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Das Risiko des Aussterbens vermeiden

Das Risiko des Aussterbens vermeiden

Neue Studie beziffert die Kosten von internationalen Schutzzielen für Pflanzen und Tiere

Freiburg, 12.10.2012 – Die internationalen Regierungen haben sich dazu verpflichtet, das Aussterben von Arten zu stoppen und wichtige Gebiete zum Erhalt von Biodiversität bis 2020 unter Schutz zu stellen. Zur Konferenz der Konvention zur Biodiversität (CDB), die derzeit in Hyderabad/Indien stattfindet, hat ein internationales Team von Forschern der Universität Freiburg, BirdLife International und der Royal Society zum Schutz von Vögeln zum ersten Mal die notwendigen Kosten beziffert, um die dringlichsten Biodiversitätsziele der CDB zu verwirklichen: bedrohte Arten zu retten und die wichtigsten Gebiete für den Schutz der Artenvielfalt zu erhalten.

Die Kosten, um das Aussterben aller bedrohten Arten zu vermeiden, belaufen sich aufgrund einer neuen Studie auf vier Milliarden US-Dollar jährlich. Weitere 76 Milliarden US-Dollar seien notwendig, um die wichtigen Gebiete für den Erhalt von Biodiversität unter Schutz zu stellen und effektiv zu verwalten. Die Studie belegt, dass bedeutend mehr Geld in den Schutz von Biodiversität fließen müsse, aber dass die Gesamtsumme trivial sei im Verhältnis zu den ökonomischen Vorteilen, die der Schutz der Natur mit sich bringe.

In der Studie mit dem Titel „Financial Costs of meeting two global biodiversity conservation targets: current spending and unmet needs“, die heute von der Fachzeitschrift Science publiziert wird, beziffern die Autorinnen und Autoren, basierend auf Daten von Vögeln als der am besten bekannten Gruppe von Organismen, die notwendigen Kosten zum Schutz der Natur. Die jährlichen Kosten, um das Risiko des Aussterbens von Vogelarten zu verringern, werden auf 0,8 - 1,3 Milliarden US-Dollar j