Bundesamt für Naturschutz

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Feldhamster, Tier des Jahres, Landwirtschaft, Agrarlandschaft

Feldhamster ist Wildtier des Jahres 2016

Früher wurde er als Schädling verfolgt - heute ist der Feldhamster in Deutschland streng geschützt und vom Aussterben bedroht. Der extreme Rückgang der vormals häufigen Art hat seine Ursache vor allem in den Methoden der modernen Landwirtschaft. Große Flächen können heute schnell und effektiv abgeerntet werden. Aus Hamstersicht bleibt eine Wüste - und das mitten im Sommer, wenn die Tiere ihren Nachwuchs ernähren und Vorräte für den Winter sammeln müssen. Hamsterbacken und Vorratskammern bleiben leer - der Nager hat das Nachsehen. Hinzu kommt, dass ihm in großräumig abgeernteten Agrarlandschaften die Deckung vor seinen natürlichen Feinden fehlt.

Da die Ursachen für den dramatischen Bestandsrückgang des Feldhamsters in der Landwirtschaft zu suchen sind, kann auch der Schutz des Nagers nur in Zusammenarbeit mit den Landwirten gelingen. So arbeitet auch die Deutsche Wildtierstiftung in verschiedenen Schutzprojekten mit den Landwirten zusammen. Dabei ist die Einzelberatung der Betriebe ein besonders wichtiger Aspekt - mit Erfolg: In Hessen und Sachsen-Anhalt konnten die Berater Landwirte von einer hamsterfreundlichen Bewirtschaftung ihrer Felder überzeugen.

Dies ist umso wichtiger, als von den Schutzmaßnahmen für den putzigen Nager auch andere bedrohte Arten der Agrarlandschaft profitieren, wie zum Beispiel Wiesenweihe, Feldlerche, Rebhuhn und Feldhase. Auch sie brauchen Strukturen wie Hecken und Feldgehölze, eine abwechslungsreichere Fruchtfolge und Ackerstreifen oder -inseln, die ungeerntet bleiben.

Mehr Informationen über den Feldhamster bei d