bis 2020 die Durchgängigkeit der wichtigsten Thüringer Fließgewässer wieder hergestellt sein. Im Bereich Landwirtschaft wird angestrebt, bis 2020 zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch zu bewirtschaften.

Im Rahmen der Konferenz „Blickpunkt Biodiversität: Schutz und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in Thüringen“ kommen vom 6. bis 8. Oktober 2011 Vertreter der Europäischen Kommission, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Landesregierung, aus Forschung, Poli