Bundesamt für Naturschutz

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Charta Zukunft Stadt und Grün

Aktionsfeld

Kommunikation, Netzwerkbildung und Informationen

Verantwortlich

Initiatoren:

Bundesverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau e.V. (BGL)

Stiftung Die Grüne Stadt

Seit Januar 2014 haben insgesamt 50 Organisationen und Persönlichkeiten die Charta unterzeichnet, dies ist ein offener Prozess und weitere Unterstützer sollen folgen.

Kurzbeschreibung

Mit der Charta Zukunft Stadt und Grün wollen die Initiatoren Politik und Gesellschaft dafür gewinnen, das viel zu wenig genutzte Potential der Vegetation und der biologischen Vielfalt stärker für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu nutzen - unter ökologischen, aber auch unter ökonomischen und sozialen Aspekten. Seit Januar 2014 konnten mittlerweile 50 namhafte Verbände, Unternehmen und Persönlichkeiten für die Unterstützung der Charta gewonnen werden.

Um die positiven Effekte urbanen Grüns stärker erkennbar und nutzbar zu machen, haben die Unterzeichner dieser Charta insgesamt acht Wirkungs- und Handlungsfelder identifiziert:


  • 1. Abmilderung der Folgen des Klimawandels
  • 2. Förderung der Gesundheit
  • 3. Sicherung sozialer Funktionen
  • 4. Steigerung der Standortqualität
  • 5. Schutz des Bodens, des Wassers und der Luft
  • 6. Erhalt des Artenreichtums
  • 7. Förderung von bau- und vegetationstechnischer Forschung
  • 8. Schaffung gesetzlicher und fiskalischer Anreize

Die Unterzeichner fordern die Verantwortlichen vor allem in Politik und Verwaltung aber auch in Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf, ihr Engagement für den Einsatz von urbanem Grün gezielt zu verstärken. Hierbei ist eine stärkere Zusammenarbeit von Akteuren aus unterschiedlichen Handlungs- bzw. Politikfeldern sowie zwischen Verwaltung einerseits und Organisationen der Zivilgesellschaft, wie z. B. Vereinen, andererseits notwendig. Damit sollen eine intensive Netzwerkbildung und Aktivitäten der Unterzeichner die Forderungen in den acht genannten Handlungsfeldern umsetzen. Insbesondere das Handlungsfeld 6 "Erhalt des Artenreichtums" und der dazugehörige Forderungskatalog soll an dieser Stelle genannt werden. Es wird gefordert:


  • die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten in unseren Städten zu schützen und zu vergrößern, u. a. durch die Verwendung gebietsheimischer Arten auf naturnahen Flächen, ein ökologisches Grünflächenmanagement und die Einrichtung eines innerstädtischen Biotopverbundes
  • die Durchgrünung der Siedlungen einschließlich des wohnumfeldnahen Grüns (z. B. Hofgrün, kleine Grünflächen, Dach- und Fassadengrün) deutlich zu erhöhen
  • die Potenziale aller kommunalen Handlungsfelder, z. B. des Sports, für den Schutz der biologischen Vielfalt politikfeldübergreifend zu nutzen
  • durch die verstärkte Anlage, Entwicklung und Pflege von strukturreichem Grün zusätzlichen, wertvollen Lebens- und Regenerationsraum für Fauna und Flora in den Städten zu erhalten bzw. zu schaffen
  • vorhandene Möglichkeiten zu nutzen, um die direkte Umgebung von Gebäuden und Stadtquartieren zu verbessern, z. B. durch Entsiegelung, Hof- und Gebäudebegrünung, Rückbau und Beruhigung von Straßen
  • die bestehenden Instrumente der Landschaftsplanung, Grünordnungsplanung und Bauleitplanung zur Entwicklung des städtischen Grüns und zur Vernetzung von Biotopen intensiver anzuwenden.

Umsetzung

Gemeinsam mit den Unterzeichnern sind in den kommenden Jahren zu den acht Handlungsfeldern konkrete Projekte geplant, damit die Charta Zukunft Stadt und Grün mit Leben gefüllt wird. Mit dem Deutschen Dachgärtner Verband ist beispielsweise ein Projekt zur Förderung der Biodiversität auf extensiven Dachbegrünungen angedacht. Ziel ist es, die Sedum-Monokulturen auf den Dachbegrünungen, die heute noch oftmals verwendet werden, abzulösen durch vielfältigere Bepflanzungskonzepte und dies durch Modellierung des Substrates zu ermöglichen und zu unterstützen.

Seit Frühjahr 2016 bettet der BGL die Aktivitäten rund um die Charta Zukunft Stadt und Grün in eine Initiative "Grün in die Stadt" ein, die insbesondere die Bevölkerung für mehr Grün in der Stadt sensibilisieren will. Neben einer Roadshow durch 12 Großstädte in Deutschland wird verstärkt in den Sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Instagram, Google+ und Youtube rund um die Initiative informiert: gruen-in-die-stadt.de

Kontakt

Wolfgang Groß
Bundesverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau e.V.
Tel. + 49 2224.77 07 47

Pressemitteilung des BGL zur Mitwirkung bei UBi 2020

Der BGL ist seit Februar 2015 Unterstützer von UBi 2020 und mit der Charta Zukunft Stadt und Grün auf der Aktionsplattform vertreten. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung des BGL vom 4. März 2015