Bundesamt für Naturschutz

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Aktivitäten Hamburgs zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

Einführung

Das zurzeit rechtsgültige flächendeckende Naturschutzprogramm mit einzelnen Biotopentwicklungsräumen und zugeordneten Zielen und Maßnahmen ist der Teilplan Arten- und Biotop (APRO) als Bestandteil des Landschaftsprogramms. Eine Fachkonzeption Arten- und Biotopschutz zur Integration ins Landschaftsprogramm wird erarbeitet.

Mit der Broschüre "Grüne Vielfalt – Qualität der Stadt" wurde 2010 ein Eckpunktepapier zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in Hamburg erarbeitet und seitdem regelmäßig aktualisiert. Hier werden die wichtigsten Lebensräume und die Zentren der Biodiversität in Hamburg dargestellt, Maßnahmen, Instrumente und Projekte, die Hamburg zum Erhalt und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt einsetzt, vorgestellt sowie weitere Maßnahmen vorgeschlagen.

Auswahl an Aktivitäten

1) Strategien, Programme, Instrumente

  • Für den Biotopverbund Hamburg wurde die Flächenkulisse im Rahmen einer Fachgrundlage ermittelt. Seit Dezember 2018 sind 23,2 Prozent der Landesfläche über das Landschaftsprogramm planerisch als Biotopverbund gesichert. Mit der praktischen Umsetzung des Biotopverbunds wird im Rahmen von Beispielprojekten begonnen.

  • Mit dem Integrierten Bewirtschaftungsplan Elbeästuar (IBP) haben die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemeinsam mit der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord und der Hamburg Port Authority Maßnahmen festgelegt, um Lebensraumtypen und Arten im Elbeästuar zu fördern.

  • Mit der Hamburger FFH-Strategie liegt seit 2015 eine Handlungsanleitung zur Wiederherstellung des günstigen Erhaltungszustandes der FFH-Lebensraumtypen vor. Eine vergleichbare Unterlage wird derzeit für die FFH-Arten entwickelt.

2) Schutz und Entwicklung von Lebensräumen

  • Hamburg hat über 9 Prozent seiner Landesfläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Auch fast 9 % der Landesfläche als Natura 2000-Gebiet (ohne Nationalpark) geschützt. Durch die alle fünf Jahre aktualisierte Biotopkartierung wird die Grundlage für den Vollzug gelegt sowie ein Instrument zur Ableitung von Entwicklungszielen und Pflegemaßnahmen für alle Lebensräume in Hamburg geboten.

  • Durch gezielte Maßnahmen im Vertragsnaturschutz oder durch Ausgleichsverpflichtungen werden für Hamburg typische Lebensräume (z.B. Tidebiotope, Grünland, oder Moore) entwickelt. Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes "Natürlich Hamburg!" wird dies auch für bestimmte Naturschutzgebiete und innerstädtische Grünflächen durchgeführt, mit dem Ziel diese aufzuwerten und noch naturnäher zu gestalten.

3) Schutz und Entwicklung von Arten und Artengruppen

  • Mit dem Aufbau eines umfassenden Artenkatasters wurde ein Instrument geschaffen, das eine Übersicht über das Vorkommen aller in Hamburg erfassten Arten bietet. So wird die zukünftige Erfassung erleichtert, es können zeitliche und räumliche Entwicklungstrends verfolgt, ein effektives FFH-Monitoring durchgeführt und Vorkommen besonderer Arten besser geschützt werden.  

  • Gezielte Förderung von speziellen Arten und Artengruppen: "Das Blaue Metropolnetz": Entwicklung von Gewässerkorridoren für den Fischotter, "Projekt Biber", Neuer Wohnraum für Gebäudebrüter und Fledermäuse im Rahmen von gefördertem Mietwohnungsneubau, 100 Teiche Programm für Amphibien, neuer Lebensraum für das weltweit einzigartige Vorkommen des Schierlings-Wasserfenchels.

4) Bildung und Öffentlichkeitsarbeit/Naturschutzstiftungen

Letzte Änderung: 15.07.2015

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