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Biodiversität, biologische Vielfalt

Tännesberg – Mit biologischer Vielfalt in die Zukunft

Die oberpfälzische Gemeinde Tännesberg macht vor, wie biologische Vielfalt erhalten werden kann: Naturschützer, Land- und Forstwirte, deren Verbände sowie viele Akteure vor Ort arbeiten Hand in Hand, um das Gemeindegebiet nachhaltig zu entwickeln und die regionale Kulturlandschaft zu erhalten.

Das Konzept mit Vorbildcharakter schlägt auch bei der regionalen Wertschöpfung positiv zu Buche: Selbst erzeugte „Naturschutzprodukte“ aus umweltgerechter Produktion vermarktet die Gemeinde mit Erfolg. So gehen die Produkte der Rotviehhalter aus dem LBV-Rotviehprojekt an die regionale Gastronomie oder direkt an die Endkunden als Fleisch oder Wurstwaren. Sie finden als „Ochsenknacker“ oder „Zoiglbeißer“ ihre Abnehmer.

Spezialitäten aus dem Rebhuhn-Projekt der Wildland-Stiftung Bayern sind aus dem Urkorn hergestelltes Emmer-Brot oder das „Rebhuhn-Zoigl“, ein naturtrübes Spezialbier. Es wird von der Kommunbrauerei Eslarn handwerklich-traditionell aus den alten Getreidesorten Emmer, Einkorn und Dinkel gebraut. Die „Naturschutzprodukte“ sind nicht nur lecker und unbedenklich zu genießen, sie finanzieren einen Teil der Naturschutzmaßnahmen und fördern außerdem die regionale Entwicklung.

Der Bürgermeister der Modellgemeinde Tännesberg Max Völkl erklärte im Rahmen der Preisverleihung am 24. Juli 2012 das Konzept: „Vielfalt ist das Leitmotiv, das hinter der Projektidee steckt. Entscheidend sind hierbei die Vielfalt der Maßnahmen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf kommunaler Ebene und auch die Vielfalt der Unterstützung für dieses Projekt.“

„Diese Auszeichnung zeigt uns, dass sich Tännesberg mit seiner Idee ganz der biologischen Vielfalt verschrieben und einen richtigen Weg eingeschlagen hat, der auch in Zukunft unterstützt werden soll“, bekräftigte Landrat Simon Wittmann, Vorsitzender des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald, die Projektträger und Unterstützer in ihren Bemühungen. Es mache ihn schon besonders stolz, dass ausgerechnet seine Heimatgemeinde als „Ausgewählter Ort 2012“ ausgezeichnet wurde, so Wittmann weiter.

Die Preisverleihung fand auf der Tännesberger Rotviehweide der Familie Schwarz statt. Siegfried Hupfer von der Deutschen Bank in Amberg überreichte dort den Pokal und würdigte das bayrische Vorzeigeprojekt: „Die ‚Modellgemeinde Tännesberg‘ setzt mit ihrer zukunftsweisenden Kooperation von verschiedenen Einrichtungen und dem Einsatz von gezielten Maßnahmen Akzente im nachhaltigen Landschaftsschutz. Von dem Engagement für die Umwelt profitieren Anwohner wie Touristen gleichermaßen.“ (Quelle: Pressemeldung Deutschland Land der Ideen vom 26. Juli 2012)

Originalmeldung: www.land-der-ideen.de/presse/meldung/biologische-vielfalt-als-zukunftskonzept

Webseite der Verbandsgemeinde Tännesberg: www.taennesberg.de

Webseite des Rotviehprojekts: www.taennesberger-rotvieh.de

Letzte Änderung: 30.07.2012

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