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Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland


Gelbbauchunken. Foto: Bruno Scheel, NABU
Gelbbauchunken. Foto: Bruno Scheel, NABU
Gelbbauchunke. Foto: Bruno Scheel, NABU
Gelbbauchunke. Foto: Bruno Scheel, NABU
Paarung von Gelbbauchunken. Foto: Stefan Kostyra, Piclease
Paarung von Gelbbauchunken. Foto: Stefan Kostyra, Piclease

Ziel des Vorhabens ist es, bestehende Populationen der Gelbbauchunke zu stärken und Trittsteine zwischen Lebensräumen anzulegen sowie die teilweise Wiederansiedelung der Art, um isolierte Populationen miteinander zu verbinden. Durch die Maßnahmen soll nicht nur die Vielfalt an Lebensräumen, sondern auch die Artenvielfalt in den Projektregionen erhöht werden. 

Die Gelbbauchunke ist auf der Roten Liste Deutschlands als "stark gefährdet" und in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für diese Art, da sich hier sowohl ihre nördliche Verbreitungsgrenze als auch ein bedeutender Teil der Weltpopulation befindet.

Der ursprüngliche Lebensraum des kleinen Froschlurchs mit der charakteristisch gelb-schwarz gefleckten Unterseite umfasste in erster Linie die Auenbereiche von Flüssen und Bächen. Heute kommt die Gelbbauchunke fast ausschließlich in sogenannten Sekundärlebensräumen vor. Dies sind insbesondere Ton-, Sand- und Kiesgruben, Steinbrüche und Truppenübungsplätze, bei denen durch extensive Nutzung noch die Dynamik vorhanden ist, die die Entstehung von strukturreichem Gelände mit Rohböden und temporären kleinen Tümpeln ermöglicht.

Entscheidend für das langfristige Überleben dieser Art ist nicht nur der Erhalt einzelner Bestände und Lebensräume, sondern insbesondere die Vernetzung isolierter Populationen. Dies erfordert eine großräumige Sichtweise, stellt aber auch hohe Anforderungen an das Management des Projektes, das sich über fünf Bundesländer, acht Projektregionen und insgesamt 130 Projektgebiete mit Größen von 1 bis 140 ha erstreckt.

Neben der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe begleiten viele weitere Kooperationspartner das Projekt. Dazu zählt unter anderem auch der Baustoffverband Vero e. V. mit Betrieben der Rohstoffgewinnenden Industrie aus Niedersachsen, Nordrhein Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. 

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Verantwortungsarten

Bundesland: Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg

Projektgebiet: insgesamt 130 Projektgebiete in 8 Projektregionen

Laufzeit: Dezember 2011 – Februar 2018

Gesamt-Finanzvolumen: 3,2 Mio Euro

Projektträger: NABU Niedersachsen

Projektpartner: NABU Landesverbände Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, NABU Naturschutzstation Aachen, Biologische Stationen Bonn und Oberberg, Institut für Zoologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover

Fördergeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)/ Bundesamt für Naturschutz (BfN), Länder Niedersachsen (MU/NLWKN), Nordrhein-Westfalen (MKULNV) und Baden-Württemberg (MLR/LUBW)

Webseite: http://www.projekt-gelbbauchunke.de

Ansprechpartner im Auftrag des BfN:

Programmbüro des Bundesprogramms Biologische Vielfalt im
Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn

Tel: 0228 3821 1809 (Sekretariat)
E-Mail programmbuero-bpbv@dlr.de

Letzte Änderung: 07.04.2015

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