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Hessische Biodiversitätsstrategie

Einführung

Das Kabinett der hessischen Landesregierung hat am 3. Juni 2013 die  Hessische Biodiversitätsstrategie verabschiedet. Sie ist die erste Landesstrategie, die – wie vom Europäischen Umweltrat gefordert – klar auf die Erreichung der am 3. Mai 2011 veröffentlichten Ziele der „Europäischen Biodiversitätsstrategie bis 2020“ ausgerichtet ist. Zudem werden landesspezifische Ziele verfolgt, z.B. die Erhaltung der Verantwortungsarten.

Damit dient die Strategie der Erhaltung der genetischen Vielfalt der natürlich und kulturhistorisch entstandenen Arten, der Sicherung der naturraumtypischen Vielfalt von Lebensräumen und der Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der Schutzgüter in Hessen. Neben einleitenden Erläuterungen und Informationen zur Ausgangssituation werden die zehn, bis 2020 durch 54 Aktionen zu erreichenden, strategischen Ziele vorgestellt.

Im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode des Hessischen Landtags (2014 -2019) wurde festgeschrieben, dass die Strategie nicht nur umgesetzt sondern auch weiterentwickelt wird. Die Anhörung endet im Sept. 2015, so dass diese spätestens 2016 vorliegt.

Auswahl an Aktivitäten

1) Strategien, Programme, Instrumente

  • Die Hessische Biodiversitätsstrategie dient der Bewahrung einer intakten Natur. Bisherige Aktivitäten sind dem  Biodiversitätsbericht 2013 zu entnehmen. Nur die intakte Natur kann die für uns notwendigen Ökosystemleistungen erbringen (z.B. sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Rohstoffe, erfolgreiche Anpassung). Die Umsetzung der Strategie dient so der nachhaltigen Entwicklung, ein Bereich in dem Hessen zahlreiche Aktivitäten entfaltet (s.  Nachhaltigkeitsstrategie Hessen).

2) Schutz und Entwicklung von Lebensräumen

  • Nicht nur Ziel I, sondern auch die Ziele III – VII der Hessischen Biodiversitätsstrategie (s.o.) dienen dem Schutz und der Entwicklung von Lebensräumen. Die  Hessenliste der Lebensräume, für deren Erhaltung Hessen eine besondere Verantwortung hat, wurde Ende März erstellt und den Kreisen zugeleitet. Viele davon sind durch Agrarumweltmaßnahmen (HALM) und/oder den Landeshaushalt förderbar.
  • Einer Übersicht sind wichtige  Fördermöglichkeiten von Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt zu entnehmen. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Schutzgebietstypen, natürlich auch zu Natura 2000 mit zahlreichen Unterpunkten, sind den  Naturschutzseiten der FENA zu entnehmen, die Lage der Schutzgebiete (inkl. ergänzender Informationen) dem  Natureg-Viewer.

3) Schutz und Entwicklung von Arten und Artengruppen

  • Mehrere Ziele (I – VII) der Hessischen Biodiversitätsstrategie dienen dem Schutz und der Entwicklung von Arten. Die  Hessenliste der Arten, für deren Erhaltung Hessen eine besondere Verantwortung hat, wurde Ende März erstellt und den Kreisen zugeleitet. Für viele Arten liegen Gutachten mit wichtigen Erhaltungs- bzw. Entwicklungsmaß-nahmen vor, die vor Ort direkt umgesetzt werden können.
  • Einer Übersicht sind wichtige  Fördermöglichkeiten von Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt zu entnehmen. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Artengruppen finden sich in den Artenschutzseiten der  FENA und der  Vogelschutzwarte.

4) Bildung und Öffentlichkeitsarbeit / Naturschutzstiftungen

  • Die Ziele IX und X der Hessischen Biodiversitätsstrategie (s.o.) sind ohne intensive Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung nicht erreichbar. Die Öffentlichkeitsarbeit wird von allen damit befassten Behörden betrieben. Umfangreiche Informationen sind unter den vorstehenden Links von FENA, Vogelschutzwarte und Natureg-Viewer zu finden.
  • Das z.T. speziell auf die Strategie abgestellte Fortbildungsangebot ist dem  Programm der Naturschutz-Akademie Hessen, spezielle Förderungsmöglichkeiten bspw. der  Stiftung Hessischer Naturschutz zu entnehmen.

Hintergrundinformationen

 Hessische Biodiversitätsstrategie

Letzte Änderung: 10.07.2015

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