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Erfolgreiche Renaturierung an Emscherzufluss: 419 Tier- und Pflanzenarten im und am Deininghauser Bach registriert.

GEO-Tag der Artenvielfalt zeigt Erfolg der Renaturierung

Im und am Deininghauser Bach leben 419 Tier- und Pflanzenarten

Castrop-Rauxel. 45 Forscherinnen und Forscher untersuchten am 4. Juni den Deininghauser Bach, um die Artenvielfalt in dem beim Emscherumbau renaturierten Gewässer festzustellen. Das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen: Im Bach und in seinem Umfeld konnten 419 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen werden.

Darunter sind 48 Vogelarten, 24 Wasser- und 21 Laufkäferarten sowie 174 Pflanzenarten. 43 Arten stehen auf Roten Listen, sind also in ihrem Bestand bedroht und haben nun im Deininghauser Bach einen neuen Lebensraum gefunden.

Dazu zählt auch eine Käferart, die zirpen kann wie eine Grille und die in ganz Deutschland vom Aussterben bedroht ist. Bemerkenswert ist auch, dass von den nachgewiesenen Vogelarten typische Vertreter natürlicher Bach– und Auebereiche wieder entdeckt wurden, wie z. B. Gelbspötter, Sumpf- und Teichrohrsänger.

Der Deininghauser Bach, der ehemals als kanalartig ausgebautes Gewässer Abwasser zur Emscher transportierte, ist vor rund 10 Jahren von der Emschergenossenschaft naturnah gestaltet worden, hat sauberes Wasser und wird von versumpften Bereichen und Tümpeln sowie Wald und Wiesen, begleitet.

Die Auswertung zeigt, dass sich die Renaturierung gelohnt hat und der Deininghauser Bach und seine Aue ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen geworden sind.

Die Aktion fand im Rahmen des „GEO-Tags der Artenvielfalt“ statt und wurde in Zusammenarbeit von Emschergenossenschaft, Universität Duisburg-Essen und Bundesamt für Naturschutz durchgeführt.

 

(Quelle: Pressemitteilung der Emschergenossenschaft vom 10. Juni 2011)

Letzte Änderung: 27.05.2011

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