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Hessische Biodiversitätsstrategie

Einführung

Das Kabinett hat am 3. Juni 2013 die   Hessische Biodiversitätsstrategie (HBS) verabschiedet. Die im Koalitionsvertrag vorgesehene   Weiterentwicklung ist vom Kabinett am 01.02.2016 beschlossen worden. Mit der Biodiversitätsstrategie verknüpft die Landesregierung verschiedene Zielsetzungen: diese sind unter anderem der Schutz von Lebensräumen und Arten, besonders in Schutzgebieten, sowie die Beobachtung und ggf. Zurückdrängung invasiver Arten. Die Strategie benennt 11 Ziele und über 120 Einzelmaßnahmen, zu denen Artenhilfskonzepte ebenso gehören wie der Einsatz von Agrarumweltmaßnahmen sowie die systematische Überwachung ihrer Wirksamkeit oder die aktive Einbindung des ehrenamtlichen Naturschutzes, der Landnutzer und deren Verbände in die Umsetzung der Strategie. Mit der Weiterentwicklung wurde die HBS wesentlich ambitionierter, so haben bei den bisherigen Zielen die geplanten Aktionen um über 50 % zugenommem.

Auswahl an Aktivitäten

1) Strategien, Programme, Instrumente

  • Die Hessische Biodiversitätsstrategie dient der Erhaltung und Verbesserung der Lebensgrundlagen in Hessen durch die Bewahrung einer intakten, vielfältigen Natur. Je größer die biologische Vielfalt ist, umso eher kann sich die Natur an Änderungen (z.B. Klima) anpassen und weiterhin die für uns essentiellen, zzt. kostenfreien Ökosystemleistungen erbringen (z.B. frische Luft, sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Rohstoffe).
  • Die Umsetzung der Strategie sichert die Grundlagen der nachhaltigen Entwicklung (vgl. Definition – Brundtlandbericht 1987) - ein Bereich, in dem Hessen zahlreiche Aktivitäten entfaltet (s.Nachhaltigkeitsstrategie Hessen). Bisherige Umsetzungsmaßnahmen sind den  Biodiversitätsberichten zu entnehmen.

2) Schutz und Entwicklung von Lebensräumen

Die Ziele I sowie III–VII der Hessischen Biodiversitätsstrategie dienen dem Schutz und der Entwicklung von Lebensräumen. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Schutzgebietstypen, natürlich auch zu Natura 2000, sind den  Naturschutzseiten der FENA (Servicezentrum Forsteinrichtung und Naturschutz) zu entnehmen, die Lage der Schutzgebiete (inkl. ergänzender Informationen) dem  Natureg-Viewer.

Die „ Hessenliste der Arten und Lebensräume“, für deren Erhaltung Hessen eine besondere Verantwortung hat, wurde im Frühjahr 2015 erstellt. Später wurde ein Leitfaden zur Erleichterung der Umsetzung in den Kreisen und kreisfreien Städten veröffentlicht. Maßnahmen sind bspw. durch Agrarumweltmaßnahmen oder durch zusätzlich breitgestellten Landesmittel förderbar. Einer Übersicht sind wichtige  Fördermöglichkeiten von Maßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der biologischen Vielfalt zu entnehmen.

3) Schutz und Entwicklung von Arten und Artengruppen

  • Mehrere Ziele (I – VII) der Hessischen Biodiversitätsstrategie dienen dem Schutz und der Entwicklung von Arten. Die „Hessenliste der Arten und Lebensräume“ listet Arten auf, für deren Erhaltung Hessen eine besondere Verantwortung hat. Nähere Informationen zu den unterschiedlichen Arten und geeignete Fördermaßnahmen finden sich in den Artenschutzseiten der FENA und der Vogelschutzwarte.

4) Bildung und Öffentlichkeitsarbeit / Naturschutzstiftungen

Die Ziele IX und X der Hessischen Biodiversitätsstrategie sind ohne intensive Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung nicht erreichbar. Die Öffentlichkeitsarbeit wird von allen damit befassten Behörden betrieben. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde eine Steuerungsgruppe Biologische Vielfalt eingesetzt und es wurden  fünf Arbeitsgruppen gebildet. Die AG Bewusstseinsbildung hat im September 2015 die  Kampagne Wildes Hessen?! Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt gestartet.

Die Ergebnisse der AG aber auch die aller anderen Maßnahmen, die in Hessen zur Erhaltung und Förderung der Biologischen Vielfalt durchgeführt werden, können am 22. September 2016, dem  4. Tag der Nachhaltigkeit, öffentlichkeitswirksam vorgestellt werden. Auch dadurch wird die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt gelegt.

Umfangreiche Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit und weitergehende Informationen sind unter den vorstehenden Links zu FENA, Vogelschutzwarte und Natureg-Viewer zu finden. Aktuelle Veranstaltungen sind dem  Aktivitätenkalender sowie durchgeführte, ggf. nachzumachende Projekte mit Tipps und Ansprechpartnern der  Projektübersicht auf der Homepage zu entnehmen. Das z. T. speziell auf die Strategie abgestellte Fortbildungsangebot ist dem  Programm der Naturschutz-Akademie Hessen zu entnehmen.

Hintergrundinformationen

 Hessische Biodiversitätsstrategie

Letzte Änderung: 03.04.2017

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