Bundesamt für Naturschutz

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Aktivitäten Hamburgs zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

Einführung

Das zurzeit rechtsgültige flächendeckende Naturschutzprogramm mit einzelnen Biotopentwicklungsräumen und zugeordneten Zielen und Maßnahmen ist der  Teilplan Arten- und Biotop (APRO) als Bestandteil des Landschaftsprogramms. Eine Fachkonzeption Arten- und Biotopschutz zur Integration ins Landschaftsprogramm wird erarbeitet.

Mit der Broschüre  "Grüne Vielfalt – Qualität der Stadt" wurde 2010 ein Eckpunktepapier zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in Hamburg erarbeitet und seitdem regelmäßig aktualisiert. Hier werden die wichtigsten Lebensräume und die Zentren der Biodiversität in Hamburg dargestellt, Maßnahmen, Instrumente und Projekte, die Hamburg zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt einsetzt, vorgestellt sowie weitere Maßnahmen vorgeschlagen.

Auswahl an Aktivitäten

1) Strategien, Programme, Instrumente

  • Für den Biotopverbund Hamburg wurde die Flächenkulisse im Rahmen einer Fachgrundlage ermittelt. Derzeit läuft das Abstimmungsverfahren zur Integration dieser Flächen in das Landschaftsprogramm. Mit der praktischen Umsetzung des Biotopverbunds wird im Rahmen von Beispielprojekten begonnen.
  • Mit dem  Integrierten Bewirtschaftungsplan Elbeästuar (IBP) haben die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemeinsam mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord und der Hamburg Port Authority Maßnahmen festgelegt, um Lebensraumtypen und Arten im Elbeästuar zu fördern.
  • Mit der Hamburger FFH -Strategie wird bis Anfang 2014 eine Handlungsanleitung zur Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes der FFH -Lebensraumtypen und -arten entwickelt.

2) Schutz und Entwicklung von Lebensräumen

  • Hamburg hat über 8 % seiner Landesfläche als  Naturschutzgebiete ausgewiesen, um so typische und gefährdete Lebensräume, wie Moore, Tideauen, Heiden und Dünen,  und seltene Tier- und Pflanzenarten zu schützen und weiter zu entwickeln. Darüber hinaus sind auch 8,7 % der Landesfläche als Natura 2000-Gebiet (ohne NP Wattenmeer) ausgewiesen.
  • Durch gezielte Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen von  Vertragsnaturschutz oder  Ausgleichsverpflichtungen aus der Eingriffsregelung werden spezielle und für Hamburg typische Lebensräume entwickelt: Wiederherstellung des Tideeinflusses, Grünlandentwicklung mit Grabenpflege und –wiederherstellung , halboffene Weidelandschaften, Heidepflege, Moorregeneration. 

3) Schutz und Entwicklung von Arten und Artengruppen

  • Mit dem Aufbau eines umfassenden  Artenkatasters wurde ein Instrument geschaffen, das eine Übersicht über das Vorkommen aller in Hamburg erfassten Arten bietet. So wird die zukünftige Erfassung erleichtert, es können zeitliche und räumliche Entwicklungstrends verfolgt, ein effektives FFH -Monitoring durchgeführt und Vorkommen besonderer Arten besser geschützt werden.  
  • Gezielte Förderung von speziellen Arten und Artengruppen:  „Das Blaue Metropolnetz“: Entwicklung von Gewässerkorridoren für den Fischotter,  „Projekt Biber“, Neuer Wohnraum für Gebäudebrüter und Fledermäuse im Rahmen von gefördertem Mietwohnungsneubau, 100 Teiche Programm für Amphibien, neuer Lebensraum für das weltweit einzigartige Vorkommen des Schierlingswasserfenchel.

4) Bildung und Öffentlichkeitsarbeit/Naturschutzstiftungen

Letzte Änderung: 15.07.2015

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