Bundesamt für Naturschutz

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EU formuliert neue Ziele für die biologische Vielfalt nach 2010

Der fortschreitende Rückgang der biologischen Vielfalt erfordert ein neues EU-Konzept für die Zeit nach 2010

Die biologische Vielfalt ist weltweit stark gefährdet und der Verlust der Arten vollzieht sich verschiedenen Schätzungen zufolge zwischen 100 und 1000-mal schneller als die angenommene natürliche Aussterberate wäre. Gleichzeitig verdeutlicht die 2007 initiierte Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB), dass der Verlust von Arten, Lebensräumen und natürlichen Ressourcen gravierende wirtschaftliche Verluste bringt.

Die EU-Regierungschefs hatten sich im Jahr 2001 das ambitionierte Biodiversitätsziel gesteckt, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2010 zu stoppen. Dieses konnte trotz erheblicher Anstrengungen in vielen Mitgliedsländern und zahlreicher Teilerfolge insgesamt nicht erreicht werden. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von einer unzulänglichen Mittelausstattung sowie Wissens- und Datenlücken über eine mangelhafte Einbeziehung von Biodiversitätsbelangen in alle relevanten politischen Bereiche (bspw. in der Agrar-, Fischerei- und Strukturpolitik) bis hin zu einer ungleichen Lastenverteilung für Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität innerhalb der europäischen Staaten und weltweit.

Zum Beginn des Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt in 2010 hat die EU-Kommission deshalb vorgeschlagen, die gesteckten Ziele zu überdenken und ein neues, verbessertes und an die Situation angepasstes Konzept zur Erhal