Bundesamt für Naturschutz

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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie


Foto: Christian Müller - Fotolia.com
Mann auf dem Fahrrad

Am 17. April 2002 beschloss die Bundesregierung die nationale Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland". Die Weiterentwicklung der Strategie wurde im Koalitionsvertrag der Bundesregierung für die 17. Legislaturperiode im Oktober 2009 bestätigt. Sie unterstreicht damit, dass eine nachhaltige Entwicklung zentrales Ziel ihres Regierungshandelns ist. Die Nachhaltigkeitsstrategie wird im Rahmen so genannter  Fortschrittsberichte, zuletzt 2012, weiterentwickelt. Die Erarbeitung der Strategie und der Fortschrittsberichte werden durch einen breiten Dialog- und Konsultationsprozess mit den gesellschaftlichen Gruppen begleitet.

Vier Leitlinien – eine Vision für die Zukunft unseres Landes:

  • Generationengerechtigkeit
  • Lebensqualität
  • Sozialer Zusammenhalt und
  • Internationale Verantwortung

Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung basiert auf der Verantwortung, das Heute und Jetzt nicht auf Kosten zukünftiger Generationen oder zu Lasten der Menschen in anderen Regionen zu bauen. Daher wurden klare, in den meisten Fällen quantitative Ziele und mit einem Zielzeitpunkt versehene Ziele in 21 prioritären Handlungsfeldern definiert. In den Fortschrittsberichten sowie den ergänzend alle zwei Jahre erscheinenden Indikatorenberichten wird über deren Entwicklung berichtet. In den durch das Statistische Bundesamt erstellten Indikatorenberichten werden die Entwicklungstrends und Zielerreichungsgrade bewertet. Die Ergebnisse sind durch leicht verständliche Wettersymbole dargestellt. Ziele, die bereits vor Zeitablauf erreicht wurden, wurden durch neue ersetzt.

Beispiele für Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie:

  • Die Energie- und Rohstoffproduktivität soll bis 2020 (gegenüber 1990) verdoppelt werden, d. h. der Einsatz von Energie und Rohstoffen soll deutlich von der Wirtschaftsleistung entkoppelt werden.
  • In der Zeit von 2008-2012 sollen die Emissionen der Kyoto-Gase um 21% gegenüber 1990 verringert werden; mit dem Indikatorenbericht 2010 wurde das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel einer Verminderung um 40 % bis 2020 aufgenommen.
  • Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch sollte bis 2010 auf 4,2 % und am Bruttostromverbrauch auf 12,5 % steigen. Beide Ziele wurden vorzeitig erreicht. Bis 2020 sollen die Anteile nun auf 10 bzw. 30 % steigen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie zielt darauf ab, eine praktische Orientierung für nachhaltiges Handeln zu geben, sowohl für Politik als auch für die Gesellschaft. Mit Managementregeln beschreibt sie allgemeine Anforderungen an eine ökologisch, ökonomisch und sozial ausgewogene Entwicklung.

Elemente des Managementkonzepts für eine nachhaltige Entwicklung:

  • Managementregeln
  • Indikatoren und Ziele
  • Monitoring
  • Gesetzesfolgenabschätzung

Maßnahmenkataloge in den prioritären Handlungsfeldern konkretisieren die Managementregeln. Ziele und Indikatoren zeigen an, wo wir auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung stehen. Im Rahmen eines Monitoring wird der erreichte Entwicklungsstand ermittelt als Basis für die Anpassung der Ziele und Indikatoren an sich ändernde Prioritäten. Die 2009 eingeführte Gesetzesfolgenabschätzung verpflichtet alle Ministerien, bei der Erarbeitung von Gesetzen deren langfristige Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung zu überprüfen und die Bewertung zu dokumentieren.


 Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

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