Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Auenentwicklung und Auenverbund an der Unteren Mittelelbe – Sicherung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemdienstleistungen von Auen am Beispiel des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe


Auwald Hohe Garbe. Foto: Dieter Leupold
Auwald Hohe Garbe. Foto: Dieter Leupold
Hohe Garbe, Luftbild. Foto: Frank Meyer
Hohe Garbe, Luftbild. Foto: Frank Meyer
Biber. Foto: Tim Schwarzenberger, BUND
Biber. Foto: Tim Schwarzenberger, BUND

Zentraler Inhalt des Projektes ist die Entwicklung eines modellhaften, großräumigen und länderübergreifenden Auenbiotopverbundes in einem Abschnitt des UNESCO -Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe zwischen Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen des Vorhabens wird ein bundesweit bedeutsames Leuchtturmprojekt zur Auenrenaturierung an der Elbe in der Hohen Garbe (Sachsen-Anhalt) umgesetzt. Die Wiederherstellung eines naturnahen Überflutungsregimes in diesem Bereich leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung eines länderübergreifenden Auenwaldverbunds unter Einbeziehung des elbabwärts gelegenen Elbholzes auf der niedersächsischen und der Lenzener Elbtalaue auf brandenburgischer Elbseite sowie Auwaldresten elbaufwärts nördlich von Wahrenberg und bei Neukirchen (Sachsen-Anhalt).

Bundesweit beispielgebend ist auch die begleitende naturschutzfachliche Evaluierung der Maßnahmen. Diese soll wissenschaftliche Erkenntnisse sowie planerische Grundlagen für künftige Auenreaktivierungsprojekte liefern. Für das gesamte Projektgebiet werden die Veränderungen der ökosystemaren Dienstleistungen, die infolge einer Umsetzung der verschiedenen Auenentwicklungskonzepte zu erwarten sind, erfasst und monetär bewertet. Die Ergebnisse fließen sowohl in die Planung als auch in die Kommunikationsstrategien ein.

Durch eine umfassende Einbindung der relevanten Akteure und Nutzer in die Renaturierungsmaßnahmen sollen Win-Win-Situationen herausgearbeitet, Lösungsansätze für Konflikte gefunden und die Akzeptanz für Auenschutz- und -entwicklungsmaßnahmen gefördert werden. Die Ergebnisse des Dialogprozesses werden beispielhaft einer sozio-ökonomischen Evaluierung unterzogen. Daraus lassen sich Erkenntnisse für Nutzerdialoge in ähnlich gelagerten Situationen ableiten.

Bundesweit wirksame Kommunikationsmaßnahmen sowie Informations- und Erlebnisangebote innerhalb des Biosphärenreservates sollen das Bewusstsein für die biologische Vielfalt von Auenlebensräumen schärfen und den Wert der Auen als Existenzgrundlage für den Menschen nachhaltig im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern.

Projekt-Steckbrief

Förderschwerpunkt: Sicherung von Ökosystemdienstleistungen

Bundesland: Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen

Projektgebiet: Hohe Garbe und ein ca. 50 km langer Elbabschnitt von Dömitz bis Wittenberge

Laufzeit: 11.11.2012 – 31.10.2017

Gesamt-Finanzvolumen: 3,64 Mio Euro

Projektträger: Trägerverbund Burg Lenzen e. V. 

Projektpartner: Bund für Umwelt und Naturschutz BUND e. V. (BUND), WWF-Aueninstitut im KIT (Karlsruher Institut für Technologie), TU Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, BUNDStiftung Berlin, Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (S.U.N.K.)

Kooperationspartner: Biosphärenreservat Mittelelbe; Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg; Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue; Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Landesverbände Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen

Fördergeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)/ Bundesamt für Naturschutz (BfN), Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, Michael-Otto-Stiftung

Webseite:  www.bund.net/elbauen

Ansprechpartner:

Dr. Meike Kleinwächter
Trägerverbund Burg Lenzen e.V.
Burgstr. 3
19309 Lenzen

Tel.: 038792 5078 201
E-Mail: Meike.Kleinwaechter@burg-lenzen.de

Letzte Änderung: 16.08.2016

 Artikel drucken