Bundesamt für Naturschutz

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Kommunikation und Partizipation

Dialogforum „Bundesprogramm Biologische Vielfalt – Kommunikation, Bürgerbeteiligung und der Einsatz moderner Medien“

Wie können Bürgerinnen und Bürger für die ehrenamtliche Mitarbeit in Naturschutzprojekten gewonnen werden? Wie kann die Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen und das Naturbewusstsein in der Bevölkerung verbessert werden? Und welche Rolle spielen dabei moderne Medien?

Auf der Grundlage von Praxisbeispielen diskutierten mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Naturschutz, Sport, Bildung und gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen auf Einladung des Bundesamtes für Naturschutz über die Erfahrungen, die in verschiedenen Projekten des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gesammelt worden waren.

Teilnehmer des Dialogforums © Ursula Euler
Teilnehmer des Dialogforums

Beispielhafte Projekte vorgestellt

Als beispielhaft wurde etwa das Projekt "Alpenflusslandschaften - Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze" vorgestellt, das unter der Leitung des WWF Deutschland umgesetzt worden ist und bei dem die Menschen aus der Region für den Schutz der Alpenflusslandschaften gewonnen werden konnten - unter anderem über Aktionstage an den Flüssen, Exkursionsangebote, Pilgerwanderungen, Wettbewerbe und Dialogforen. Vertreter des BUND stellten das Projekt "Wildkatzensprung" vor, bei dem sich im Projektzeitraum von 2011 bis heute mehr als 1.200 Menschen freiwillig engagiert haben und wichtige Daten für die Naturschutzarbeit liefern.

Ehrenamtliche Arbeit ist unverzichtbar

"Viele Erhebungen zu Vorkommen, Verbreitung und Bestandsentwicklung von wild lebenden Tier- und Pflanzenarten basieren seit jeher auf ehrenamtlich geleisteter Geländearbeit. Das verbessert die Datenbasis zu Zustand und Entwicklung der biologischen Vielfalt in Deutschland. Diese Verbesserung ist ein wichtiges Ziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt und als Handlungsfeld in der Naturschutz-Offensive 2020 verankert", sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel während des Dialogforums.

Das Bundesprogramm biologische Vielfalt unterstützt das ehrenamtliche Engagement als wichtige Säule des Naturschutzes in vielen Projekten, die in vorbildlicher Weise aktiven Naturschutz mit Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit verknüpfen. "Wichtig für eine erfolgreiche und nachhaltige Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Naturschutzprojekten sind eine vertrauensvolle Kommunikation, eine transparente Information sowie der planvolle Einsatz neuer Medien", so die BfN-Präsidentin.

Moderne Medien: Datensammlung und Naturbewusstseinsbildung

Dass moderne Medien sinnvoll für die Naturbewusstseinsbildung und Datensammlung eingesetzt werden können, zeigten unter anderem der "BeachExplorer", ein Webportal mit passender Smartphone-App zur Naturwahrnehmung am Strand, sowie verschiedene ortsbezogene digitale Spiele, die das hohe Potential mobiler Endgeräte für diese Zwecke greifbar machten. Nicht zuletzt kamen auch die Ehrenamtlichen selbst zu Wort. Zwei Jugendliche berichteten über ihre Arbeit im Projekt "GreenCut", in dem sie mittels eigener Film-Arbeit Zugang zum Thema Naturschutz fanden.

Das Bundesamt für Naturschutz erhofft sich von dem Forum, dass die gewonnenen Erkenntnisse in bestehende Projekte des Bundesprogrammes Eingang finden, aber auch Impulse und Ideen für neue Projekte liefern. Eine Dokumentation der Veranstaltung wird demnächst an dieser Stelle zur Verfügung stehen.