Bundesamt für Naturschutz

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Biodiversität: Ökologisierung der europäischen Landwirtschaft zwingend erforderlich

Eine vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderte Studie legt dar, dass eine Ökologisierung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) für die Erreichung der Biodiversitätsziele in der Europäischen Union zwingend notwendig ist. 

"Der Verlust an biologischer Vielfalt in unseren Agrarlandschaften ist weiterhin ungebrochen, dies zeigen die dramatischen Bestandsrückgänge charakteristischer Feldvögel und zahlreicher anderer Artengruppen", sagte BfN-Präsidentin, Prof. Beate Jessel, bei der Vorstellung der Studie.

Die "Greening-Maßnahmen" (Erhaltung von Dauergrünland, Fruchtfolgevorgaben, 7% ökologische Vorrangflächen) können laut Studie jedoch nur dann einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt leisten, wenn sie - wie von der EU-Kommission vorgeschlagen - verbindlich an den Erhalt von Direktzahlungen geknüpft sind. Nur dann müssen sie auch in den landwirtschaftlichen Intensiv-Regionen umgesetzt werden.  

"Wichtigstes Instrument im Rahmen des Greenings ist die verpflichtende Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen (ÖVF). Die tatsächliche Wirksamkeit solcher Flächen wird jedoch von der Ausgestaltung sowie der räumlichen Verteilung der Flächen und dem prozentualen Flächenanteil abhängen", so die Präsidentin weiter. 

Die Studie rät von einer pauschalen Stilllegung ökologischer Vorrangflächen ab. Vielmehr sollte ein Teil im Sinne der Biodiversität aktiv gemanagt und unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Kriterien auch landwirtschaftlich nutzbar sein. Dies gelte immer dann, wenn dadurch ein mindestens gleich großer Nutzen für Natur und Umwelt entstehe wie bei einer St