Bundesamt für Naturschutz

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Biodiversitätsverlust gefährdet die Gesundheit

Anders als bisher angenommen reduziert der durch den Artenschwund bedingte Rückgang der Wirte nicht zugleich auch die Zahl der Krankheitserreger. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Zahlreiche Studien belegen offensichtlich, das der Rückgang der Arten die Ausbreitung von Infektionskrankheiten eher begünstigt. Der Erhalt der Artenvielfalt könnte sich daher aus auch medizinischen Gründen lohnen.

Im Spiegel ist dazu ein Artikel von Magadalena Hamm erschienen, der die Ergebnisse des Berichts der Fachzeitschrift Nature sehr gut zusammenfasst und den wir hier ausschnittsweise zitieren.  

Ein Beispiel für die o. g. These ist das West-Nil-Virus. Dies wird von Stechmücken übertragen und befällt hauptsächlich Vögel. Bei Säugetiere wie den Menschen löst der Erreger ein Fieber aus, das im schlimmsten Fall zu einer Hirnhautentzündung führt. Seit 2006 haben drei unabhängige Studien einen bemerkenswerten Zusammenhang belegen können: Je geringer die Vogelvielfalt ist, desto höher ist das Risiko für Menschen, an dem West-Nil-Fieber zu erkranken.

Diesen Zusammenhang erklären sich die Wissenschaftler so: In den untersuchte