Bundesamt für Naturschutz

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Landwirtschaft für Artenvielfalt: Integration von Artenvielfalt in die Ökologische Landwirtschaft durch ein Naturschutzmodul

Aktionsfeld

Standardisierung und Marktintegration 

Beteiligte Akteure

  • WWF Deutschland
  • Biopark e.V.
  • EDEKA
  • Wissenschaftlich begleitet und durchgeführt vom ZALF e.V. (Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung)

Ziele

Gemeinsam mit den Partnern arbeitet der WWF Deutschland an der Umsetzung eines neuen Naturschutzmoduls für den Ökologischen Landbau. Ziel des Naturschutzmoduls ist es, die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen nachweislich zu erhöhen und so dem dramatischen Rückgang der heimischen Tier- und Pflanzenwelt entgegenzuwirken.

Kurzbeschreibung

Extensive Beweidung mit Säumen und Tümpel, Bild: Frank Gottwald
Extensive Beweidung mit Säumen und Tümpel, Bild: Frank Gottwald
Randstreifen mit reicher Ackerwildkrautflora, Bild: Frank Gottwald
Randstreifen mit reicher Ackerwildkrautflora, Bild: Frank Gottwald

Kern des Naturschutzmoduls bildet ein umfassender Leistungskatalog mit über 100 Maßnahmen für verschiedene Bereiche der landwirtschaftlichen Betriebe, wie z.B. Ackerland und Grünland (Wiesen, Weiden) sowie Landschaftselemente (u. a. Hecken, Tümpel). Damit umfasst der Katalog Maßnahmen für verschiedenste Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen an ihre Lebensräume. Darüber hinaus gibt es sogenannte 'Erfolgsorientierte Leistungen', die das Vorhandensein von gefährdeten Tieren und Pflanzen in die Bewertung mit einbeziehen (s. Handbuch in rechter Randspalte). 

Das Projekt "Landwirtschaft für Artenvielfalt" bindet alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette ein - vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zur Theke im Lebensmitteleinzelhandel. Langfristiges Ziel der Projektpartner ist eine breite Einführung und Nutzung des neuen Naturschutzmoduls durch Betriebe des Ökologischen Landbaus und die Vermarktung dieser Produkte durch den Handel. Neben der Erhöhung und Sicherstellung der Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen soll mit dem neuen Naturschutzmodul eine dauerhafte, möglichst breitflächige Vermarktung der landwirtschaftlichen Bio- und Artenvielfalt Produkte aufgebaut werden. 

Das neue Naturschutzmodul soll einen sichtbaren Beitrag zum Artenschutz leisten sowie das Ansehen des Ökologischen Landbaus in der Öffentlichkeit stärken. Außerdem sollen dadurch die Vermarktungschancen für Bioprodukte verbessert werden. Mit dem Projekt wird ein Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt geleistet.

Maßnahmen zur Zielerreichung

Eine tragende Säule des Moduls stellt die naturschutzfachliche Beratung dar, die jedem teilnehmenden Betrieb zusteht. Die Berater ermitteln bei ihren Betriebsbesuchen besonders wertvolle Flächen und vorkommende Zielarten und zeigen auf, welche Naturschutzmaßnahmen sinnvoll sind. Gemeinsam mit dem Landwirt wird ein individuelles Maßnahmenpaket zusammengestellt. Dies wird in den folgenden Jahren mit den wachsenden Erfahrungen vor Ort weiter optimiert. Der kontinuierliche Austausch zwischen Berater und Landwirten fördert das Verständnis beider Seiten für die Zusammenhänge auf den Betrieben und ist damit eine wichtige Grundlage für nachhaltigen Naturschutz.

Laufzeit

bis 2022

Implementierung und Praxisbeispiele

Unter folgendem finden sich Betriebsbeschreibungen der teilnehmenden Praxisbetriebe:

https://www.landwirtschaft-artenvielfalt.de/die-betriebe/

Ergebnisse

Unter folgendem Link finden Sie bisherige Ergebnisse des Projektes:

https://www.landwirtschaft-artenvielfalt.de/veroeffentlichungen/

 

Kontakt

Tanja Dräger de Teran
WWF Deutschland