Bundesamt für Naturschutz

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Tiere und Pflanzen brauchen Schutz

Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten ist weiterhin bedroht. Das geht aus dem Rechenschaftsbericht 2013 zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt hervor, den das Bundeskabinett jetzt auf Vorschlag von Bundesumweltminister Peter Altmaier billigte. 

Mit dem Rechenschaftsbericht kommt die Bundesregierung erstmals der Berichtspflicht nach, die sie in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt selbst verankert hat. Auf fast 200 Seiten legt sie dar, wie weit man auf dem Weg zum Schutz der biologischen Vielfalt und zu ihrer nachhaltigen Nutzung in Deutschland und weltweit gekommen ist. Zudem zeigt sie, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. 

Viele Ziele seien bereits erreicht oder aber "im Zeitplan". Der Bericht zeigt aber auch, dass es bei manchen Zielen sehr schwierig wird, sie fristgemäß zu verwirklichen. So ließ sich trotz intensiver Bemühungen auf allen politischen Ebenen der Rückgang der heute vorhandenen Vielfalt wild lebender Arten nicht aufhalten. Lediglich bei einzelnen Arten gibt es Erfolge zu verzeichnen. So sei beispielsweise bei Fischottern, Bibern, Seeadlern und Kranichen eine Bestandsverbesserung festzustellen. Und auch bei einigen bedrohten Pflanzenarten, darunter verschiedene Enzian- und Orchideen-Arten sowie Arnika und Gelbe Narzisse, stabilisierten sich die Bestände. 

Eine zentrale Aufgabe bleibe es weiterhin, trotz erzielter Teilerfolge, den Rückgang der Vielfalt wildlebender Arten aufzuhalten. Eine neue Herausforderung für die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt sei die von der Bundesregierung mit Nachdruck verfolgte Energiewende. Es sei eine wesentliche Aufgabe der nächsten Jahre, den Anteil der erneuerbaren Energien, zu steigern, was für sich genommen  bereits einen eigenständigen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt darstelle, und zugleich dafür zu sorgen, dass deren Erzeugung und Nutzung nicht zu Lasten der biologischen Vielfalt gehe.  

Mehr Schutz für die Natur gewährleistet die nun vom Bundeskabinett beschlossene Kompensationsverordnung. Diese besagt, dass wenn Natur und Landschaft zum Beispiel durch den Bau von Straßen, Windkraftanlagen oder Stromtrassen beeinträchtigt werden, dieser Eingriff an anderer Stelle ausgelichen werden muss.

Die Verordnung zeige, dass Energiewende und der Naturschutz keine Gegensätze seien, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier. Die Regelungen trügen zur Wahrung des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes bei, ohne die Energiewende auszubremsen, so der Minister weiter.

(Quelle: Meldung der Bundesregierung zur Veröffentlichung des Rechenschaftsberichts 2013 zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt vom 24. April 2013 sowie eine Meldung des BMU zum gleichen  Thema)

Der Rechenschaftsbericht im Wortlaut zum Download (PDF, barrierefrei, 2 MB)

Letzte Änderung: 23.03.2013

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