Bundesamt für Naturschutz

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Gebäudebrüter, Vögel, Fledermäuse, Sanierung, Artenschutz

Artenschutz am Haus: Mehr Platz für Schwalbe, Fledermaus und Co.

Der Schutz und die Erhaltung gebäudebewohnender Tier- und Pflanzenarten stehen seit 2007 auf der Agenda der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Die regelmäßig erscheinenden Rechenschaftsberichte zur Strategie weisen jedoch auf einen ernstzunehmenden Rückgang der Vogelbestände im besiedelten Bereich hin. Ursachen werden neben der zunehmenden Flächenversiegelung vor allem in der energetischen Sanierung der Gebäude gesehen. Diese wird seit einigen Jahren im Rahmen des nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) sowie verschiedener Förderprogramme des Bundes vorangetrieben.

Mangelnde Kontrolle und fehlendes Wissen

Wenngleich gebäudegebundene Vogel- und Fledermausarten umfassend durch Landes- und Bundesrecht geschützt sind, ist der Vollzug artenschutzrechtlicher Belange durch die lokalen Behörden aufgrund fehlender Meldungen und mangelhafter Ressourcenausstattung oft nicht möglich. Häufig fehlt auch auf Seiten der Bauherren das Wissen und Problembewusstsein, so dass Maßnahmen zum Schutz gebäudebrütender Bestände bei der Sanierung unterbleiben.

Positionspapier gibt Empfehlungen im Sinne der Naturschutzoffensive

In einem jetzt veröffentlichten Postitionspapier gibt das BfN Empfehlungen, wie diese Situation im Sinne der Naturschutzoffensive 2020 verbessert werden kann. Die Naturschutzoffensive, 2015 vom BMUB veröffentlicht, formuliert Prioritäten, die im Rahmen der Nationalen Strategie verstärkt umgesetzt werden sollen. Dazu gehört auch, die biologische Vielfalt in den Städten stärker zu fördern.

Das Positionspapier ist Ergebnis eines Werkstatttreffens, zu dem auf Einladung des BfN und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumplanung (BBSR) Vertrete