Bundesamt für Naturschutz

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Die Strategie in Kürze


Die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) wurde unter Federführung des Bundesumweltministeriums (BMU) mit Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) von 2003 bis 2007 erarbeitet. Beteiligt waren Fachleute aus Verbänden und Wissenschaft, die unter anderem zu Gesprächen in Kassel zusammen kamen.

Am 7. November 2007 wurde die Strategie schließlich vom Bundeskabinett beschlossen und in den Koalitionsverträgen der 17., 18. und 19. Legislaturperiode bestätigt. Damit ist sie auch heute noch aktuell.

Mit der NBS liegt in Deutschland eine umfassende und anspruchsvolle Strategie zur Umsetzung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt vor (Convention on Biological Diversity, CBD). Ziel ist es, den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und bis zum Jahr 2020 eine Trendwende einzuleiten. Entsprechend den Grundsätzen der CBD erfolgt die Umsetzung nach dem Leitprinzip der Nachhaltigkeit und berücksichtigt daher ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen.

Welche Ziele und Maßnahmen enthält die Strategie?

Die NBS ist eine wichtige Argumentationsgrundlage im Naturschutz: Mit ihren ca. 330 Qualitäts- und Handlungszielen sowie rund 430 Maßnahmen deckt sie alle biodiversitätsrelevanten Themen ab. Zudem trägt sie das Thema Biodiversität in verschiedene gesellschaftliche Bereiche und zeigt auf, was passieren muss, damit die biologische Vielfalt für die heute lebenden Menschen und künftige Generationen in Deutschland erhalten bleibt. Außerdem enthält die Strategie auch den Beitrag Deutschlands zur Erhaltung der biologischen Vielfalt weltweit.

Viele Ziele der NBS sollen bis 2020 erreicht werden, einige reichen bis in das Jahr 2050.

Wie wird die Strategie umgesetzt?

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt wird von folgenden Komponenten flankiert:

  • Dem intensiven Dialog zwischen Bund, Ländern, Verbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen. Hierzu gehören auch die nationalen Aktivitäten im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020, die möglichst viele Menschen in Deutschland für den Schutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt begeistern möchte, sowie die Dialog- und Aktionsplattform "Unternehmen Biologische Vielfalt". Hier engagieren sich zahlreiche Unternehmen und Verbände für die Erhaltung der Biodiversität.

  • Der gezielten Förderung besonders herausragender und modellhafter Projekte in vier Förderbereichen durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt sowie von zahlreichen Förderprojekten im Rahmen der Ressortforschung.

  • Der regelmäßigen Berichterstattung zur Umsetzung und der Erfolgskontrolle durch das Monitoring.

Welche Zwischenergebnisse gibt es?

In den Monitoring- und Rechenschaftsberichten wurde mehrfach verdeutlicht, dass die bisherigen Anstrengungen noch nicht ausreichen, um die ambitionierten Ziele der Strategie zu erreichen und eine Trendwende beim Verlust der biologischen Vielfalt einzuleiten. Aus diesem Grund hat das BMU im Jahr 2015 die Naturschutz-Offensive 2020 als Handlungsprogramm zur NBS ins Leben gerufen, um den Umsetzungsdefiziten wirksam zu begegnen.

Das Erreichen der anspruchsvollen Ziele und die konsequente Umsetzung der Maßnahmen, die in der Strategie und in der Naturschutz-Offensive formuliert wurden, stellt nach wie vor für alle Akteure eine große Herausforderung dar.