Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Dialogforum "Ehrenamtliche Aktivitäten zur Erfassung der biologischen Vielfalt"


Vortrag Prof. Beate Jessel
Blick ins Auditorium
Arbeitsgruppen
Teilnehmer im Dialog

Das Wissen über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschland ist eine unverzichtbare Grundlage für eine vorausschauende Naturschutzpolitik. Die Verbesserung dieser Datenbasis ist eine Daueraufgabe und wurde auch als Ziel in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt verankert. Eine vollständige Erfassung des Zustands und der Entwicklung der biologischen Vielfalt wird in Anbetracht der Komplexität dieses Themas sowie der hierfür zur Verfügung stehenden begrenzten finanziellen und personellen Kapazitäten niemals möglich sein. Daher sind hier eine inhaltliche Schwerpunktsetzung und ein möglichst effizienter Einsatz von Ressourcen erforderlich. Viele Erhebungen zu Vorkommen, Verbreitung und Bestandsentwicklung von wild lebenden Tier- und Pflanzenarten basieren derzeit auf ehrenamtlich geleisteter Geländearbeit.

Um die gute Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem und behördlichem Naturschutz bei der Verbesserung der Datenbasis zu Zustand und Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschland zu fördern, lud das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im europäischen Jahr des Ehrenamtes zu dem Dialogforum „Ehrenamtliche Aktivitäten zur Erfassung der Biologischen Vielfalt“ am 17. und 18.02.2011 in Bonn ein. Die Veranstaltung richtete sich an Organisatoren und Mitwirkende von ehrenamtlichen Erfassungsprogrammen sowie VertreterInnen von Behörden und Verbänden oder wissenschaftlichen Institutionen, die im Bereich der Datenerhebung für den Naturschutz tätig sind.

Das Dialogforum wollte, ausgehend von einer Übersicht und Würdigung der bestehenden ehrenamtlichen Initiativen zur Beobachtung der biologischen Vielfalt, Denkanstöße geben, um Konzepte für win-win-Situationen des ehrenamtlichen und amtlichen Naturschutzes und Instrumente zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements - besonders von behördlicher Seite - zu entwickeln. Lücken in der Datenerfassung sowie Notwendigkeiten und Möglichkeiten für Verbesserungen im Datenaustausch und bei der Datennutzung sollten identifiziert und diskutiert werden.