Bundesamt für Naturschutz

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Invasive Arten, Nordsee, Computermodell, Vorhersage

Simulation sagt Wanderunden potenziell invasiver Arten voraus

Die Wissenschaflter des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Uni Oldenburg und des "Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum“ in Frankfurt haben mithilfe eines Computermodells die Wanderwege invasiver Arten simuliert. Das mathematische Modell, das den Simulationen zugrunde liegt, verbindet Daten wie Schiffsgbewegungen und Schiffsgrößen mit natürlichen Gegebenheiten der Meeresgebiete wie Salzgehalt und Wassertemperatur und fügt die Verbreitungskarten potenziell invasiver Arten hinzu. Mithilfe des Modells können die Wissenschaftler die Wanderbewegungen invasiver Tiere und Pflanzen vorhersagen. Bei zwei Algenarten ist ihnen eine Vorhersage bereits gelungen. Die Algen Prorocentrum minimum und Polysiphonia, die in der Nordsee vorkommen, werden von den Wissenschaftlern als ‚Hochrisiko-Arten‘ eingestuft.

Tierische Passagiere bereiten Probleme

Frachtschiffe transportieren Güter aller Art quer über den Globus und verbinden Länder und Städte über riesige Distanzen – ein Großteil des Welthandels läuft über den internationalen Schiffsverkehr. „Dieser intensive Handelsverkehr hat zur Folge, dass nicht nur Waren sondern auch Pflanzen und Tiere als blinde Passagiere an Bord gelangen und über die Welt verbreitet werden“, erklärt Dr. Hanno Seebens, der Hauptautor der Studie. An Schiffsrümpfen und im Ballastwasser großer Schiffe finde man eine Vielzahl von Arten, die den langen Transport überleben und in kurzer Zeit zum Beispiel von Singapur nach Hamburg verfrachtet würden. Die Eindringlinge können ganze Ökosysteme verändern und verursachen Schäden in Milliardenhöhe.

Nordsee ist besonders gefährdet

Die Studie zeigt, dass besonders in der Nordsee und a