Bundesamt für Naturschutz

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Landwirtschaft

Artenreiches Grünland: Chancen schaffen und Möglichkeiten nutzen

25. Tagung der Reihe "Naturschutz und Landwirtschaft im Dialog", INA Vilm, 9. bis 12. Oktober 2017

Im Rahmen der Tagungsreihe "Naturschutz und Landwirtschaft im Dialog" trafen sich vom 9. bis 12. Oktober 2017 gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Behörde, Forschung, Wissenschaft und Praxis in der Internationalen Naturschutzakademie (INA) auf der Insel Vilm. Die Tagung unter der Überschrift "Artenreiches Grünland: Chancen schaffen und Möglichkeiten nutzen" war die 25. ihrer Art. Veranstalter waren in Kooperation die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und das Bundesamt für Naturschutz.

Ökonomische und ökologische Folgen

Dabei wurden verschiedene Wege und Möglichkeiten zur Nutzung artenreichen Grünlands vorgestellt und die jeweiligen ökonomischen und ökologischen Folgen der unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten beleuchtet. Da die Tagung im Kontext des BfN geförderten F+E Projektes "Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen der GAP auf die grünlandbezogene Biodiversität" stand, spielten die agrarpolitischen Rahmenbedingungen natürlich eine wichtige Rolle.

Nischen der Vermarktung

Darüber hinaus ging es auch um wirksame Beweidungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen und die Chancen und Nischen besonderer Vermarktungsstrategien von grünlandbezogenen Produkten. Als essentiell wurde immer wieder die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz hervorgehoben. Dabei wurde auch auf Aspekte der landwirtschaftlichen Praxis und die damit einhergehenden Probleme, Möglichkeiten und Hürden eines extensiven Grünlandmanagements im Sinne des Naturschutzes eingegangen. Aber auch Schwachstellen in der landwirtschaftlichen Ausbildung und aktuelle Konfliktthemen wie Beweidung und Wolf wurden diskutiert.

Magerweide am Flugplatz Freiburg. (Foto: Schoof)
Schafe auf der Weide
Mesophiles Feuchtgrünland im Wildtal. (Foto: Schoof)
Feuchtwiese in grünem Tal

Nachhaltige landwirtschaftliche Landnutzung, Stoffflüsse und Biodiversität

Dialogforum, 21. und 22. Juni 2010, Umweltbundesamt in Dessau

Trotz des Ziels, den Verlust an Biodiversität in Deutschland zu stoppen, sind Stoffkreisläufe (P, N) nach wie vor überlastet. Integrierte Stickstoffbilanzen weisen relevante Überschüsse aus, die zur Versauerung und Eutrophierung von Ökosystemen führen sowie zum Klimawandel beitragen. Chemikalien werden durch direkten Einsatz (Pestizide) oder über die Ausbringung belasteter Gülle und Klärschlämme (z.B. Tierarzneimittel, Biozide) in die Umwelt eingetragen. Diese Einträge sind wichtige Stressfaktoren für Agrarökosysteme und ihre Lebensgemeinschaften.

Das Dialogforum sollte insbesondere den Dialog zwischen Akteuren aus der Landwirtschaft, dem Umwelt- und Naturschutz sowie aus Wissenschaft und Verwaltung fördern und die Umsetzung von Maßnahmen in der Landwirtschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt unterstützen. Der Dialog wurde beispielhaft in der Thematik „Gemeinsam mit einer nachhaltigen Landwirtschaft Stoffeinträge und Emissionen mindern und Lebensgrundlage für lebensraumtypische Tier- und Pflanzenarten sichern“ geführt.

Die Akteure diskutierten über den Stand der gesetzten Ziele der Nationalen Strategie der biologischen Vielfalt (NBS), über Lösungsansätze zur Unterstützung des Umsetzungsprozesses der NBS und über den Beitrag der Akteure zur Implementierung der Biodiversitätsziele der Bundesregierung im Bereich der Landwirtschaft.

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