Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Artenvielfalt, biologische Beziehungen, Ökosystemdienstleistung, Beziehungsvielfalt

Studie: Artenvielfalt erhöht Leistungsfähigkeit von Ökosystemen

Für die Studie wurden die Daten von rund 300 deutschen und schweizerischen Wissenschaftlern zu mehr als 4600 Arten aus neun Nahrungsgruppen und für 14 Ökosystemfunktionen zusammengefasst. Die Autoren kommen zu dem Schluss: Der Einfluss der Biodiversität auf die Funktionsfähigkeit ökologischer Systeme ist mindestens so groß wie der Einfluss vieler Umweltfaktoren und Managementmaßnahmen.

Nachhaltige Bewirtschaftung muss Beziehungen zwischen Arten erhalten

Das Vermögen der Natur, gleichzeitig und auf engstem Raum eine Vielzahl von ökologischen Funktionen zu erbringen, hängt entscheidend von den vielfältigen Beziehungen der Arten auf verschiedenen Ebenen des Nahrungsnetzes ab. Untersuchte Ökosystemleistungen waren zum Beispiel die Reinhaltung des Wassers, die Nahrungsproduktion, die Bodenverbesserung oder die Schädlingskontrolle. Prof. Dr. Volkmar Wolters von der Universität Gießen: "Die Diversität der Nahrungsbeziehungen ist ungeheuer wichtig für die Funktionsfähigkeit unserer ohnehin schon verarmten Agrarsysteme." Und an die Landwirtschaft appelliert der Tierökologe: "Der Erhalt der Beziehungsvielfalt muss ein zentrales Ziel der nachhaltigen Bewirtschaftung werden".

Vor allem Artengruppen, die vom Menschen für schädlich, lästig oder überflüssig gehalten werden, haben sich in der Studie als sehr wichtig für die Funktion der Ökosysteme erwiesen.

Letzte Änderung: 07.09.2016

 Artikel drucken