Bundesamt für Naturschutz

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Akteure Nachhaltige Waldnutzung


Öffentlicher Wald und Nationale Biodiversitätsstrategie

Dialogforum zum Beitrag des Waldes in öffentlichem Eigentum für die Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie, 19. bis 21. Mai 2010 Internationale Naturschutzakademie, Vilm

Aus der Nationalen Biodiversitätsstrategie (NBS) ergeben sich konkrete Anforderungen an öffentliche Forstbetriebe in Deutschland, z.B. die Forderungen, eine Strategie zur vorbildlichen Berücksichtigung der Biodiversitätsbelange für alle Wälder im Besitz der öffentlichen Hand zu entwickeln sowie auf 10% der Waldfläche eine natürliche Waldentwicklung zuzulassen.

Gleichzeitig unterliegen Verwaltung und Management des öffentlichen Waldbesitzes vielfältigen anderen und z. T. auch konträren Anforderungen, so z. B. anspruchsvollen Ertragszielen. Es besteht die Befürchtung, dass Gemeinwohlziele, zu denen auch der Erhalt der Biodiversität in Wäldern zählt, in der betrieblichen Praxis in den letzten Jahren zunehmend ins Hintertreffen geraten sind. Öffentlichen Forstbetrieben in Deutschland kommt jedoch nicht zuletzt wegen des hohen Anteils an Schutzgebieten, insbesondere an Natura 2000-Gebieten, eine zentrale Verantwortung für den Naturschutz zu.

Das Dialogforum ging der Frage nach, wie der Beitrag öffentlicher Wälder zur Umsetzung der NBS ausgestaltet werden kann. Hierbei wurde gefragt, welche Leistungen öffentliche Forstbetriebe und -verwaltungen schon heute für den Schutz der Biodiversität in Wäldern erbringen, welche zusätzlichen Anstrengungen zur Erfüllung der NBS-Ziele im öffentlichen Wald erforderlich sind und welche Voraussetzungen dafür bestehen bzw. geschaffen werden müssen.