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Landwirtschaft, Vielfalt, Ökologie, Räuber-Beute-Beziehungen, Bestäubung, Nachhaltigkeit

Für mehr Artenvielfalt: Landwirtschaft ökologisch intensivieren

Wissenschaftler der Universität Würzburg haben ein Konzept der ökologischen Intensivierung entwickelt, mit dem sich der Negativtrend in der Landwirtschaft umkehren lassen soll. Die Grundidee dabei ist, ökologische Prozesse wie Bestäubung und Räuber-Beute-Systeme in den Landbau zu integrieren und gezielt zu managen. Dadurch lasse sich der Einsatz von Insektiziden und Düngemitteln verringern. Im Idealfall sollen Agrarökosysteme entstehen, die ertragreich und nachhaltig sind und zudem den gesellschaftlichen Ansprüchen in Sachen Umweltschutz, Ästhetik und Produktion gesunder Lebensmittel gerecht werden.

Hecken, Feldstreifen und Vielfalt der Kulturpflanzen

Die ökologische Intensivierung setzt auf Hecken, Feldstreifen mit blühenden Pflanzen, Vielfalt bei den Kulturpflanzen und auf spezielle Bewirtschaftungsformen wie eine Bodenbearbeitung, bei der die Erde nicht gewendet wird. All das fördert die Artenvielfalt, das Ausmaß der Bestäubung und die Bekämpfung von Schädlingen durch ihre natürlichen Feinde. Das zeigen die Ergebnisse des Forschungsprojekts LIBERATION, das unter der Leitung von Professor Ingolf Steffan-Dewenter am Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie im Biozentrum der Uni Würzburg angesiedelt ist.

EU fördert das Projekt

Die Europäische Union fördert das Projekt mit insgesamt drei Millionen Euro; davon fließen 350.000 Euro in die Forschung an der Uni Würzburg. Das Vorhaben baut auf zwei Vorgängerprojekten auf und geht gleichzeitig neue Wege. Neben dem Ziel, die wissenschaftliche Grundlage für eine ökologische Intensivierung zu legen, ist die Kommunikation der Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit von grundlegender Bedeutung.

Letzte Änderung: 12.09.2016

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