Bundesamt für Naturschutz

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Blütenbestäuber, Bienen, Artensterben

Dramatischer Verlust von Bienenvölkern und anderen Bestäubern

Der Weltbiodiversitätsrat hat seinen ersten globalen Bericht zum Thema „Blütenbestäuber und ihre Bedeutung für die Nahrungsmittelproduktion“ vorgelegt. Das zwischenstaatliche Gremium beschloss den Bericht in seiner Plenarsitzung in Kuala Lumpur Ende Februar. Demnach sind die intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden in einigen Weltregionen verantwortlich für den dramatischen Verlust von Bienenvölkern und anderen Bestäubern.

Lebensmittelproduktion hängt von Bestäubern ab

In vielen Gebieten der Erde werden seit einigen Jahren dramatische Verluste der Blütenbestäuber (hauptsächlich wildlebende Bienen, Schmetterlinge, Schwebfliegen, aber auch Honigbienen) beobachtet, für die es bisher keine umfassenden Erklärungen gibt. Die Produktion vieler qualitativ hochwertiger pflanzlicher Lebensmittel, vor allem Obst und Gemüse, hängt von der Blütenbestäubung ab.

Verlust von Bienenvölkern nicht überall gleich

Ein Ergebnis des Berichts ist, dass der dramatische Verlust von Bienenvölkern in Europa und Nordamerika in anderen Weltregionen nicht in gleicher Weise auftritt. Weiterhin wird deutlich, dass intensive landwirtschaftliche Produktion und besonders die Anwendung von Pestiziden eine Hauptgefährdungsursache für die Blütenbestäuber und die Bestäubung darstellt. Die Antwort ist eine nachhaltigere Landwirtschaft mit vielfältigen Strukturen. Dazu gehören diversifizierte Anbau